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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 41118
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, sehr geehrter Herr RA Hüttemann, was fällt alles -

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, sehr geehrter Herr RA Hüttemann,was fällt alles - nicht - unter die 1/2-j. Verjährung?Muss man die Nutzungsentschädigung mit der kaution verrechnen oder ist sie separat anzufordern?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die Ersatzansprüche des Vermieters wegen Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache verjähren gemäß § 548 Absatz 1 BGB in sechs Monaten.

Gleiches gilt nach § 548 Absatz 2 BGB für Ansprüche des Mieters auf Ersatz von Aufwendungen oder auf Gestattung der Wegnahme einer Einrichtung.

NICHT unter diese kurze Verjährungsregelung fallen sämtliche weiteren Ansprüche und Forderungen aus dem Mietverhältnis.

Solche sind

- Ansprüche des Vermieters auf Ausgleich ausstehender Mietzinsforderungen

- Ansprüche des Vermieters auf Nebenkostennachzahlung aus fristgerecht abgerechneten NK

- Ansprüche des Mieters auf Auszahlung eines Guthabens aus abgerechneten Nebenkosten

- Ansprüche des Mieters auf Rückzahlung einer Kaution

Für sämtliche dieser Ansprüche gilt die dreijährige Regelverjährung gemäß §§ 195, 199 BGB.

Erfolgt keine freiwillige Zahlung der Nutzungsentschädigung, so sind Sie zur Aufrechnung und zum Zugriff auf die Kaution berechtigt.

Es liegen dann die Voraussetzungen des § 387 BGB vor, denn es handelt sich um gleichartige Ansprüche, denen ein einheitliches Rechtsverhältnis zugrunde liegt.

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Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen?

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Zivilrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
ja, was ist mit 826 und mietvertrag? kann madas die 1/2-Jahres-Frist durchbrechen? und verfängt 826?

§ 826 BGB greift nur bei vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung, wobei Sie die volle Beweislast tragen, wie bereits an anderer Stelle ausgeführt.

Der Anspruch verjährt ebenfalls nach §§ 195, 199 BGB in drei Jahren.

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
hallo, ich las:Mängel oder vom Mieter verursachte Schäden an der Mietsache, die über normale Gebrauchsspuren hinausgehen.kollidiert dies mit 548-1 oder gilt dies alternativ?

Wie gestern schon dargestellt, greift bei Ersatzansprüchen die kurze Verjährung aus § 548 BGB:

§ 548 Verjährung der Ersatzansprüche und des Wegnahmerechts

(1) Die Ersatzansprüche des Vermieters wegen Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache verjähren in sechs Monaten. Die Verjährung beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem er die Mietsache zurückerhält. Mit der Verjährung des Anspruchs des Vermieters auf Rückgabe der Mietsache verjähren auch seine Ersatzansprüche.

(2) Ansprüche des Mieters auf Ersatz von Aufwendungen oder auf Gestattung der Wegnahme einer Einrichtung verjähren in sechs Monaten nach der Beendigung des Mietverhältnisses.

Zusammenfassend und in Abgrenzung zu den übrigen Ansprüchen (noch einmal) hier:

https://www.haus-und-grund.com/verjaehrung_pruefen_12-2019.html