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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 26092
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung vertragsrechtlicher Mandate.
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ra-huettemann ist jetzt online.

ich werde von einem Anwalt seit einem halben Jahr mit einer

Diese Antwort wurde bewertet:

ich werde von einem Anwalt seit einem halben Jahr mit einer angeblichen Forderung aus dem Jahr 2004 von der Postbank angeschrieben. Meine Antwort war Verjährung. Darauf hin habe ich ein Schreiben bekommen, wäre aufgehoben wegen Hemmung. Habe geantwortet dass es das nicht gibt, der Bescheid müsste vom Gericht kommen (ist nicht). Und jetzt kommt der Anwalt mit der Tour: AGB's der Postbank, ich sei umgezogen und hätte keine zustellbare Adresse hinterlassen (Was nicht der Fall ist). Schlägt natürlich vor ich soll zumindest einen teil bezahlen, was ich nicht mache. Sollte dies nicht geschehen, würde er ein Mahnverfahren einleiten.
Was mache ich jetzt.

Mit freundlichen Grüßen
R. Pertl
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Ihnen ist also seither weder ein gerichtlicher Mahnbescheid noch eine Klageschrift über die Forderung zugegangen?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

weder noch, ich bekomme immer nur Schreiben vom Anwalt, auch nicht eingeschrieben. Nur in normaler Briefform


 

Vielen Dank für die Klarstellung.

Unter diesen Umständen ist die gegen Sie geltend gemachte Forderung in der Tat bereits verjährt mit der Folge, dass Sie keine Zahlung leisten müssen.

Die Forderung unterlag der dreijährigen Regelverjährung aus § 195 BGB.

Dabei begann der Lauf der Verjährung am Ende desjenigen Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist (§ 199 BGB).

Dies bedeutet, dass die Verjährung für die aus 2004 herrührende Forderung am 31.12.2004 begann. Sie endete am 31.12.2007 (= drei Jahre Verjährungsfrist aus § 195 BGB).

An der Verjährung ändern auch die AGB der Postbank nicht das Geringste, denn diese ABG vermögen die gesetzlichen Verjährungsvorschriften nicht auszuhebeln. Auch die Tatsache, dass Sie umgezogen sind, ist rechtlich völlig unerheblich und hatte auf den Lauf der Verjährungsfrist keinen Einfluss.

Die Forderung ist demgemäß verjährt mit der Folge, dass Sie keine Zahlung mehr leisten müssen. Teilen Sie daher schriftlich mit, dass Sie nicht zahlen werden und berufen Sie sich hierbei ausdrücklich auf die Einrede der Verjährung.

Die Einleitung eines Mahnverfahrens müssen Sie nicht fürchten, denn der Anwalt versucht Sie hier natürlich unter Druck zu setzen, um Sie doch noch zur (teilweisen) Zahlung zu drängen.


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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
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