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Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 113
Erfahrung:  Expert
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Guten Abend Ich habe eine kleine Transport Firma und seit

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend
Ich habe eine kleine Transport Firma und seit Mai 2022 haben wir von einem Kunden Umzugsgut, auf seinem Wunsch hin, in unserem Lager eingelagert. Die in Anspruch genommene Lagerfläche beläuft sich auf 100 qm.Bis heute hat der Kunde, auch nach Mahnung keine Lagergebühren bezahlt.Meine Fragen:
- ab wann kann ich die Einlagerung kündigen.
- kann ich nach Ablauf der Frist das Umzugsgut verkaufen?
- welche Paragraphen kommen hier zur Anwendung?Vielen Dank ***** *****
Guten Abend,

hier dürfte ein regelmäßiger Verwahrvertrag vorliegen,§§ 688 ff. BGB. Da im Gesetz (und offenbar auch im Vertrag) kein Recht zur Kündigung geregelt ist, ist eine ordentliche Kündigung wohl nicht möglich. Möglich wäre eine außerordentliche Kündigung nach § 314 BGB. Dies dürfte bei erheblichem Zahlungsrückstand möglich sein. Eine andere Frage ist, ob Sie sich selbst mit dem Gut befriedigen können. Da kein gesetzliches Pfandrecht besteht, wohl nicht. Sie könnten aber die Herausgabe der Gegenstände nach § 323 BGB verweigern. Auch könnten Sie sich ein Pfandrecht auf gerichtlichem Wege verschaffen.

Freundliche Grüße

Des alles gilt natürlich nur, soweit sie nichts vertraglich geregelt haben.

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Vielen Dank
Der Ablauf zu dieser Situation war wie folgt:
Unser Kunde hat ein ungewöhnlich großes Umzugsgut, welches wir mit großem Aufwand in sein neues Haus gebracht hatten. Im Haus waren noch die Handwerker und eine Etage war noch nicht fertig zum Einzug. Daraufhin wurde aus der Notwendigkeit gehandelt und unser Kunde verlangte die Einlagerung zu den ortsüblichen Konditionen. Die Umzugsleistung ist bezahlt aber Er bezahlt keine Lagergebühren und holt diese nicht ab. Seit Mai gibt es auch kein Lebenszeichen mehr, also auch keine Antwort per Email oder Telefon.
Nach unseren Informationen ist unser Kunde vom Alter her Ende 60 und ich weiß nicht was ich tun soll wenn dieser vielleicht verstorben ist.

Es wird Ihnen im Zweifel nur übrig blieben, die restlichen Entgelte einzuklagen. Faktisch dürfte das Risiko ja überschaubar sein, da verwertbares Vermögen vorliegt.

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Wie wertvoll das im Lager ist, ist schwer einschätzbar was in den 300 Kisten alles drin ist.
Aber wenn unser Kunde verstorben sein sollte, muss ich dann gegen ein Toten klagen???

Sie müssen dann gegen die Erben klagen. Es gibt immer Erben. Die Sache ist dann etwas komplizierter, wenn Sie Kenntnis vom Tod haben. Das ist aber ja noch nicht der Fall.

Ganz Recht und weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Vielen Dank für den rechtlichen Überblick.
Ich werde dann ein Rechtsanwalt beauftragen müssen.
Sehr gerne. Einen schönen Abend.