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K. Severin
K. Severin, Rechtsanwalt
Kategorie: Zivilrecht
Zufriedene Kunden: 970
Erfahrung:  allgemeines Zivilrecht
25551084
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K. Severin ist jetzt online.

Guten Tag! Bin wohl in eine Internet-Abofalle getappt! Seit

Beantwortete Frage:

Guten Tag!

Bin wohl in eine Internet-Abofalle getappt!
Seit über 25 Jahren bin ich nun in dem Metier tätig - und jetzt hat's mich erwischt. Es handelt sich um die Firma www.powerloads.de, die mir gestern
durch das Inkasso-Unternehmen sevice und payment GmbH eine Mahnung zukommen
ließ, wobei ich mich an keine Rechnung geschweige einen geschlossenen
Vertrag vom 10.12.09 (natürlich nach der Widerspruchsfrist!) erinnern
kann. Möglich ist es allerdings, dass ich auf der Suche nach einem
Download auf dieser Site war und meine E-Mail-Adresse angegeben habe.
Ich habe schon viele Internet-Geschäfte getätigt, aber diese Art der
Informationsunterdrückung ist schon sehenswert. Wer - außer vielleicht
Ihnen - liest schon immer die AGBs!
Frage: Wie soll ich mich verhalten?
Mit feundlichem Gruß
Erich Osswald
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Zivilrecht
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, Sie haben nach ihren Ausführungen keinen Vertrag mit der Firma www.powerload.de geschlossen, weil Sie gar keine Willenserklärung auf Abschluss eines Vertrages abgegeben haben. Unabhängig davon haben Sie aber auch ein Recht auf Widerruf einer wie auch immer gearteten Willenserklärung auf Abschluss eines Vertrages. Die 14 tägige Widerrufsfrist für diese Willenserklärung beginnt erst zu laufen gemäß § 312 c Abs. 2 BGB, wenn Sie nach Magabe des § 1 der Verordnung über Informations und Nachweispflichten durch den Internetanbieter in Textform informiert worden sind. Da Sie gar nicht informiert wurden in Textform, sollten Sie eine wie auch immer geartete Willenserklärung auf Abschluss des Vertrages einfach gegenüber dem Internetanbieter widerrufen und eine Kopie dem Inkassounternehmen zusenden. Am Besten per Einschreiben Rückschein.

 

Wenn das Inkassounternehmen bereits einen Mahnbescheid Ihnen durch das zuständige Gericht zusenden ließ, dann müssen Sie innerhalb von 14 Tagen ab Zugang dagegen Widerspruch einlegen, damit der Internetanbieter nicht rechtswidrig an einen Vollstreckungsbescheid gelangt.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 02.01.2010 um 17:17 Uhr EST
K. Severin und weitere Experten für Zivilrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  K. Severin hat geantwortet vor 8 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller, ich muss mich in Bezug auf die von mir zitierte Bestimmung hinsichtlich des Laufs der 14 tägigen Widerrufsfrist korrigieren. Bei dieser handelt es sich nicht um § 312 c Abs.2 BGB, sondern um § 312 d Abs.2 BGB.

 

Im Übrigen stehe ich Ihnen bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

KSRecht



Verändert von KSRecht am 02.01.2010 um 17:28 Uhr EST