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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 31214
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung vertragsrechtlicher Mandate.
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich arbeite mit einem Unternehmen, welches Immobilien kurz

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich arbeite mit einem Unternehmen, welches Immobilien kurz vor der Versteigerung ankauft und den Eigentümern ein Rückkaufrecht für1 Jahr anbietet. Diese Vermittlung wird gemäß Maklerprovision vergütet. Im Erstgespräch mit dem Geschäftsführer und einem Mitarbeiter wurde zugesichert, dass die Maklerprovision immer sofort gezahlt wird. In der Folge habe ich dann mehrere Kunden an dieses Unternehmen vermittelt. Als dann die Provision nicht wie vereinbart gezahlt wurde, habe ich nachgefragt und erhielt die Antwort, dass die Provision immer erst dann gezahlt wird, wenn auch der Kaufpreis fließt. Durch Verhandlungen mit im Grundbuch eingetragenen Gläubigern hat sich das teilweise über Monate hingezogen.
Dann habe ich wieder einen Vertrag vermittelt.
Die Kundin hatte aber schon wenige Tage nach dem notariellen Verkauf Bedenken und wollte den Vertrag kündigen. Dies ist ja so einfach nicht möglich, denn es handelte sich um einen notariellen und rechtskräftigen Kaufvertrag.Die Kundin und Verkäuferin hat dann das Käufer-Unternehmen schriftlich wüst beschimpft. Der Geschäftsführer des Ankaufunternehmens hat dann - ohne Rücksprache mit mir - einer Rückabwicklung zugestimmt.
Davon habe ich dann erfahren, als ich eine Mahnung zur Maklerprovision versandt habe.
Dann erhielt ich die Antwort, dass ich keinerlei Provision erhalten werde, da der Vertrag ja letztendlich nicht zustande gekommen sei.
Ich habe dann auf § 652 BGB berufen. Ich war der Annahme, das mit Abschluss des notariellen Kaufvertrages die Maklerprovision verdient ist.
Der Geschäftsführer schrieb dann wortwörtlich "Ich würde doch wohl nicht im Traum daran denken, für die erbrachte Arbeit eine Rechnung schreiben zu können. Schließlich hätten sie die Provisionen immer erst gezahlt, wenn auch der Kaufpreis gezahlt worden sei."Leider hatte ich dies in der Vergangenheit immer stillschweigend akzeptiert.Auf der Rechnung zu der o. Vermittlung hatte ich notiert:" Der Rechnungsbetrag ist mit Notartermin erarbeitet und mit Auszahlung des Kaufpreises fällig und zahlbar."Kann das jetzt so ausgelegt werden, dass ich keinerlei Provision erhalte?
Mir sind allein an Reisekosten für diesen von mir vorbereiteten Vertrag ca. 1.500 Euro kosten entstanden.Mit dem Aufkäufer-Unternehmen gab es keine schriftliche Vereinbarung.Vielen Dank für eine Erklärung dazu.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

In der Tat können Sie unter den geschilderten Umständen gemäß § 652 BGB Ihre Provision verlangen, denn wie Sie richtiger Weise feststellen, ist der in Rede stehende Kaufvertrag von Ihnen vermittelt worden.

 

Damit aber ist derjenige Erfolg (=Vermittlung eines Miet- oder Kaufvertrages) eingetreten, an welchen das Gesetz in § 652 BGB den Provisionanspruch knüpft.

 

Sie können daher die Ihnen zustehende Provision beanspruchen.

 

Dem steht rechtlich auch nicht entgegen, dass die Firma auf Drängen der Verkäuferin nunmehr den Vertrag rückabzuwickeln bereit ist, denn dieser Umstand fällt ausschließlich in die rechtliche Verantwortungs- und Risikosphäre der Firma - Sie haben diesen Umstand weder herbeigeführt noch rechtlich zu vetreten.

 

Ihr Provisionsanspruch bleibt folglich von der Rückabwicklung rechtlich auch völlig unberührt, und Sie können diesen erforderlichenfalls auch auf dem Rechtsweg erfolgreich durchsetzen!

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Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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