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RARobertWeber
RARobertWeber, Rechtsanwalt
Kategorie: Wirtschaftsrecht
Zufriedene Kunden: 3388
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen
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Habe Ende 2010 Anteile an einer Online Marketing Firma erworben,

Diese Antwort wurde bewertet:

Habe Ende 2010 Anteile an einer Online Marketing Firma erworben, die dann 2011 in Aktien einer neu gegründeten AG umgewandelt wurden. Meine Investition waren immerhin einige tausend Euro. Die meisten (kenne selbst nur wenige) haben vermutlich nur einige hundert Euro investiert, bestenfalls zwei oder drei tausend €. Alles was ich je von der Netzverdienst.com AG und dem Chef Heiko Häusler erhielt, war ein formloses Papier, dass ich so und soviel Anteile an der AG halte.

Bis heute hat es keine einzige Hauptversammlung, keine Geschäftsberichte und -abschlüsse gegeben. Vor allem hat es keinen einzigen Cent an Dividende gegeben, wenngleich eine großzügige Verzinsung von 10 % der Einlage im Frühjahr 2012 letzmalig in Aussicht gestellt wurde. Anfang April 2013 wurde erneut für den Mai 2013 eine HV angekündigt, die aber auch nicht stattgefunden hat. Auch gab es bisher keine Erklärung, warum dieser Temin auch wiederum nicht eingehalten wurde. Die sog. Aktien der Firma werden nicht an einer Börse gehandelt, weshalb man sie auch nicht veräußern kann.

Keiner der anderen Aktionäre, die ich kenne, hat bisher rechtlich etwas unternommen. Den meisten ist es schlichtweg zu peinlich, dass sie auf "so etwas" reingefallen sind und buchen den Verlust als "Lehrgeld" ab.

Die Firma arbeitet weiterhin mit Hochdruck wie es scheint, jedenfalls werden fast jede Woche Mails zu deren Projekten und Dienstleistungen versendet. Und es gibt sehr viele Fans der Firma auf facebook etc. Und man kann auch immer noch Aktionär werden: http://www.netzverdienstcom.ag/aktionaer-werden#
Ob die Netzverdientst.com AG wirtschaftlich erfolgreich ist oder ob sie in wirtschaftllichen Schwierigkeiten steckt, ist von außen nicht erkennbar.

Was kann ich tun, um mein Kapital zu retten bzw. zunächst klare Informationen über die wirtschaftliche Situtation der Firma zu erhalten. Kann man die AG (wenn es denn überhaupt rechtlich eine AG ist) zwingen, eine HV einzuberufen und dort geprüfte Jahresabschlüsse vorzulegen? An wen kann ich mich sonst wenden, um mir Rat und Hilfe zu holen, wenn ich zunächst noch nicht rechtlich gegen das Unternehmen vorgehen möchte?

Das ganze sieht ja sehr stark nach Betrug aus, auch wenn ich mich immer nch scheue dieses Wort auszusprechen. Vielleicht ist deshalb auch eine einfache Strafanzeige viel eher angebracht? Dann würde es ja der Staatsanwaltschaft obliegen, das Unternehmen darauf hin zu überprüfen.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Sie sollten unbedingt in dem Handelsregister des AG Charlottenburg (Berlin) Einsicht in die dortigen Eintragungen halten.

Zudem sollten Sie den Vorstand und den Aufsichtsrat unter Fristsetzung zur Einberufung einer Hauptversammlung auffordern. Diese muß gemäß § 175 Aktiengesetz in den ersten acht Monaten eines Geschäftsjahres stattfinden. Wenn seit 2011 keine HV stattgefunden hat, ist diese Vorschrift bereits verletzt.

Wenn Sie noch nicht rechtlich gegen die AG vorgehen wollen, können Sie sich an den Aufsichtsrat wenden. Es ist dessen Aufgabe, den Vorstand zu überwachen.

Eine Strafanzeige ist selbstverständlich auch möglich, zuständig ist die Staatsanwaltschaft Berlin. Das mögliche Delikt wäre Betrug, strafbar gemäß § 263 StGB.

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mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

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Vielen Dank XXXXX XXXXX
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Kann ich Strafanzeige nicht bei jeder Polizeidienststelle stellen oder empfiehlt es sich, sich direkt an die Staatsanwaltschaft in Berlin zu wenden? Sollte die Anzeige vielleicht besser gleich von einem Anwalt formuliert werden?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

die Strafanzeige kann natürlich bei jeder Polizeidienststelle gemacht werden. Bei etwas komplizierteren Sachverhalten wie diesem empfiehlt es sich aber, sich direkt und schriftlich an die zuständige Staatsanwaltschaft zu wenden.

Eine Formulierung durch einen Anwalt ist aber nicht notwendig.

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Ansonsten verbleibe ich
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Robert Weber
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