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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 44821
Erfahrung:  RA seit 21 Jahren mit den Fachgebieten Verbraucherrecht, Mietrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo und guten Abend. Ich habe den folgenden Fall. Ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo und guten Abend. Ich habe den folgenden Fall. Ich möchte ein Unternehmen gründen was die Reputation von Unternehmern verbessert. Wir sind in der Lage Fachbeiträge in Zeitungen die Süddeutsche Zeitung oder NTV im Fernsehen zu veröffentlichen zum Vorteil unserer Kunden den Unternehmen. In den letzten Jahren hat sich ein sehr großes Geschäftsfeld aufgetan, wo wir unser Dienstleistungsspektrum erweitern können. Allerdings ist dieses Geschäft nicht moralisch einwandfrei. Es geht um Bewertungen. Es gibt zahlreiche Unternehmen die Bewertungen im Internet faken. Böse Zungen munkeln, dass Hotelportale bis zu 99% aller Bewertungen gefakt haben Punkt auch viele Hotels in Deutschland oder Versicherungsunternehmen oder Zahnärzte nutzen die Möglichkeit von gefakten eingekauften Bewertungen. Deswegen ist das Geschäftsfeld nicht neu. Mir ist aber wichtig, dass mein Name nicht damit in Kontakt tritt. Deswegen möchte ich eine neue Firma gründen. In dieser Firma soll meine Holding hundertprozentiger Gesellschafter sein. Aber ich möchte kein offizieller Geschäftsführer sein. Und nun finden Sie mal einen Geschäftsführer den sie hundertprozentig vertrauen können. Das ist sehr schwierig. Und vor allen Dingen mit dem Hintergrund dass der Geschäftsführer natürlich in der theoretischen Gefahr leben müsste, dass er einem gewissen Internet istorm ausgesetzt ist, wo der harte Wettbewerb negative Bewertung gegenüber unserer Firma faket um uns zu belasten. Also der Leser oder Jurist der das bis hierhin gelesen und verstanden hat soll mein anwalt bitte sein. Die Aufgabe ist es nun mir bitte zu sagen, ob aktuell es in Deutschland oder Europa offiziell gesetzlich verboten ist, Bewertung zu faken. Sollte das verneint werden können, könnte ich einen Geschäftsführer einstellen, der bereit wäre, als offizieller Geschäftsführer die Interessen des Unternehmens zu vertreten. Ich freue mich sehr über die Antworten. Ich bin sehr gespannt. Vielen herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die Verwendung/Nutzung gefakter Bewertung verstößt gegen das Wettbewerbsrecht.

Die Veröffentlichung gefakter Bewertungen ist rechtlich als irreführende Werbung zu werten.

Es liegt insoweit eine irreführende geschäftliche Handlung gemäß § 5 Absatz 1 Nr. 1 UWG vor, wenn durch den Unternehmer unwahre und zur Täuschung geeignete Angaben gemacht werden:

https://dejure.org/gesetze/UWG/5.html

In diesem Kontext hat die Rechtsprechung erst jüngsthin entschieden, dass es wettbewerbswidrig ist, wenn gekaufte/manipulierte Bewertungen verwendet werden, ohne diese auch explizit als solche zu kennzeichnen (OLG Frankfurt a. M., Beschl. v. 22.02.2019 - 6 W 9/19).

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Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Super schnelle und hochqualifizierte Antwort.

Haben Sie vielen Dank für Ihr nettes Feedback und den angenehmen Konntakt!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Hallo, da fällt mir gerade aber noch was ein. Und zwar scheint es ja laut dem Gesetz so zu sein, dass die Unternehmen, die gefakte Bewertung für sich nutzen, sich wettbewerbswidrig verhalten, nicht aber die Unternehmen, die die Operation durchführen. Bitte googeln Sie mal nach "Google Bewertung kaufen". Da gibt es hunderte Unternehmen. Diese Firma wirbt zB mit der deutschen Telefonnummer von sitzt aber in Wirklichkeit in https://fivestar-marketing.net/impressum/ Aber verboten scheint es ja nicht zu sein, sonst würde es diese Anbieter ja alle gar nicht geben, oder?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Doch, das kann gemäß § 16 UWG als Beihilfehandlung (§ 27 StGB) zu einer Straftat nach § 16 Absatz 1 UWG:

https://dejure.org/gesetze/UWG/16.html

gegebenenfalls sogar strafbar sein.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.
Okay. Danke!!!

Gern.