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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 6896
Erfahrung:  Rechtsanwalt
106185746
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Hallo Zusammen, ich habe das Problem, dass ich eine Website

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Zusammen, ich habe das Problem, dass ich eine Website erstellt und mit 3 Buchungsportalen verknüpft habe. Alles ist live und buchbar. Das 4. vereinbarte Portal wurde noch nicht integriert, da dort der Zertifizierungsprozess im Portal noch nicht abgeschlossen ist. Der Kunde ist nun nicht 100 %ig zufrieden mit meiner Arbeit und hat mir den Zugriff auf alle Plattformen entzogen. Es gibt eine schriftliche Vereinbarung, diese habe ich in meinen Augen zu 90% erfüllt. Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich nun, dass ein Teil meiner Rechnung und die erbrachte Leistung bezahlt wird? Vielen Dank für die Antwort.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne helfe ich Ihnen.
Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihre Anfrage bearbeite.
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Der Vertrag über die Erstellung einer Webseite ist ein Werkvertrag, auf den die Vorschriften der §§ 631 ff. BGB Anwendung finden.

Gemäß § 632a Abs. 1 BGB gilt u.a.:

"Der Unternehmer kann von dem Besteller eine Abschlagszahlung in Höhe des Wertes der von ihm erbrachten und nach dem Vertrag geschuldeten Leistungen verlangen. Sind die erbrachten Leistungen nicht vertragsgemäß, kann der Besteller die Zahlung eines angemessenen Teils des Abschlags verweigern."

Insofern gilt, dass Sie von dem Kunden auch bei nicht vollständigem Abschluss des Projekts einen angemessenen Teil der Vergütung verlangen können. Der Kunde darf nur einen angemessenen Teil der Vergütung einbehalten, wenn das Projekt nicht vollständig fertiggestellt ist.

Insofern sollten Sie den Kunden unter Verweis auf diese Vorschrift schriftlich dazu auffordern, Ihnen Ihr Honorar im Verhältnis zum Fortschritt der Auftragsbearbeitung zu zahlen. Ebenso sollten Sie ihn dazu auffordern, Ihnen den Abschluss des Projekts zu ermöglichen. Für beides setzen Sie ihm eine Frist von zwei Wochen. Falls der Kunde hierauf nicht reagiert, können Sie einen Anwalt mit der Durchsetzung Ihres Honoraranspruchs beauftragen und die erforderlichen Anwaltskosten vom Kunden erstattet verlangen (§§ 280, 286 BGB). Ferner können Sie den Werkvertrag Ihrerseits aufgrund der unterlassenen Mitwirkungshandlung des Kunden fristlos kündigen und Ihren entgangenen Profit für den nicht abgeschlossenen Teil als Schadensersatz verlangen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Auskunft behilflich sein.
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Kianusch Ayazi und weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Oh vielen Dank für die schnelle Antwort. Das hilft mir sehr. Muss dies denn auf dem Postweg erfolgen oder ist dies auch per Email. Möglich?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
Un dich habe dazu noch eine Frage, mein Lebenspartner arbeitet für die gleiche Firma als selbstständiger Handwerker. Nachdem am Telefon gestern meine Vereinbarung aufgelöst wurde, wurde mir auch gesagt, dass er heute ebenso nicht wiederkommen müsse. Welche Möglichkeiten gibt es denn hier? Können Sie mir hierbei auch helfen?

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Die Fristsetzung kann grundsätzlich auch per E-Mail erfolgen. Denken Sie jedoch daran, dass Sie im Falle eines Rechtsstreits für den Zugang der Fristsetzung beweispflichtig sind. Da sich der Zugang einer E-Mail in der Regel nicht nachweisen lässt, rate ich Ihnen insofern dazu, die Fristsetzung per Einschreiben vorzunehmen.

Gern kann ich Ihnen mit Ihrem weitergehenden Fall helfen. Da die diesbezügliche Frage über den Umfang der Ursprungsfrage hinausgeht, darf ich Sie höflich bitten, ggf. eine neue Anfrage zu stellen. Sie dürfen diese gern direkt an mich richten.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Tagen.
ganz herzlichen Dank. Das mache ich gern!