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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 7724
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
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RASchroeter ist jetzt online.

Hallo, ich haette drei Fragen zum Kaufrecht. Es geht um

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,

ich haette drei Fragen zum Kaufrecht. Es geht um Flexstrom.

Meine Mutter hat Flexstrom bei Vertragsbeginn die Erlaubnis zum autom. Abbuchen unterschrieben. Nun ist sie schon bei einem anderen Anbieter. Ein halbes Jahr nach Vertragsende kam eine Schlussrechnung fuer 2011/12. Das besondere war, dass die Ermittlung der KWh mathematisch nicht nachvollziehbar war. Fuer einen nicht einmal zwei monatigen Zeitabschnitt wurden ueber 9000 kwh angegeben. Am Endpunkt wurde ein neuer Zaehler installiert, wobei der Endzaehlerstand des ersten Zaehlers nicht angegeben wurde. Nur der Zaehlerstand des neu installierten Zaehlers. So kommt man fuer diesen Abschnitt und normaler Rechnung auf einen negativen Verbrauch. Wie diese 9000 kwh ermittelt wurden wurde nicht ausgefuehrt. Der ermittelte Endbetrag von 3600 € wurde autom. abgebucht obwohl das Vertragsende schon ueber ein halbes Jahr zuruecklag. Die Bank meiner Mutter hat diesen ausserordentlich hohe Abbuchung bemerkt und die Transaktion nach Ruecksprache rueckgaengig gemacht.
Die Fragen:
1. Kann ich die Erlaubnis zur autom. Abbuchung per Willenserklaerung rueckgaengig machen ?
2. Muss ich das ueberhaupt noch nach Vertragsende ?
3. Wie sollte man auf die Rechnung und die Mahnungen reagieren ? Wir haben uns schon mehrmals telefonisch gemeldet. Man hat versprochen , die Mahnungen auszusetzen ( Mahnstopp). Trotzdem kamen danach noch autom erstellte Mahnungen.
Seit mehreren Wochen kam nun keine Mahnung mehr.
Söllte man trotz des Telefonkontakts beim Servicecenter noch ein Schreiben verfassen um den Fall zu schildern ? Eine Schaetzung des Verbrauchs waere akzeptabel, wenn man einen regulaeren Jahresverbrauch meiner Mutter zugrunde legt.
Oder sollte man nach der Devise "Tote weckt man nicht" handeln ?

MFG
Andreas Marzinski

RASchroeter :

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,


 


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

RASchroeter :

1. Den Widerruf der Abbuchungserlaubnis oder Einzugsermächtigung können Sie unter Vorlage einer Vollmacht Ihrer Mutter vornehmen.

2. Rein vorsorglich sollten Sie einen Wideruf erklären. Zwar endet eine solche Erlaubnis mit Vertragsende. Es kann aber passieren, dass dies systemseitig nicht erfasst wird.

3. Die Rechnung bestreiten und eine Nachprüfung anfordern unter Einsichtnahme des alten Zählers.
Jedenfalls sollten Sie den Vorfall noch mal schriftlich mitteilen und um Nachweis des alten Zählerstandes einfordern.
Auch ist der Hinweis auf eine Schätzung richtig, da eine derartige Abweichung nicht erklärlich ist.

Die Sache auf sich beruhen lassen kann ich nicht empfehlen, da sicherlich nach einer gewissen Zeit ein Inkassounternehmen beauftragt wird, was die Verhandlungen wesentlich erschweren wird.

RASchroeter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und wäre für eine positive Bewertung dankbar.

Viele Grüße

Customer:

Was kann denn ein Inkassounternehmen machen ? Wuerde quasi dieses Unternehmen im Auftrag von Flexstrom versuchen das Geld einzutreiben. Mit wem muesste man sich dann auseinandersetzen ?

RASchroeter :

Das Inkassounternehmen wird die Forderung von Flexstrom abkaufen und dann im eigenen Namen geltend machen. Dann wird es schwer mit Ihren Einwendungen zu dem Zählertausch vorzudringen. Diese werden ganz formal auf die Zählerstände abstellen und andere Argumente nicht geltend machen. Daher ist eine Auseinandersetzung mit Flexstrom aus meiner Sicht vorzugswürdig.

RASchroeter :

Viele Grüße

Customer:

Was meinen Sie mit "die Rechnung bestreiten" ? Ich wuerde so formulieren: ... Meine Mutter hat bislang die Rechnung nicht bezahlt, weil die Rechnung mathematisch nicht nachvollziehbar und zweitens nicht belegt ist. ..... Draengen auf Schaetzung ... und so weiter

Customer:

Gerade auf die Zaehlerstaende kann sich ja weder Flexstrom noch das Inkassounternehmen stuetzen. Der Zaehlerstand des alten Zaehlers fehlt ja. Der war kaputt und ist ueberhaupt nicht weitergelaufen. Deswegen der Hinweis auf die negativen Werte (wenn man normal rechnet.

Customer:

Letzte Frage ! Kann das Inkassounternehmen einfach abbuchen ?

RASchroeter :

Die Rechnung ist offenbar nicht korrekt. Durch das Bestreiten der Rechnung zwingen Sie den Versorger die Zählerdaten noch mal zu pürfen, was schwierig wird, wenn der alte Zähler nicht mehr da ist. Wie gesagt das Inkassounternehmen interessiert der Zählerstand nicht, Die arbeiten in der Regel mit Standardbrifen. Das Inkassounternehmen kann ohne Genehmigung nicht abbuchen.

Customer:

Sorry, doch noch eine Frage: Zaelt denn der Kontakt mit dem Servicecenter nicht ? Die haben ja versprochen zu pruefen.

Customer:

Man kann ja nicht sagen, dass wir die Sache ignoriert haben.

Customer:

Gibt es einen Paragraphen xy, der eine korrekte Rechnung fordert ? Also auch mathematisch richtig.

RASchroeter :

Der Kontakt mit dem Servicecenter zählt natürlich. Sie können dies aber nicht beweisen, sollte es zum Streit kommen. Daher schicken Sie die vorbergachten Argumente mit eingeschriebene Brief oder Fax hinterher.

RASchroeter :

Der Anspruch auf eine nachprüfbare und rechnerisch richtige Rechnung folgt aus § 286 BGB.

Customer:

Ok, vielen Dank ! Ich werde mich auf jeden Fall schnellstmoeglich an Flextrom wenden.

RASchroeter :

Bitte schriftlich, im eigenen Interesse :-)

Customer:

Natuerlich, wie denn sonst !

RASchroeter :

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und wäre für eine positive Bewertung dankbar.

Viele Grüße

RASchroeter und weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.