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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 3512
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Wir wohnen in einem Altbau, der Abstand zwischen unserem

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir wohnen in einem Altbau, der Abstand zwischen unserem Balkon und der Küche unseres Nachbarn ist sehr gering, vielleicht 2,50 m. Er möchte nicht, dass wir auf der Terrasse normal sprechen oder gar telefonieren, da er dann "alles mitbekommt". Er hat jedoch fast immer das Fenster, das zu uns zeigt, geöffnet. Natürlich geht es dabei um Uhrzeiten zwischen 10 Uhr morgens und 22 abends. Sitzen wir im Garten (der ebenfalls recht nah an seinem Fenster ist) und er hört uns, dreht er seine Techno-Musik sehr laut auf, um uns "nicht zu hören", was sehr störend ist. Einmal saß beispielsweise mein Mann tagsüber auf dem Balkon, um mit unserem Sohn für die Schule zu lernen, daraufhin hat er die "Abwehrmusik" so laut gestellt, dass sie kaum ihr eigenes Wort verstehen konnten. Kann man etwas dagegen tun? Wir müssen doch unseren Balkon normal nutzen können?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihre Anfrage bearbeite.
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Der Nachbar kann Ihne normale Gespräche nicht untersagen. Dies gilt auch dann, wenn der Abstand zu ihm sehr gering ist. Denn nach der ständigen Rechtsprechung der Gerichte ist im Nachbarschaftsrecht der sozialübliche Lärm hinzunehmen. Hierunter fallen Gespräche. Ihr Nachbar hat insofern also keine Rechte gegen Sie.

Ihr Nachbar darf zwar in seiner Wohnung Musik hören. Als "Abwehrmusik" darf er diese jedoch nicht verwenden. Dabei handelt es sich nämlich um keine sozialübliche Geräuschverursachung, sondern eine schikanöse Rechtsausübung, welche nach Maßgabe des § 226 BGB unzulässig ist. Sie können sich also mit einem Unterlassungsanspruch gegen den Nachbarn wenden. Rechtsgrundlage sind §§ 1004, 862, 226 BGB. Sie können den Nachbarn zur Unterlassung des Verhaltens auffordern. Dies sollten Sie schriftlich tun. Sollte er das Verhalten nicht unterlassen, so können Sie einen Anwalt beauftragen, der dann für Sie gegen den Nachbarn auf Unterlassung klagt.

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Kianusch Ayazi und 2 weitere Experten für Zivilrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Tagen.
Vielen Dank für die Antwort!
Kunde: hat geantwortet vor 2 Tagen.
Eine Rückfrage habe ich noch, er hat sich auch einmal aufgeregt, als wir nach 22 Uhr draußen mehrfach nach unserer Katze gerufen haben (sie ist eine Hauskatze und war abgehauen). Auch das ist doch eigentlich nicht verboten, oder?