So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 31103
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung vertragsrechtlicher Mandate.
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Vertragsrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, folgende Sachlage: Ich führe ein Konto bei der

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,folgende Sachlage:Ich führe ein Konto bei der Postbank.Am 16.12.20 stelle ich nicht autorisierte Zahlungen fest, welche an Casinos gingen bzw. an Anbieter für Paysafecardsverkäufe.Ich informierte die Bank noch vor Buchungszeiten darüber, das ich weder Kenntnis noch irgendwelche Buchungen der Art autorisiert hatte.Ein paar Tage später bekam ich Post das die Bank es geprüft hat aber einer Rückerstattung nicht zustimmt.Trotz Vermerk das zunächst mal Casinos wohl verboten sind und ich nichts autorisierte.Ich schrieb nach Eigenrecherche dann nochmals der Bank das ich Anzeige wie geraten erstattete, und verwies auf den § 675 u BGB, der meiner Meinung greifen sollte aber deshalb brauche ich Rechtsrat.Ist die Bank verpflichtet eine Rückerstattung zu Leisten? Oder wie verhält sich die Rechtslage?Vielen Dank.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Völlig zu Recht verweisen Sie auf den hier rechtlich maßgeblichen § 675 u BGB:

https://dejure.org/gesetze/BGB/675u.html

Unter den vorliegenden Sachverhaltsumständen sind dessen Voraussetzungen hier zweifelsfrei erfüllt mit der Folge, dass die Bank Ihnen gemäß § 675 u Satz 2 BGB zur Rückerstattung des Ihrem Konto belasteten Betrages verpflichtet ist.

Unter Zugrundelegung Ihrer Sachverhaltsmiteilungen lag nämlich zu keinem Zeitpunkt eine Autorisierung der Zahlungsvorgänge Ihrerseits vor, und dies haben Sie der Bank sogar noch vor der Buchungszeit umissverständlich so kommuniziert.

Die Bank ist Ihnen folglich zur Rückerstattung verpflichtet.

Fordern Sie die Bank unter ausdrücklicher Berufung auf die vorstehend erläuterte und klare Rechtslage hierzu auf, und stellen Sie in Aussicht, dass Sie widrigenfalls umgehend die Schlichtungsstelle der Banken einschalten werden:

https://bankenombudsmann.de/ombudsmannverfahren/ablauf-des-verfahrens/

Sollte die Bank nicht einlenken, so übermitteln Sie der Schlichtungsstelle der Banken den Sachverhalt hzur Kenntnisnahme und weiteren Veranlassung.

Diese wird Ihre Bank sodann zur Rückerstattung verpflichten.

Gern können Sie nachfragen ("Dem Experten antworten")! Geben Sie bitte andernfalls Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Guten Tag, vielen Dank. Welche Frist kann ich der Bank dazu setzen? Letzten Freitag ging das Schreiben raus. Bisher ist keine Rückerstattung gebucht worden. Die Frist bezieht sich zu einem auf die Dauer der Rückerstattung als auch den Zeitraum bis wann ich der Bank Zeit gebe bevor die Schlichtungsstelle informiert werden kann. Würde eine eidesstattliche Versicherung meinerseits etwas schneller dazu bewegen, dass die Bank die Rückerstattung einleitet? Die Bank behauptete, dass es nicht geht weil ein Sicherheitsverfahren benutzt wurde zur Autorisierung. Nur passierte das nicht in meinen Einverständnis und Wissen sowie meinem Handy was ich normal benutze.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Setzen Sie in Ihrem Anschreiben (=unbedingt als Einschreiben versenden, um den Zugang sicherzustellen) eine Frist von maximal 7-10 Tagen ab Briefdatum.

Eine eidesstattliche Versicherung sollten Sie Ihrem Schreiben beilegen.

Der Einwand der bank, es sei ein Sicherheitsverfahren eingesetzt worden, ist rechtlich völlig unerheblich, wenn Sie hiervon überhaupt keine Kenntnis besaßen.

Gern können Sie nachfragen ("Dem Experten antworten")! Geben Sie bitte andernfalls Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.