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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 7597
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Guten Tag! Wir sind eine dreiköpfige Erbengemeinschaft und

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag!
Wir sind eine dreiköpfige Erbengemeinschaft und haben im Oktober letzten Jahres einen Vertrag mit aufschiebender Bedingung zugunsten des Käufers unseres Grundstückes geschlossen. Da der Sohn meiner Schwester minderjährig (16) ist, hat diese in Vertretung für ihn unterzeichnet, dies alles jedoch ohne die Genehmigung des Familiengerichtes, also auch ohne Vormund.
Menem Neffen, also dem minderjährigen Mitbesitzer, kommen mittlerweile Zweifel an der Integrität des Käufers, derer wir uns aufgrund der aktuellen Situation anschließen, denn unter anderem soll der Vertrag auf Wunsch des Käufers nun nachträglich geändert werden. Im Kaufvertrag ist ausdrücklich erwähnt, dass auf dem Grundstück verschiedene Grunddienstbarkeiten lasten, dennoch möchte er nun deswegen den Kaufpreis mindern. Darüberhinaus beeinträchtigt das Wegerecht zu einem Hinterliegergrundstück , um dies geht es hier, keinesfalls den Bau des vorne geplanten Mehrfamilienhauses. Ich gehe davon aus, dass wir auf keine neuen Bedingungen eingehen müssen, da wir ja nichts verschwiegen haben?
Dennoch stellt sich für uns die Frage, ob wir an den Vertrag gebunden sind, falls mein Neffe trotz eventueller Zusage des Familiengerichts nun doch nicht verkaufen möchte. Unterschrieben hat er ja nicht. Übrigens haben wir selber, da wir nicht unter Zeitdruck stehen, keinen Antrag gestellt. Der Käufer hat uns angeboten, sich darum zu kümmern, offenbar hat er es eiliger. Kann er das überhaupt oder geht das nur über die Eltern meines Neffen?
Ich würde mich freuen, auf diese Fragen eine Antwort zu erhalten und danke ***** ***** Voraus, ***

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Bitte erlauben Sie mir zum mitgeteilten Sachverhalt folgende Nachfrage:

Wurde der Vertrag notariell beurkundet? Hat der Notar nicht bzgl. der Minderjährigkeit nachgefragt und Ihre Schwester zur Vorlage einer Vollmacht aufgefordert?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Hallo, ja, der Vertrag wurde notariell beurkundet. Wir wurden lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass ein Vormund eingeschaltet werden müsse, dies möchten wir aber nicht.
Beste Grüße

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Mangels wirksamer Vertretungsmach wurde der Vertrag nicht durch alle Erben unterzeichnet. Eine Verfügung bzw. Übertragung an den Käufer kann daher verweigert werden.

Allerdings kann dies erhblichen nachteilige Konsequenzen für Ihre Schwester haben.

Denn nach § 177 BGB handelte diese als Vertreter ohne wirksame Vertretungsmacht und kann hierüber seitens des Käufers auf Schadensersatz in Haftung genommen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortetzu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits(anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich michsehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Oh, das sind ja keine so guten Nachrichten. Danke für Ihre Antwort auf jeden Fall. Kann man den Notar nicht in die Pflicht nehmen, weil wir darauf nicht vorher hingewiesen wurden? Das mit dem Vormund haben wir erst nach der Unterzeichnung erfahren. Aus meiner Sicht hätte man uns den Vertrag dann so gar nicht abschließen lassen dürfen.
Kann der Käufer denn von sich aus einen Antrag beim Familiengericht stellen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne beantworte ich Ihre Nachfragen.

Nein, der Käufer kann nicht von sich aus einen Antrag beim Familiengericht stellen. Dies kann nur Ihre Schwester.

Die Frage der Haftung des Notares stellt sich durchaus. Allein das Erfordernis bzgl. der Aufklärung eines Vormunds genügt meines Erachtens nicht.

Er hätte auch klarstellen müssen, welche Rechtswirkungen ein solcher Vertrag hat und welche Haftungen bestehen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
Dankeschön für Ihre rasche und sahcliche Antwort. Das widerum sind dann ja eher gute Nachrichten :)
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht!