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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 4606
Erfahrung:  Lanjährige Praxis als Rechtsanwalt im Bereich Zivilrecht
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Es geht um das amerikanische "wrongful death" und "survial

Diese Antwort wurde bewertet:

Es geht um das amerikanische "wrongful death" und "survial actions": Spielt eigentlich in beiden Fällen "duty of care" eine Rolle?
Ich schreibe einen Krimi, in dem ein amerikanischer Professor in einem Insitut der Uni Frankfurt mit Zyankali umgebracht wird, und zwar aus Versehen, denn er trank von dem vergifteten Kaffee seines deutschen Kollegen. Ich möchte schreiben, dass die amerikanische Ehefrau des Opfers einen deutschen (?) Answalt anstellt, um von der Uni Frankfurt Schmerzensgeld zu erhalten - das vermutlich verwendete Gift war nämlich nicht in einem verschlossene Schrank aufbewahrt worden ("negligence"). Doch in der BRD gilt wohl das deutsche Recht, oder ? Inwieweit wäre es in dieser Situation überhaupt möglich, dass die Uni Frankfurt Schmerzensgeld an die Ehefrau zahlen müsste und wie hoch könnte der Betrag swein?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Es wäre deutsches Recht anzuwenden. Denn der Vorfall hat sich in Deutschland ereignet.

Die Uni hätte dann zu haften, wenn Ihr ein Pflichtverstoß vorgeworfen könnte. Dieser Verstoß könnte hier darin liegen, dass das Gift nicht verschlossen war. Wer Gift aufbewahrt, muss dafür sorgen, dass von dem Gift keine Gefahr ausgeht. Allerdings gibt es da auch Grenzen. Hier z.B. ist unklar, welche Rolle der deutsche Kollege spielt. Wenn er das Gift aus dem Schrank genommen hat, wäre er verantwortlich und nicht die Uni.

Grundsätzlich aber ist rechtlich denkbar, dass die Uni Schmerzensgeld an die Hinterbliebenen, hier die Ehefrau, zu zahlen hat. Der Betrag kann vielleicht mir 50 EUR angesetzt werden. Mehr wäre im deutschen Recht eher unrealistisch. Im US-Recht könnte es mehr sein. Aber ich denke nicht, dass die Ehefrau die Sache in den USA anhängig machen kann. Wie eingangs bereits erwähnt, ist meiner Ansicht nach die deutsche Justiz zuständig.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Der Mörder in meinem Krimi ist ein pharmazeutisch-technischer Assistent, d.h. ein Laborant, der das Gift aus einem Institutslabor nimmt und in den gemahlenen Kaffee streut, mit dem der deutsche Prof. in seinem Büro Kaffee kocht. Der Laborant hat die Schlüssel zum Labor, wo das Gift einfach in einem nicht-verschlossenen Schrank aufbewahrt wird - (was an dem Frankfurter Institut übrigens tasächlich der Fall ist.) Dennoch nehme ich an, dass nicht die verbleibende Kollegin des getöteten Professors, sondern die Uni haften würde. Nur 50 €? Das ist doch lächerlich wenig! Da lohnt es sich gar nicht für die Ehefrau zu klagen, die sich wohl einen deutschen Anwalt hätte nehmen müsste.

Ich meinte 50.000 EUR.

Dass die Uni haftet, ist schon sehr konstruiert. Der Laborant hat die Kausalkette in Gang gesetzt, indem er das Gift in den Kaffee getan hat, den dann der falsche getrunken hat. Der etwaige Pflichtverstoß der Uni ist da eher nebensächlich. Außerdem war die Tür zum Labor verschlossen, sodass auch bei unverschlossenem Giftschrank kein Unbefugter Zugang zum Gift hatte.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
O.K., 50.000, würde sich doch vielleicht lohnen.
Also, zwei Professoren sind tot, der amerikanische und der deutsche Professor. Die Uni haftet, wie Sie meinen, nicht. Der deutsche Professor hatte eine Kollegin am selben Institut, ebenfalls Professorin. Diese wußte natürlich, wo sich das Gift befand. Sie findet es o.k., dass der Schrank nicht abgeschlossen war. Könnte man nicht sie haftbar machen? Wie sähe dann die Lage für sie aus? Ich möchte gerne mehr über diese Figur schreiben, vor allem, was für Schiwerigkeiten sie durch den Mord bekommt. Übrigens denke ich, mit einem guten Anwalt müsste sie freigesprochen werden, denn in Uni-Labors kann anscheinend jeder, der dort tätig ist, ein Gift herstellen oder schnell aus einem Labor nehmen. (Natürlich wissen all meine Figuren nicht, wer der Mörder ist!) Zu Ihrer Information: Da am Tag des Mordes ein Symposium stattfand, waren eingeladene Gäste in dem Insitut, die sich sonst nicht dort aufhielten.

Theoretisch kann jeder haften, der Gefahrenquellen nicht beseitigt, von denen er Kenntnis hat. Es könnte also auch diese Professorin zur Haftung herangezogen werden.

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

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