So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 31247
Erfahrung:  über 16 Jahre Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Zivilrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Frage, vielleicht können Sie mir

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe eine Frage, vielleicht können Sie mir dazu Auskunft geben. Meine Frage ist allerdings speziell und betrifft meine -in der 1. Instanz abgewiesene- Klage. Ich habe in meiner schriftlichen Stellungnahme zum Ergänzungsgutachten moniert, dass der medizinische Sachverständige (im Gutachten) einen wichtigen Therapiepunkt (natürlich zugunsten der Gegenseite) nicht erwähnt bzw. unter den Tisch fallen lassen hat. Obwohl es sich hier um das zentrale Thema und somit um einen maßgeblichen Punkt im Klageverfahren (Behandlungsfehlervorwurf) gehandelt hat, wurde diese Frage im mündlichen Einvernahmetermin des Sachverständigen nicht geklärt bzw. erst gar nicht angesprochen. Ich hatte mich diesbezüglich auf meinen Anwalt verlassen, welcher es dann aber eventuell vergessen hat anzusprechen. Vielleicht ist es auch einfach untergegangen, kein Wunder angesichts der vielen Verdrehungen des Sachverständigen. Da dieser Punkt mit ziemlicher Sicherheit entscheidend für den Ausgang des Verfahrens war, frage ich mich, wessen "Verschulden" dies jetzt war? War es mein Versäumnis oder Versäumnis meines Anwalts oder wäre es "Aufgabe" des Gerichts gewesen, diesen Punkt im Einvernahmetermin zu klären. Denn er wurde ja -wie bereits erwähnt- in meiner Stellungnahme vorgetragen. Oder können solche Einwände einfach ignoriert werden. Ich mache mich jetzt natürlich Vorwürfe, dass ich diesen Punkt im Einvernahmetermin nicht angesprochen habe, war aber mit der gesamten Situation völlig überfordert. Kann ich das im Berufungsverfahren nochmal erneut vorbringen/vortragen oder ist der Zug jetzt abgefahren? Vielen Dank ***** ***** hoffe Sie verstehen, was ich meine.

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich hätte Ihr Anwalt als Ihr Vertreter diesen Punkt ansprechen müssen. Ist dies unterblieben, so ist allerdings das Verschulden des Anwalts Ihnen zuzurechnen.

Im Berufungsverfahren können Sie dies leider grundsätzlich nicht mehr vorbringen. Im Berufungsverfahren können Sie neue Tatsachen vorbringen, also Tatsachen, die Ihnen erst nach Ende der letzten mündlichen Verhandlung 1. Instanz bekannt geworden sind oder aber die rechtliche Würdigung des Amtsgerichts angreifen.

Das Sachverständigengutachten wird dagegen leider nicht mehr überprüft.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Entschuldigen Sie, aber ich muss dazu noch etwas nachfragen. Ich hatte diesen Punkt doch bereits schriftlich vorgebracht und zwar in meiner Stellungnahme zum Gutachten. Dieser Punkt wurde nur im Einvernahmetermin nicht mehr angesprochen und somit auch nicht geklärt. Habe ich Sie richtig verstanden, dass das Gutachten im Berufungsverfahren nicht mehr überprüft wird? Der Gutachter hat sich im Einvernahmetermin zu seinem Gutachten mehrfach heftig widerspro*****, *****halb ich im Termin selbst den Überblick verloren habe. Diese Widersprüche des Gutachters aus der 1. Instanz ... kann ich diese im Berufungsverfahren dann auch nicht mehr anbringen? Ich konnte die Widersprüche (die dem Gericht offensichtlich nicht aufgefallen sind) erstinstanzlich auch nicht mehr vorbringen. Da mir das Gerichtsprotokoll des Einvernahmetermins erst einen Tag nach Urteilsverkündung zugestellt wurde. Habe ich Sie richtig verstanden, dass ich jetzt nur die "Verfahrensfehler" des Gerichts (also z.B. dass dem Gericht diese Widersprüche nicht aufgefallen sind u.s.w.) in der Berufung vorbringen kann?

Sehr geehrter Ratsuchender,

in der Tat das Gutachten können Sie in der Berufungsinstanz grundsätzlich nicht mehr angereifem. Dies ist Tel der Beweiswürdigung durch das Amtsgeicht an die das Berufungsgericht grundsätzlich gebunden ist.

In der Berufungsinstanz können Sie Verfahrensfehler und fehlerhafte Rechtsausführungen angreifen, nicht aber das Gutachten selbst.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Zivilrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Gut, vielen Dank für Ihre Informationen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag.

Danke schön, wünsche ich Ihnen ebenso!!