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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 24962
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich bin dabei, ein Buch über einen hier im bayerischen Raum

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin dabei, ein Buch über einen hier im bayerischen Raum bekannten Songwriter zu schreiben, den ich jahrelang gemanagt hatte... Leider hat vor etwa vier Jahren bei ihm die Demenz zugeschlagen, im Zuge dessen "wurde er geheiratet" (sind Millionenwerte da!) und seitens der Ehefrau jeglicher Kontakt mit alten Freunden untersagt. Gestern ist nun unser Tiger-Willi gestorben, weshalb wir (Liedermacher, Kabarettisten und ich als langjährige Managerin) vorhaben, das bereits begonnene Buch fertig zu schreiben. Kann dies die Ehefrau untersagen? Sie selbst spielt in diesem Buch keine Rolle und wird auch namentlich nicht erwähnt, weil es lediglich um den Künstler "Tiger-Willi" geht.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie zur Publikation des Buches in der Tat der ausdrücklichen Zustimmung der Ehefrau bedürfen, sofern der Verstorbene namentlich erwähnt wird.

Grundsätzlich existiert nämlich das postmortale Persönlichkeitsrecht.

Das bedeutet, dass die Persönlichkeit des Menschen auch über den Tod hinaus geschützt wird. Hierzu zählt Nutzung und Verwendung des Rechts am eigenen Bild sowie des Namen der jeweiligen Person.

Bei einer Verletzung dieses zivilrechtlichen postmortalen Persönlichkeitsrechts stehen dem/den Wahrnehmungsberechtigten - dies sind stets die Hinterbliebenen - zivilrechtliche Abwehransprüche zu, die auf Beseitigung und Unterlassung gerichtet sind.

Das bedeutet in Ihrem Fall, dass die Ehefrau des Verstorbenen Sie auf Beseitigung und Unterlassung in Anspruch nehmen könnte, sofern Sie ohne deren ausdrückliche Genehmigung das Bild und den Namen des Verstorbenen verwenden sollten.

Sollten Sie dieser Aufforderung nicht freiwillig nachkommen, so könnte die Ehefrau bei Gericht eine einstweilige Verfügung gegen Sie erwirken. Diese würde es Ihnen unter Androhung einer hohen Ordnungsstrafe - ersatzweise Erzwingungshaft - gerichtlich aufgeben, die Fotos zu entfernen, den Namen unkenntlich zu machen und künftige Rechtsverletzungen zu unterlassen. Die sehr hohen Kosten (!) für das einstweilige Verfügungsverfahren hätten Sie als Rechtsverletzerin zu tragen.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen, auch um Sie vor den ganz erheblichen finanziellen Nachteilen zu bewahren, die Ihnen drohen können.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Bei der Person, über die ich bereits mit dem Buch begonnen hatte, handelt es sich um eine Person des öffentlichen Rechts, über die schon viel öffentlich geschrieben wurde. Das Buch selbst hatte ich noch mit mündlichen Einverständnis des verstorbenen Protagonisten angefangen.... .???

Das ändert leider nichts an der Rechtslage: Selbst wenn es sich um eine Person des öffentlichen Interesses handelt, und auch wenn er lebzeitig sein Einverständnis erklärt hat, so ist dieses Recht auf Erlaubniserteilung mit seinem Ableben auf die Hinterbliebenen übergegangen.

Ich bedaure!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Und wenn er Teil meiner persönlichen Geschichte ( Biographie) wird?

Dann könnten Sie das so publizieren!

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Kristian Hüttemann
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