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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 25215
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung vertragsrechtlicher Mandate.
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich habe kürzlich einen Internetvertrag (!) vorort

Diese Antwort wurde bewertet:

ich habe kürzlich einen Internetvertrag im Shop(!) vorort abgeschlossen und mir wurde nach mehrmaligem Nachfragen vom Verkäufer versichert, dass ein Widerruf innerhalb von 14 Tagen problemlos möglich ist. Ich habe innerhalb der Frist schriftlich per Einschreiben den Vertrag widerrufen, so wie es mir erklärt wurde jedoch habe ich nun überrascht erfahren, dass es bei vor-ort Käufen kein Widerrufsrecht gibt. Der Witz an der Sache ist dass das Gerät technisch bei mir nicht funktioniert (obwohl dies im Shop behauptet und geprüft wurde). Ich wollte das Gerät nur zum Testen ausprobieren (was ich auch klar so kommuniziert habe und vom Verkäufer als "kein Problem" abgetan wurde). Habe ich rechtlich irgendeine Möglichkeit hier vorzugehen oder muss ich auf die Kulanz des Anbieters hoffen? Vielen Dank ***** ***** Auskunft!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zwar steht Ihnen als Verbraucher in der Tat kein gesetzliches Widerrufsrecht zu, da dieses nur bei Fernabsatzverträgen besteht (Vertragsschluss erfolgt online, telefonisch oder per Fax).

Darauf kommt es aber im rechtlichen Ergebnis überhaupt nicht an, denn unter den hier gegebenen Umständen sind Sie berechtigt, den Vertrag wegen arglistiger Täuschung erfolgreich anzufechten.

Der Mitarbeiter hat Sie nämlich bewusst und gezielt darüber getäuscht, dass ein Widerrufsrecht besteht und dass er Ihnen das Gerät zu Erprobungszwecken überlässt.

Hierbei handelt es sich um vertragswesentliche Umstände: Wären Sie über diese beiden Punkte nicht arglistig getäuscht worden, so hätten Sie von dem Vertragsschluss Abstand genommen - die Täuschung war folglich auch ursächlich für den Vertragsschluss.

Fechten Sie daher Ihre Vertragserklärung schriftlich (Einschreiben) unter ausdrücklicher Berufung auf die hier dargestellte Rechtslage an.

Die Folge Ihrer Anfechtung ist, dass der Vertrag als von Anfang nichtig gilt!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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