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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 7741
Erfahrung:  mehrere Jahre Erfahrung
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ragrass ist jetzt online.

Ich habe eine Rechnung von meinem ehemaligen Anwalt

Kundenfrage

Ich habe eine Rechnung von meinem ehemaligen Anwalt bekommen, über 1822,- EURO, Streitwert geschätzt 50.000 EURO, gab er an.
Das ist das Doppelte, was die Kfz Wert waren. Ihm waren die Namen der Kfz bekannt, er hätte daher leicht recherchieren können und den Wert korrekt nennen können.
Gekündigt habe ich das Mandat, da er 5 Monate nichts getan hat. Das habe ich Ihm auch so gesagt.
Ich habe Ihm ein Widerspruch übersandt für die Rechnung und gesagt, dass ich um korrekte Rechnung bitte und diese dann bezahle. Ich habe nie wieder was gehört von Ihm.
Jetzt bekam ich am 13.07 ein Mahnbescheid über diese 1822,- EURO.
Die Rechnung kam per E-Mail. Mahnung oder sonstiges kamen auch nicht.
Wie stehen meine Chancen, wenn ich dem Mahnbescheid widerspreche?
Ich bin Rechtsschutzversichert. Übernimmt die Rechtsschutz in dem Fall die Kosten des Anwalt, wenn ich einen beauftrage?
Gepostet: vor 5 Monaten.
Kategorie: Zivilrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

versteh ich Sie richtig, dass der RA den Verfahrenswert selber festgesetzt hat ? Um welche Handlungen ging es bei dem Mandat genau ?Was genau hat der RA für Sie letztlich getan ? Wurden Sie vor der Beantragung darauf hingewiesen, dass eine Abrechnung nach Gegenstandswert erfolgt.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Wir haben vor Mandatierung darüber geredet, welche Kosten auf mich zukämen. Er sprach von 25.000 EURO, dass dann ca. 1100,- EURA nach RaVG auf mich zukämen.
Es gingen nur Briefe an die Gegenseite raus, die er auch beantwortet hat.
Er sollte eigentlich auf Herausgabe Klagen, hat es aber nicht getan. Letztlich ist zwischen Ende Dezember und April gar nichts mehr passiert. Daher habe ich Ihm das Mandat gekündigt und Ihm auch schriftlich gesagt, dass ich kündige, weil er 5 Monate untätig war.
Daraufhin kam eine Rechnung über 1822,- EURO, Streitwert: 50.000 EURO (Geschätzt)
stand in der Rechnung.Mir wurde das vorher gesagt, das die Abrechnung sich nach dem Gegenstandswert richtet. Als ich der Rechnung widersprach, sagte er, da er aber keine Ahnung hat, wie viel die Kfz Wert sind, nimmt er 50.000 EURO als Wert. Ich habe dann erneut widersprochen und es kam nichts mehr von Ihm. Nur vorgestern der Mahnbescheid.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Ich bat ja um Korrektur der Rechnung mit genauerem Schätzwert, da Ihm bekannt waren, um welche Modelle es geht. Darauf ging er nicht ein. Er hat sich auch nicht geäußert, nachdem ich Ihm das Mandat gekündigt habe und den Grund genannt habe. Es kam nur direkt die Rechnung. Der ich direkt widersprochen habe. Mahnungen kamen danach auch nicht.
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Wenn Sie auf die Abrechnung nach Gegenstandswert hingewiesen wurden, dann ist die Abrechnung dem Grunde nach nicht zu beanstanden.

Selbstverständlich darf der Anwalt aber nicht "wahllos" den Gegenstandswert nach Belieben festsetzen. Denn dieser orientiert sich immer nach dem Wert der Forderung, die geltend gemacht oder abgewehrt wird (§ 3 Abs. 1 GKG, § 2 ZPO).

Wenn Sie den Wert objektiv für deutlich überzogen halten, dann ist die Rechnung nicht korrekt. Dann würde auch eine Verteidigung gegen die Klage erfolgreich sein. Letztlich wird es allerdings darauf ankommen, ob man den Wert, den Sie für angemessen erachten, auch nachweisen kann. Hier kann man sich, da es sich um Fahrzeuge handelt sicherlich an der Schwackeliste orentieren.

Sie sollten auf jeden Fall innerhalb der 14tägigen Frist Widerspruch einlegen. Achten Sie darauf, dass es für die Rechtzeitigkeit nicht auf die Absendung, sondern auf den Eingang beim Gericht ankommt. Begründen müssen Sie den Widerspruch noch nicht. Anschließend geht das Mahnverfahren dann in ein ordentliches Gerichtsverfahren über, in dem dann sowohl der RA seinen Forderung begründen muss und Sie Ihre Abwehr auch. Dies bringt Ihnen genügend Zeit, um bei der Rechtschutzversicherung den Deckungsschutz, der eigentlich gegeben sein müsste, abzuklären.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen rechtlichen Überblick erteilen. Gern beantworte ich Ihre Nachfragen. Falls keine bestehen, bitte ich Sie um Vornahme einer Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
VIelen Dank für die Antwort.Sollte es in ein Gerichtsverfahren übergehen und das Gericht die Rechnung für zu hoch halten, wer trägt die Kosten des Verfahren?
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

hier gilt folgendes:

die Gebühr in der Höhe berechnet nach dem richtigen Verfahrenswert, ist begründet. Die müssen Sie zahlen. Sofern Sie diese Gebühr nicht zwischenzeitlich begleichen, würden Sie in dieser Höhe das Verfahren verlieren und müssten dann auch Kosten zahlen (es sei denn die Versicherung übernimmt die Verfahrenskosten). In der Höhe, die "zu hoch" berecnet wurde, würde der RA verlieren und somit müsste er die Kosten zahlen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie zu der Antwort noch Fragen ? Falls nicht, bitte ich erneut höflich um Vornahme einer Bewertung. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 5 Monaten.

Sehr geehrter Fragesteller,

da Sie keine Bewertung abgegeben haben, sind Sie bitte so fair und teilen zumindest mit, was einer solchen entgegensteht. Sie haben eine ausführliche Antwort auf Ihre Frage erhalten. Da Ihnen keine weiteren Kosten entstehen und Sie ordnungsgemäß beraten wurde, entspricht es dem Gebot der Fairness auch diese zu bewerten. Danke für Ihre ausrichtige Mitwirkung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass