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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 4367
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Frage zu §41 Urhebergesetz Ich bin Reisebuchautor (20

Diese Antwort wurde bewertet:

Frage zu §41 Urhebergesetz
Ich bin Reisebuchautor (20 Bücher, siehe z.B. bei Amazon).
2009 habe ich einen Roman geschrieben über die Zustände in den Internierungslagern der Russen (ehemalige Nazi-KZ´s) in der ehemaligen DDR.
Dieser Roman wurde 2013 veröffentlich unter dem Namen „Warten ohne Wiedersehen“ vom OEZ Berlin-Verlag, dem ich ein „ausschließliches Nutzungsrecht“ eingeräumt hatte.
Ich wollte den Raman gern veröffentlichen und akzeptierte bewusst einen für mich eigentlich ungünstigen Verlagsvertrag, bei dem ich für die ersten 500 verkauften Exemplaren auf mein Honorar verzichtete, erst ab dem 501. verkauften Exemplar würde ich 10% vom Verkaufspreis erhalten. Außerdem zahlte ich einen Druckkostenzuschlag von 750,00 Euro. Der Verlag ist kein Druckkostenverlag, es waren rein freundschaftliche Abmachungen, die aber in einem Verlagsvertrag – mit den o.g. Bedingungen – festgehalten wurden. Gedruckt wurden lt. Vertrag 500 Exemplare.Verkauft wurden bis 9.März 2018 51 Exemplare, davon*****#252;ck und*****#252;ck, im Schnitt also 5 Bücher pro Jahr. (Zum Vergleich: Von meinen Reisebüchern verkaufen wir etwa 1700 bis 2000 Exemplare pro Jahr)Entsteht daraus für mich nach §41 UrhG ein Rückrufsrecht und wenn ja, muss ich dem Verlag dafür eine Gebühr zahlen?In dem konkreten Fall würde der Verlag mir die Rechte zurückgeben, aber nur gegen eine noch zu verhandelnde Gebühr. Wie hoch könnte diese angesetzt werden? (mit dem Druckkostenzuschuss und dem Honorarverzicht habe ich die Auflage ja schon fast allein bezahlt).
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage ohne zusätzliche Kosten unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
Sollten Sie weiterhin keine Antwort erhalten, bitten wir Sie, sich mit uns über
***@******.*** oder telefonisch von Montags-Freitags von 10:00-18:00 unter
Deutschland: 0800(###) ###-####
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in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Grundsätzlich könnte § 41 Abs. 1 UrhbG schon passen, Ihre Nutzungsrechte wieder zurückzubekommen. Sie müssen aber nachweisen können, dass die Voraussetzungen vorliegen. In Abs. 1 heißt es:

Übt der Inhaber eines ausschließlichen Nutzungsrechts das Recht nicht oder nur unzureichend aus und werden dadurch berechtigte Interessen des Urhebers erheblich verletzt, so kann dieser das Nutzungsrecht zurückrufen. Dies gilt nicht, wenn die Nichtausübung oder die unzureichende Ausübung des Nutzungsrechts überwiegend auf Umständen beruht, deren Behebung dem Urheber zuzumuten ist.

Sie müssen also nachweisen, dass der Verlag das Nutzungsrecht unzureichend ausübt.

Zu beachten ist auch noch Abs. 6. Dort heißt es:

Der Urheber hat den Betroffenen zu entschädigen, wenn und soweit es der Billigkeit entspricht.

Der Verlag kann also möglicherweise einen Entschädigungsanspruch gegen Sie haben. Vielleicht könnte der an dem bisherigen Umsatz festgemacht werden, vielleicht die Verkäufe der letzten drei Jahre.

Sie sollten den Verlag dazu auffordern, Ihnen ein Angebot für die angemessene Entschädigung zu unterbreiten.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Vielen Dank, ***** ***** dass ich die Rechte "zurückkaufen" müsste. Der Verleger ist dazu ja bereit, denkt aber an 500 bis 1000 Euro., das ist aber irre. Wie kann ich Ihren Rat "Vielleicht könnte der an dem bisherigen Umsatz festgemacht werden, vielleicht die Verkäufe der letzten drei Jahre." deuten? Im Schnitt wurden 5 Bücher pro Jahr verkauft, total 51 Stück zum Ladenpreis von 19,90 €/Stück.. 3 Jahre = 15 Bücher, 15 x 19,90 = rund 300 €.
Würde sich die Abfindung in dieser Größenordnung befinden? (scheint mir viel gegenüber meinen Vorleistungen, bin aber natürlich selber Schuld!)
Vielen Dank ***** ***** Grüße
Werner Lahmann

Danke für Ihre Rückmeldung.

1.000 EUR scheinen mir auch zuviel, wenn nur 15 Bücher in drei Jahren verkauft worden sind. Meiner Ansicht nach kann eine Entschädigungsleistung nur am Umsatz festzgemacht werden. Und 300 EUR scheinen mir hier eine Größenordnung, die sich noch im Rahmen dessen befindet, was sich für Sie als Investition lohnt.

Aber ich kann Ihnen leder nur meine Einschätzung dazu abgeben. Was ein etwaiger Richter als angemessen sehen würde, kann ich Ihnen nicht sagen. Allerdings kann die Gegenseite das auch nicht.

Schlagen Sie die 300 EUR vor. Und erläutern Sie, wie Sie auf diesen Betrag kommen, hier also aufgrund der Umsatzzahlen der letzten drei Jahre.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
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