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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 31460
Erfahrung:  über 16 Jahre Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, meine zivilrechtliche Klage (Arzthaftung

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, meine zivilrechtliche Klage (Arzthaftung Behandlungsfehlervorwurf) wurde in der ersten Instanz abgewiesen. Ich habe Berufung eingelegt. Der medizinische Gutachter (1. Instanz) hat mehrere (nachweislich) falsche Angaben gemacht, was nun auch im Berufungsbegründungsschreiben vorgebracht wird. Insofern wird auch die Einholung eines neues Gutachtens beantragt. Vielleicht können Sie mir zu folgendem eine nähere Angabe machen: Mich würde interessieren, ob es grundsätzlich möglich wäre, dass das Berufungsgericht den Gutachter (1. Instanz) in der Berufung nochmals vorlädt und dass dieser dann nochmals Stellung geziehen muss (vor dem Berufungsgericht)? Oder ist die Sache für diesen Gutachter nach Abschluss der 1. Instanz prinzipiell abgeschlossen? Bitte fragen Sie gerne nach, wenn meine Frage irgendwie unverständlich ist. Vielen Dank.

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Berufungsinstanz wird der Gutachter leider grundsätzlich nicht mehr gehört. Eine Ausnahme besteht allenfalls dann wenn der Richter erstinstanzlich einen Verfahrensfehler begangen hat, also zum Beispiel den Gutachter trotz Ihres Antrages hin nicht in der Verhandlung angehört hat.

Eine Ausnahme besteht auch dann wenn nach dem Schluss der mündlichen Verhandlung neue Tatsachen bekannt geworden sind zu denen der Gutachter bislang noch nicht Stellung genommen hat.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Ah okay. Doch der Gutachter wurde einbestellt. Trotzdem blieben in der mündlichen Einvernahme gleich mehrere von mir schriftlich vorab vorgebrachte Fragen zu Widersprüchen des Gutachters offen, unbeantwortet oder ungeklärt. Aber danke für die Info der neuen Tatsachen. Denn erst nach Abschluss der 1. Instanz ist mir "aufgefallen", dass vom Beklagten die Behandlungsunterlagen nicht vollständig ausgehändigt wurden (Röntgenbilder fehlen). Auch in der Gerichtsakte sind diese Röntgenbilder nicht vorhanden. Der Gutachter hatte behauptet, dass eben auf diesen Bildern noch kein Schaden erkennbar war. er Gutachter im Gutachten geschrieben, dass auf den Röntgenbildern kein "Schaden" erkennbar war. Wie kann ein Gutachter zu solch einer Beurteilung kommen, wenn ihm die Röntgenbilder gar nicht vorlagen??? Habe ich Sie richtig verstanden, dass diese Tatsache dann aber in der Berufung noch vorgebracht werden kann? Bzw. dass dann eventuell doch noch die Möglichkeit besteht, dass der Gutachter sich im Berufungsverfahren hierzu erklären muss? Wie gesagt, dass die Röntgenbilder in der Gerichtsakte fehlen ist mir erst nach Abschluss der 1. Instanz aufgefallen. Da mein neuer Anwalt die Gerichtsakte für die Berufung beantragt hat.

Sehr geehrte Ratsuchende,

das wäre in der Tat ein Schlupfloch. Wenn nun diese Unterlagen in der ersten Instanz nicht verfügbar waren, dann sind dies neue Tatsachen die das Berufungsgericht berücksichtigen muss. Diese Unterlagen müssen dann dem Gutachter vorgelegt werden und der Gutachter muss diese dann in seinem Gutachten berücksichtigen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Okay, vielen Dank für Ihre Information. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Gerne, wünsche ich Ihnen ebenso!