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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 7724
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
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RASchroeter ist jetzt online.

Mir würde eine Anzeige wegen Weitergabe von Chats in Form von

Diese Antwort wurde bewertet:

Mir würde eine Anzeige wegen Weitergabe von Chats in Form von Screenshots angedroht und ich möchte mich informieren wie die Sachlage rechtlich aussieht.

es ist etwas kompliert zu erklären, ich versuche es so einfach wie möglich:
Frau A und Mann B sind/waren ein Paar, haben Streit und Mann B erzählt mir (Frau C) alles mögliche per Chat (Whatsapp und Facebook). Teile davon habe ich an eine Frau D per Screenshot weitergeleitet. D ist mit A+B verfeindet, ich mit ihr befreundet. Menschlich nicht korrekt, ihr das geschickt zu haben, aber strafbar?

Diese Frau D hatte leider nichts besseres zu tun, als Frau A davon zu erzählen... die hat ihr diese Screenshots geschickt und angekündigt das auch in ausgedruckter Form zu tun. Dadurch ist rausgekommen, das ich ihr Screenshots weitergeleitet habe. Mann B droht mir deshalb mit Anzeige.
Es waren auch 3 etwas intime Fotos von Frau A dabei, auch die habe ich Frau D weitergeleitet nach dem Motto "guck mal sowas schickt der mir von A".
Es wurde aber nichts veröffentlicht in irgendeiner Form... die Screenshots wurden nur wieder an Frau A zurückgespielt.

Habe ich mich strafrechtlich strafbar gemacht, bzw. kann Mann B oder auch Frau A privatrechtlich gegen mich vorgehen? Ich halte das für "Tratschrei", ist das strafbar? Ich habe nichts in Papierform weitergegeben, alles nur Screenshots per whatsapp. und auch nur an die eine Person D.

Trotzdem bin ich sehr verunsichert, ich hatte noch niemals einen Rechtskonflikt und werde von Mann B beleidigt und auch bedroht...

Was habe ich zu befürchten?
Und was kann ich tun, damit B und ggf A mich in Ruhe lassen?

RASchroeter :



Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,



vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Ein strafbares Handeln sehe ich bei Ihnen nicht, vielmehr bei A und B. Allenfalls kann A Sie verpflichten die Weitergabe oder Veröffentlichung von Fotos zu unterlassen.

B muss sich hier die Weiterleitung vorwerfen lassen. Denn wer solche Bilder weiterleitet, muss damit rechnen, dass diese wiederum weitergeleitet werden. Insoweit ist es B der sich wenn überhaupt gegenüber A strafbar gemacht hat.

Aus Ihrer Sicht droht keine Strafbarkeit. Wenn Sie zudem keine weiteren Bilder und Texte weiterleiten und dies gegenüber A und B einmal erklären, besteht auch kein Risiko, dass Sie zivilrechtlich abgemahnt auf Unterlassung werden können.

RASchroeter :

Weisen Sie daher entsprechende Vorwürfe zurück. Stellen Sie klar, dass es sich um ein einmaligen Vorgang handelt, den B ins Rollen gebracht hat.

Sollten Sie nachweislich beledigt werden, sollten Sie dies aber nicht hinnehmen, sondern hier selbst gegen vorgehen. Hilfreich ist sicherlich den Kontakt vorübergehend abzubrechen.

RASchroeter :



Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.


Für eine positive Bewertung wäre ich dankbar (bitte einmal auf den lachenden Smiley unter meiner Antwort klicken).


Viele Grüße

Customer: Danke XXXXX XXXXX rasche Antwort, die mich jetzt doch etwas beruhigt.
Customer: Es gibt nichts mehr weiterzuleiten... das ging über ein paar Wochen und habe immer gesagt dass ich nichts weitergeben werde. das kam erst dadurch raus, dass Frau C es nicht lassen konnte ihrer Schadenfreude freien Lauf zu lassen...
Customer: insofern wüsste ich jetzt nicht, wie ich A und B versichern sollte jetzt nichts mehr weiterzuleiten... es ist ja schon passiert...
Customer: Wie verhalte ich mich wenn ich von der Polizei zur Aussage gebeten werde?
RASchroeter :

Wenn Sie bereits geäußert haben nichts mehr weiterzuleiten, besteht auch keine Wiederholungsgefahr für eine Abmahnung. Trotzdem sollten Sie diese Mails aufheben, in dem Sie bestätigt haben, nichts mehr weiterzuleiten.

Sollten Sie seitens der Polizei zu einer Aussage aufgefordert werden, was ich für unwahrscheinlich erachte, haben Sie folgende Möglichkeiten.
- Sie müssen sich nicht äußern.
- Sie können zu dem Vorwurf Stellung nehmen
- Sie beauftragen einen Anwalt, der zunächst Akteneinsicht in die Ermittlungsakte nimmt, um zu prüfen, was in der Strafanzeige Ihnen konkret vorgeworfen wird. Danach wird eine Stellungnahme (schriftlich) verfasst.

Ich rate zu Letzterem.

RASchroeter :



Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.


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Viele Grüße

Customer: Ich verstehe es leider immer noch nicht wirklich... momentan schickt jeder jedem Screenshots.. B zu D, D zu mir, B zu mir, ich zu D... A schreibt mit D, D schickt es mir... ist das STRAFBAR?
Customer: es geht hier um Dinge wo B mich oder D beleidigt und darüber informieren wir uns.
Customer: Das hat nicht mit der eigentlichen Geschichte zu tun, also den Screenshots mit Bildern um die es geht.
Customer: Womit genau kann ich denn nun überhaupt belangt werden? Strafrechtlich denke ich auch nicht, aber kann er wirklich zivilrechtlich gegen mich vorgehen???
RASchroeter :

Strafrechtlich wäre nur eine Beledigung oder üble Nachrede in Betracht gekommen. Da es sich um einen eigenschränkten Personenkreis handelt und B sich munter beteiligt wird ein solches Verfahren eingestellt werden. Daher keine Strafbarkeit von Ihnen.

Zivilrechtlich sehe ich hier keinen Abmahnungstatbestand mehr begründet, da sich alle Beteiligten an dem Chat beteiligen und B weiter die Korrespondenz fortführt. Ich denke es wäre hilfreich, wenn Sie und D den Empfang von Nachrichten von A und B sperren lassen.

RASchroeter :

Viele Grüße

RASchroeter und weitere Experten für Zivilrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.