So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 28810
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Vertragsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Fall 3 Hallo, wir haben einen gewerblichen Kunden in DE

Diese Antwort wurde bewertet:

Fall 3Hallo,
wir haben einen gewerblichen Kunden in DE (Gbr), der uns im Sommer 2017 2 Geräte zur Reparatur eingesendet hat. Diese Geräte waren bereits außerhalb der Gewährleistung/Garantiezeit und sollten nur gegen Bezahlung repariert werden. Dies wurde auch so vereinbart. Allderdings konnte das Service Center vor Ort die Geräte nicht reparieren, weshalb sie zum Porduktionsstandort nach China gesendet wurden. Ohne den Kunden darüber zu informieren.Die chinesischen Kollegen haben nun fälschlicherweise nach der Reparatur die Geräte direkt an den Endkunden in Deutschland gesendet, welcher darauf hin Zollgebühren für die Einfur bezahlen musste.
Seitdem weigert sich der Kunde die offene Rechnung für die Reparatur zu begleichen mit dem Standpunkt das er nichts davon wusste, dass die Geräte in China repariert würden.Diese Kosten hätte er durch Vorlage der Rechnung, dass er diese Geräte zuvor bereits in Deutschland erworben hat zurückfordern können.
Auch boten wir ihm an dabei zu helfen bzw. die hälfte der Kosten zu übernehmen.
Die zu entrichtende Summe für die Reparatur liegt bei 378€.Wie sieht die Rechtslage in diesem Fall aus?
Wie sollen wir weiterverfahren?Ich bedanke ***** ***** vorhaus für ihren Rat.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Rechtlich gesehen haben Sie einen Anspruch auf Zahlung der Reparaturrechnung. Wenn allerdings der Kunde Zoll zahlen muss dann können die Aufwendungen die der Kunde mit der Rückforderung hat (Porto, Zeit, Fahrtkosten) als Schaden geltend gemacht werden (§ 280 BGB). Ansonsten trifft den Kunden eine Schadensminderungspflicht, das bedeutet er muss sich darum bemühen den Zoll wieder zurückzu erhalten.

Sie sollten also die Rechnung weiter vom Kunden fordern, ihm aber zugleich zusichern, dass Sie ihm die erforderlichen Aufwendungen die er mit dem Rückerhalt der Entrichteten Zollgebühren hat, ersetzen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Halten sie es für ratsam den Fall an das Zentrale Mahngericht in Berlin zu übergeben?

Sehr geehrter Ratsuchender,

im Ergebnis ja. Sie sollten vielleicht den Kunden nochmals anschreiben, auf seine Zahlungspflicht hinweisen (ich meine die Geräte funktionieren jetzt ja) und ebenso auf die Möglichkeit der Rückerstattung er Zollgebühren. Stellen Sie klarm dass Sie im gerne behilflich sind und auch die Kosten (Porto und so weiter) ersetzten werden. Setzen Sie im nochmals eine Frist von 14 Tagen und weisen Sie darauf hin, dass Sie nach Ablauf der Frist gerichtliche Schritte einleiten werden.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Werden wir,
vielen Dank für die Rückmeldung!

Gerne!!