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rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 1508
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitsrecht
60461484
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rafozouni ist jetzt online.

Guten Tag, ich hatte 2018 mein Fahrzeug an einen Händler

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich hatte 2018 mein Fahrzeug an einen Händler (gewerblichen Händler) verkauft .
Das Fahrzeug hatte einen Unfallschaden.
Dieser wurde im Kaufvertrag aufgenommen ^4700€ Unfallschaden Tür , reguliert^
Paar Tage nach Abschluss des Kaufvertrags habe ich dem Händler das Gutachten übersandt .
Folgendes Problem : im Gutachten stehen die knapp 4700€ Unfallschaden aber die Reparatur Rechnung hat sich auf knapp 5000€ belaufen
1.Die frage ist ob da jetzt der Händler mir Ärger machen könnte -> oder ist die schadenhöhe im Gutachten maßgeblich ?
2. Problem : im Gutachten steht der Schaden ^ Der Hauptanstoß erfolgte auf die hintere linke Fahrzeugseite.^ (also Tür und Seite )?Kann der Händler wegen der Punkt 1. und Punkt 2. was von mir verlangen oder argumentieren so hätte er das Auto nicht gekauftDer Sachverhalt ist von 2018, wie sieht es hinsichtlich Verjährung aus ?

Sehr geehrter Kunde,

da Sie über den Umstand, dass das Fahrzeug einen Unfall hatte, aufgeklärt haben, kann der Käufer nichts gegen Sie geltend machen. Auch wenn die tatsächlichen Reparaturkosten um 300,- Euro höher lagen als im Gutachten angegeben.

Ungeachtet dessen, ist die zweijährige Gewährleistungsfrist abgelaufen. Hätte der Käufer wegen des Unfalls bzw. den Erkenntnissen aus dem Gutachten Rechte herleiten wollen, hätte er dies innerhalb von zwei Jahren tun müssen, nachdem ihm das Gutachten vorlag.

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben und wäre für eine positive Bewertung (3-5 Sterne anklicken) dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Guten Tag Herr Fozouni,
Ferner ist doch auch das Gutachten hinsichtlich des Wertes maßgeblich oder ?
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Was ist mit dem zweiten Problem :
2. Problem : im Gutachten steht der Schaden ^ Der Hauptanstoß erfolgte auf die hintere linke Fahrzeugseite.^ (also Tür und Seite )?
-> Im Vertrag steht halt nur die beschädigte Tür drin und nicht die Seitenwand
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Wie sieht es mit Schadensersatz oder Rücknahme aus , da der Händler argumentieren könnte dass er das Fahrzeug nicht mit dem Schaden Tür+ Seitenwand gekauft hätte .
Gilt hier nicht die dreijährige Frist

Da dem Verkäufer kurz nach Ankauf das Gutachten übermittelt wurde, hatte er spätestens dann Kenntnis über den konkreten Schaden. Wenn er deswegen Rechte hätte geltend machen wollen, hätte er entweder innerhalb eines Jahres den Vertrag anfechten oder innerhalb von zwei Jahren den Rücktritt vom Vertrag erklären müssen. Da über den Unfall aber aufgeklärt wurde, hätte der Verkäufer keine Chance gehabt, damit durch zu kommen. Das hat mit der dreijährigen Verjährungsfrist nichts zu tun.

Maßgeblich ist hier 438 ABS . 1 Nr. 3 BGB (https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__438.html)

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
^Da über den Unfall aber aufgeklärt wurde, hätte der Verkäufer keine Chance gehabt, damit durch zu kommen. ^
Wie meinen Sie dass ?Ich habe halt Angst der argumentieren könnte weil im Vertrag steht Tür schaden 4700€
Und im Gutachten
4700€ und der Reparaturrechnung (4990€) und Tür + SeitenwandDas er sage dann hätte er nicht gekauft

Wenn der Käufer dies so sagen würde, wäre dies in rechtlicher Hinsicht eine Anfechtung des Vertrages. Eine Anfechtung wäre aber nur dann möglich, wenn Sie den Unfall arglistig verschwiegen hätten, was Sie aber gerade nicht getan haben. Hinzu kommt, dass eine Anfechtung wegen Arglist nur innerhalb eines Jahres nach Kenntnis des vermeintlichen Grundes für die Arglist möglich ist . Da der Vertrag aus 2018 stammt, ist die Frist längst abgelaufen!!

Maßgeblich ist hier 124 BGB (https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__124.html)

Wäre nett, wenn Sie an die erbetene Bewertung denken, da ich andernfalls für die erfolgte Beratung nicht bezahlt werde. Ich gehe davon aus, dass auch Sie nur ungern umsonst arbeiten!:-)

rafozouni und 4 weitere Experten für Zivilrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Natürlich bewerte ich Sie ,
Ich würde nur nochmal um eine zusammengefasste Info bitten :
Nochmal als Klarstellung:
Im Vertrag ist leider nicht der volle Schadensumfang und Höhe beschrieben ( es steht TÜR , 4700€) dass Gutachten welches 2 Tage nach Vertragsabschluss übersandt wurde bemisst den Schaden auch mit 4700€ beschreibt aber Tür und Seitenwand ( Anstoß erfolgte an der hinteren linken Fahrzeugseite ), der Schaden wird in der Reparaturrechnung mit knapp 5000€ Bemessen .
Was kann der Händler noch rechtlich unternehmen gegen mich ?
Ist der Schaden aus dem Gutachten oder Rechnung maßgeblich .

Vielen Dank!

Nochmal: Sie haben nichts zu befürchten. Dass die tatsächlichen Reparaturkosten etwas höher waren, als im Gutachten veranschlagt, ist unerheblich. Und wenn der Käufer etwas von Ihnen hätte verlangen wollen, weil der Anstoß auch an der Seitenwand war, hätte er dies längst geltend machen müssen! Jetzt ist es zu spät und im Übrigen könnte er sowieso nichts verlangen, da Sie den Unfall mitgeteilt haben. Insoweit kann ich mich nur wiederholen!

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Okay was wären die Fristen wo er was verlangen hätte können ? 2 Jahre Gewährleistung und 1 Jahr Anfechtung? , Schadensersatz kommt nicht in Betracht ?Okay aber es könnte argumentiert werden ich habe den Unfall zwar mitgeteilt aber im Kaufvertrag nicht im vollen Umfang erst 2 Tage später mit Erhalt des Gutachtens ?

Ein Schadensersatzanspruch setzt einen Schaden voraus. Ein solcher ist nicht ersichtlich.
Dass im Kaufvertrag nicht der volle Umfang des Schadens eingetragen ist, ist unschädlich, denn wenn Sie über den genauen Umfang des Schadens hätten täuschen wollen, hätten Sie wohl kaum das Gutachten übergeben

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Okay könnte der Schaden sein, dass durch den höheren Schadensumfang des Gutachtens das gerechtfertigt werden kann( die Summe ist ja trotzdem gleich )
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Verstehe ich es richtig , dass dann weder Schadensersatz, Gewährleistung oder Anfechtung erfolgen kann ?
Da 2018 der Vertrag geschlossen wurde
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Wie war das gemeint
Da über den Unfall aber aufgeklärt wurde, hätte der Verkäufer keine Chance gehabt, damit durch zu kommen.

Ja, da der Vertrag 2018 geschlossen wurde, kann er nicht mehr angefochten werden und Gewährleistung scheidet auch aus. Schadensersatz gibt es keinen, da kein Schaden ersichtlich ist.

Mit nicht durch kommen ist gemeint, dass es keinen Anfechtungsgrund gibt und auch keinen Anspruch auf Gewährleistung.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Kann dann sonst noch was von mir als Verkäufer verlangt werden ?Aber warum schreiben Sie *Verkäufer *in dem Kontext
^ Verkäufer keine Chance gehabt, damit durchzukommen^

Das war ein Versehen!! Sorry! Ich meinte, dass der Käufer damit nicht durch kommen würde

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Kann dann sonst noch was von mir als Verkäufer verlangt werden ?

Nein! Sorry, mehr kann ich nicht sagen!

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Also bin ich diesbezüglich abgesichert meinen Sie ;)

Ich denke, Ihre Frage nun wirklich umfassend beantwortet zu haben!! Gute Nacht und alles Gute!!

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Können Sie mir das noch sagen
Also bin ich diesbezüglich abgesichert meinen Sie
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
In 438 BGB steht, dass die regelmäßige Verjährungsfrist ( also 3 Jahre ab Schluss des Jahres) gilt wenn arg. Verschwiegen wurde .
Könnte das argumentiert werden weil erst 2 Tage danach das Gutachten geschickt wurde und da erst der volle Schadensumfang bekannt wurde ?
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Bitte noch kurz antworten wenn möglich ;)

Guten Morgen,

ich war die letzten zwei Tage nicht im Büro und melde mich daher erst jetzt.

Sie haben nichts arglistig verschwiegen, so dass die dreijährige Verjährungsfrist nicht gilt.

Beim Verkauf eines gebrauchten PKW muss darüber aufgeklärt werden, wenn das Fahrzeug ein Unfallfahrzeug ist. Der Umfang des Schadens muss dabei nicht bis ins kleinste Detail mitgeteilt werden, sondern es reicht z.B,. aus, wenn man angibt, dass das Fahrzeug an der Seite beschädigt wurde.

Es ist daher unerheblich, dass in Ihrem Kaufvertrag nur der Anstoß an der Tür, nicht aber auch an der Seite angegeben ist.

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Danke ***** ***** Problem !
Also gilt 2 Jahre für Gewährleistung ( ab Kenntnis über den Inhalt in Gutachten ?) und 1 Jahr für Anfechtung und
->beides wäre abgelaufen (verjährt)
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
220;ber eine Rückantwort würde ich mich freuen

Sorry!! Ja, so ist es!

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Aber die Gewährleistung läuft doch ab der Übergabe ? Oder ? Und das Gutachten wurde erst paar Tage später geschickt

Also, jetzt ist es genug!!!! Ich habe Ihre Frage mehr als ausreichend und umfassend beantwortet!!!

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Schade können Sie das noch sagen ?
Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Können Sie dass mir noch mitteilen , oder mir weiterhelfen

Sorry, aber wie oft soll ich es Ihnen noch sagen????

Es gilt keine dreijährige Frist und die zweijährige ist längst abgelaufen!

Wenn möglich wäre es nett, wenn Sie jetzt wenigstens noch einen Bonus zahlen würden!!!!

Kunde: hat geantwortet vor 8 Monaten.
Ich wollte ja nur wissen, wann die 2 jährige Frist anläuft , nach Gutachten Übersendung oder Übergabe des Fahrzeug , dafür habe ich ihnen eine neue Frage eingestellt

Die neue Frage habe ich soeben beantwortet!