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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 25775
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung vertragsrechtlicher Mandate.
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ra-huettemann ist jetzt online.

Am 18.02.2018 habe ich eine" Ferienwohnung" in Deutschland

Diese Antwort wurde bewertet:

Am 18.02.2018 habe ich eine " Ferienwohnung " in Deutschland gebucht, in Bad Salzuflen.
Und zwar für 4 Monate.Vom 01.03.2018 bis 30.06.2018.Die Buchung erfolgte Monat für Monat. Die Buchung erfolgte über Trip Advisor, der Besitzer der Wohnung ist ein Besitzer aus Bad Salzuflen.
Es musste sofort für jeden Monat eine Vorauszahlung geleistet werden, die über PayPal von meiner Kreditkarte im Auftrag von TripAdvisor abgebucht wurde.
Insgesamt 4000 €.
Am 25.02.2018 erkrankte ich bettlägerig. Ich meldete dies über Trip Advisor im Internet,
verlangte meine Vorkasse zurück und wollte eine Rechnung über die Stornogebühr, da ich mit Kreditkarte bezahlt hatte und diese Sachlage versichert ist.
Der Vermittler Trip Advisor teilte mir mit, das ich nichts zurückerhalten würde.
Der Besitzer der Wohnung teilte mir mit, das er 1300 € an Stornogebühr von Trip Advisor erhalten würde und ich 4000 € bezahlt hätte.Wer muss mir mein Geld zurückgeben ?
1. PayPal, bei denen ich die Sachlage schon im März meldete aber nix passiert ist ?
2. TripAdvisor, bei denen ich gebucht hatte, die aber nicht reagieren ?
3. Der Besitzer der Wohnung, der eigentlich die Vermietung vornahm, da Er als Ansprechpartner von TripAdvisor genannt wurde ?Gibt es in Deutschland eine Schiedsstelle für solche Fälle.?Ich bin ja versichert über die Kreditkarte, aber ohne Rechnung über die Stornokosten kann ich ja nix bekommen.Was muss ich weiter tun ?Da ich

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ihr ausschließlicher Vertragspartner ist der Vermieter, denn nur mit diesem haben Sie auch das Mietvertragsverhältnis geschlossen, welches Grundlage für die von Ihnen erbrachten Geldzahlungen war.

Tripadvisor ist hingegen lediglich als Vermittler rechtlich in Erscheinung getreten, der für seine Kunden (=Vermieter) Zahlungsvorgänge technisch abwickelt, aber seinerseits in keinen vertraglichen Beziehungen zu den buchenden Mietern steht.

Gleiches gilt für den Bezahldienst PayPal, der regelmäßig in die Abwicklung finanzieller Transaktionen als Vermittler eingeschaltet wird.

Sie müssen daher Ihre Ansprüche auf Rückzahlung auch ausschließlich gegen den Vermieter richten.

Haben Sie mit diesem im Übrigen unmittelbar keine Stornovereinbarungen getroffen, so kann der Vermieter die von Tripadvisor geltend gemachten Stornogebühren überhaupt nicht rechtlich in Ansatz bringen, denn es würde sich insofern um einen rechtlich unzulässigen Vertrag zu Lasten Dritter handeln!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Mit dem eigentlichen Vermieter habe ich keine Stornovereinbarung getroffen.
Entfällt damit die Stornogebühr ?
Danke für die schnelle Rückantwort und GrußJosef Kalkes

Richtig - damit entfällt die Stornogebühr!

Gehen Sie daher nun wie folgt vor: Fordern Sie den Vermieter schriftlich (Einschreiben) zur Rückzahlung auf. Setzen Sie hierzu eine Frist von maximal 14 Tagen ab Briefdatum.

Kündigen Sie in dem Schreiben an, dass Sie nach Fristablauf ohne weitere Ankündigung einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer Ansprüche beauftragen werden und verbinden Sie dieses mit dem Hinweis, dass die hierdurch bedingten Kosten der Vermieter als Verzugsschaden zu tragen haben wird.

Gerät dieser mit dem Ablauf der gesetzten Frist in Verzug, sind die Rechtsverfolgungskosten (Anwaltskosten) als Verzugsschaden ersatzfähig. Sie können dann auf Kosten des Vermieters einen Rechtsanwalt einschalten, der Ihre Ansprüche sodann geltend machen und durchsetzen wird.

Der Anwalt wird ihn dann zunächst außergerichtlich und schriftsätzlich auf Rückzahlung in Anspruch nehmen.

Zahlt dieser dann noch immer nicht, wird der Anwalt Klage erheben - auch die hiermit verbundenen weiteren Kosten hätte der Vermieter zu tragen!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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