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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 12980
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Guten Tag, in 2015 verstarb ein Erblasser. Er hinter lies

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,in 2015 verstarb ein Erblasser. Er hinter lies seinen Mieterin und mir ein Haus. Die Mieterin begann noch vor Erstellung des Erbscheins im Jahre 2016 mit Umbauarbeiten. Dies habe ich per Einstweilige Verfügung gestoppt. 2017 kam dann der Erbschein. Das Ausmaß der Umbauarbeiten konnte ich nie in Augenschein nehmen da dir Miterbin mir den Zugang verwehrt hatte. Jetzt wird das Haus Zwangsversteigert. Falls der Gutachter nun einen Schaden feststellt, habe ich dann heute noch Anspruch auf Schadensersatz bzw. Wiederherstellung des Ursprünglichem?Dass die allg. Verjährung nach 3 Jahren eintritt ist mir bekannt.Danke

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Maßgeblich ist, wenn die regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren überschritten ist, ab wann Sie Kenntnis von einem Schaden hatten.

Denn ab diesem Zeitpunkt beginnt sodann die 3 Jahresfrist.

D. h. wenn jetzt Schäden festgestellt werden, von denen Sie keine Kenntnis hatten, dann schuldet die Miterbin Schadensersatz bzw. Wiederherstellung.

Von einer Verjährung ist daher nach geschilderten Umständen nicht auszugehen.

Letztlich hat dies jedoch im Streitfall ein Gericht zu entscheiden.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Ja das ist der Knackpunkt. Den Schaden selbst habe ich ja nie gesehen. Nur den aus dem Haus herausgetragenen Bauschutt. Daran hätte man erahnen können, dass es sich um einen größeren Schaden handeln musste. Ich habe danach auch noch zwei mal Zugang zum Objekt über meinen Anwalt eingefordert, diesen aber nicht bekommen. Einen Klageweg habe ich wegen den Kosten nicht weiter verfolgt.

Es gibt ja keine "Hol-pflicht", dass ich den Schaden nachweisen muss, oder? Somit müsste ich doch auch heute noch Schadensersatz fordern können, sobald der Schaden nachgewiesen ist?

 

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),prinzipiell ja.Denn das Heraustragen des Bauschutts deutet ja nicht auf einen Schaden hin, sondern eben nur auf Umbauten.Mit freundlichen GrüßenDr. Traub-Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Und ich kann ja auch erst Schadensersatz fordern sofern ich einen Erbschein habe. Dieser wurde 2018 erst erstellt, das habe ich eben nochmal nachgeschaut. Somit spricht auch das gegen die Verjährung, bzw. ist sogar ausschlaggebend und nicht der Eintritt des Schadens, oder?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ein Erbschein ist für einen Schadensersatz nicht ausschlaggebend.

Ebenso wenig zur Begründung der Erbenstellung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Hier muss ich nochmal nachfragen. Aber um einen Schadensersatzanspruch durchzusetzen benötige ich doch auch das Eigentumsrecht an der Sache, oder? Und den habe ich ja erst mit den Erbschein erhalten.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
gerne will ich Ihnen auch noch Ihre Folgefragen beantworten und Ausführungen zur Rechtsnatur und zur Wirkung eines Erbscheins machen.
Aufgrund der hiermit verbundenen erweiterten rechtlichen Befassung im Vergleich zur Ausgangsfrage erlaube ich mir, Ihnen über unseren Premium Service ein Zusatzangebot zu unterbreiten.
Sofern Sie dieses annehmen will ich Ihnen Ihre Zusatzfrage gerne zeitnah beantworten.
Entscheiden Sie sich gegen eine Annahme bitte ich freundlichst um Abgabe einer positiven Bewertung für die bereits getätigten Ausführungen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

 

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Sehr geehrter RA,

ich bin doch bereits Mitglied und zahle einen Monatsbeitrag.

Beste Grüße

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
ein Erbschein bescheinigt nur die Erbenstellung, begründet diese nicht.

Erbe ist man per Gesetz oder Testament.

Ein Erbschein hat hiermit nichts zu tun.

Ein Erbschein macht nur ggü. einem Dritten die Erbenstellung "ersichtlich".
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Aber die Testamentierfähigkeit musste erst nachgewiesen werden, da diese angezweifelt wurde. Daher war es vorher nicht klar, wer Eigentümer des Hauses werden soll.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

das kann ich nicht beurteilen.

Weiter hat dies nichts mit dem Erbschein zu tun. Ich verweise auf meine Ausführungen.

Allerdings kann eine zweifelhafte Testierfähigkeit ggf. eine Verjährungsfrist verlängern.

Konnte ich Ihre Fragen beantworten?

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und weitere Experten für Zivilrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.