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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 4540
Erfahrung:  Zugelassen als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

meine Frage betrifft den Aufbau eines Gartenhauses

Diese Antwort wurde bewertet:

meine Frage betrifft den Aufbau eines Gartenhauses für einen Kunden, der den dafür notwendigen Bausatz selbst bestellt und bezahlt hat. Der Aufbau erfolgte nach Plan und alle gelieferten Teile einschließlich Dach sind nach Herstellervorgabe verbaut worden. Auf Nachfrage wurde dem Kunden von einem Konkurrenzunternehmen das Fehlen diverser Materialien angezeigt, die angeblich notwendig sind um das Haus fachgerecht zu erstellen. Auf Nachfrage beim Hersteller und einem von ihm empfohlenen Aufbauservice wurde mir allerdings bestätigt, dass der Aufbau für diesen Bausatz von ihnen ganz genau so ausgeführt wird und dass keine weiteren Materialien benötigt werden. Meine Frage ist: Wenn der Kunde selbst einen Komplettbausatz für ein Gartenhaus erwirbt, bin ich dann als Dienstleister verpflichtet Verbesserungsvorschläge zu machen, oder muss der Kunde einen höher wertigen Bausatz bestellen um ein höher wertiges Gartenhaus zu bekommen ? Vielen Dank ***** ***** M.L

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Wenn Sie einen Bausatz verkaufen, dann schulden Sie das Material und die Bauanleitung zum Zusammensetzen. Sie schulden aber keine Verbesserungsvorschläge. Sie verkaufen nur den Bausatz und nicht den Aufbau oder die Tipps dazu.

Wenn also der Bausatz anhand der mitgelieferten Bauanleitung aufgebaut werden kann, haben Sie meiner Einschätzung nach Ihre Pflicht erfüllt.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Hallo..
Danke für die schnelle Antwort....
Wir sind nicht der Verkäufer des Bausatzes, sondern der Dienstleister der den Bausatz aufgebaut hat. ( Nach Anleitung)
Den Bausatz ausgesucht und gekauft hat der Kunde und auf Nachfrage beim Hersteller ist alles was benötigt wird dabei.
Natürlich wäre ein doppelt so teurer Bausatz umfangreicher aber auch teurer gewesen.
Aber ich kann nur aufbauen was vom Kunden bestellt wurde.... oder ?

Sie sind nur dafür da, den Auftrag des Kunden auszuführen. Wenn der Ihnen diesen Bausatz zum Aufbauen gibt, dann schulden Sie auch nur, diesen Bausatz zusammenzusetzen.

Mir ist dabei das Problem nicht ganz klar. Erwartet der Kunde mehr, als dass Sie den Bausatz zusammensetzen?

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Der Bausatz ist offensichtlich in Teilen minderwertig.
Man kann da vieles besser machen, aber eben nicht aus diesen Materialien.
Es müsste einiges zugekauft und geändert werden.
Beratung und Lieferung wurde wie gesagt vom Kunden direkt mit dem Lieferanten vereinbart.
Muss ich als reiner Aufbauer hier eine DIN zugrunde legen und Bedenken anmelden?
Oder muss ich mich nur um den Aufbau nach Anleitung kümmern ?

Sie schulden nur, die Ihnen gelieferten Materialien aufzubauen. Wenn das Material minderwertig ist, ist das nicht Ihr Problem.

Denkbar wäre vielleicht als Nebenpflicht, auf etwaige Bedenken hinzuweisen. Aber grundsätzlich ist es nicht Ihre Aufgabe, den Bausatz zu verbessern oder ähnliches, sondern nur diesen mit den vorhandenen Mitteln aufzubauen. Und wenn der Kunde etwas qualitativ höherwertiges wünscht, dann muss er das kaufen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Vielen Dank für die Mühe,
kann ich mich auch später noch mal melden ?

Ja. Sie können jederzeit auf die Frage zurückkommen.

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Hallo...
Ich bins schon wieder..:-)
Ich habe einen Auszug aus eine Mail meines Kunden angehängt um zu verdeutlichen was der Kunde von mir erwartet.
(Zitat)
"Am 01. und am 04.Dezember haben Sie das Schindeldach und am 12.12.2017 die Regenrinne montiert. Dass es in dieser kurzen Zeit zu Blauschimmelbefall innen und außen im neuen Gerätehaus kommen konnte, hat mich stutzig gemacht, zumal Sie mir ja versichert hatten, dass das Holz des Gerätehauses 2 mal von Ihrer Firma vorgestrichen wurde, einmal mit Bläueschutz und einmal mit Grundierung (diese Anstriche wurden auch schon abgerechnet). Deshalb habe ich mir inzwischen eine 2. Meinung bei einer Dachbau Firma eingeholt.
Der Mitarbeiter der Firma hat in Frage gestellt, dass die beiden Anstriche ausgeführt wurden. Ebenfalls sagte er, dass das Haus nicht korrekt montiert wurde, es fehle ein durchgehender Hartholzrahmen am Boden. Der Rahmen des Unterbaus wurde von Ihnen an der Tür durchtrennt, wodurch es zu einer Verschiebung der Eingangstür kam, welche sich deshalb nicht mehr schließen läßt?
Ebenfalls wären das Schindeldach unfachgerecht montiert und undicht, daher käme der Schimmel im Haus, die Regenrinne sei ebenfalls total unsachgemäß montiert. Würde man das so belassen, verfaule das neue Haus binnen kürzester Zeit, eigentlich sollte man das Dach komplett abreißen."
(Zitat ende)Ein durchgehender Holzrahmen war nicht im Lieferumfang und ist laut Lieferant auch nicht zwingend notwendig.
Auch wurde nichts von uns durchtrennt.
Das Gleiche gilt eben für das Dach. Es regnet bei Sturm unter den Schindeln rein, weil diese sich erst nach starker Sonneneinstrahlung miteinander verkleben. Die Kundin wusste das.
Trotzdem erwartet sie eine Mängelbeseitigung von uns die weit über das hinausgeht was der Bausatz hergeben kann.
Kann das sein ?
Viele Grüße
M.L

Die Mängelbeseitigung könnte von Ihnen gefordert werden, wenn Sie verantwortlich für die Mängel wären. Für das Ihnen von der Kundin gelieferte Material aber sind Sie nicht verantwortlich. Sie haben es nur auftragsgemäß verbaut.

Wenn Sie beim Verbauen ein Fehler gemacht hätten, müssten Sie diesen beheben. Aber Sie müssen nicht für die Mangelhaftigkeit des Materials aufkommen. Dafür hat der Verkäufer des Bausatzes der Kundin zu haften.

So ist meine Einschätzung der Rechtlsage. Es besteht - wie immer bei einem Rechtsstreit - das Risiko, dass ein etwaiger Richter das anders sieht. Aber dieses Risiko ist leider schwer abzuschätzen. Meine Erwägungen haben ich Ihnen dargelegt.