So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Vertragsrecht
Zufriedene Kunden: 26492
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung vertragsrechtlicher Mandate.
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Vertragsrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Neulich habe ich einen Anwalt aufgesucht. Beim 1. Beratungsgesprächt

Diese Antwort wurde bewertet:

Neulich habe ich einen Anwalt aufgesucht.
Beim 1. Beratungsgesprächt wurde eine Gebühr i.H.v. 250 EUR erhoben.
Der Anwalt hat dann eine Vollmacht von mir erhalten, um u.U zu einem späteren Zeitpunkt beauftragt zu werden. Es ist zu keinem Auftrag gekommen, daraufhin ich habe die Vollmacht widerrufen habe aber trotzdem eine wiederholte Geschäftsgebühr i.H.v. 250 EUR erhalten. Darf er das, ohne das eine Leistung erbracht wurde ?

Danke XXXXX XXXXX Unterstützung !
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, dies ist nicht rechtens: Für eine Erstberatung beträgt die Gebühr, die der Anwalt hierfür beanspruchen kann, maximal 190 Euro.

Rechtsgrundlage ist § 34 RVG:

http://www.gesetze-im-internet.de/rvg/__34.html

Sie sollten den Anwalt auf § 34 RVG verweisen.

Sollte derAnwalt gleichwohl an seiner überhöhten Forderung festhalten, so sollten Sie die Gebührenrechnung der örtlichen Rechtsanwaltskammer zur Überprüfung vorlgen.



Fragen Sie bei Unklarheiten bitte nach: Um mir zu antworten, nutzen Sie bitte ausschließlich die Nachfragefunktion "Antworten Sie dem Experten".

Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Kosten für 1. Beratung max. 190 Euro i.O.


 


 


Was ist mit den weiteren Gebühren i.H.v. ca. 250 Euro ?


 


Der Anwalt hat ein Auftrag erhalten und wird gleichzeitig (am gleichen Tag) nochmal schriftlich aufgefordert mit dem Auftrag bis zu einem Zeitpunkt zu warten. Bevor dieser Zeitpunkt erreicht wird, wird aber die Zusammenarbeit beendet.


 


Darf der Anwalt trotzdem eine sogenante Geschäftsgebühr nach §§13, 14 RVG, Nr. 2300 VV RVG verlangen ?


 


Obwohl der Auftrag nicht zur Ausfürung kam und keine Leistung erbracht wurde ?


 


Danke

Selbstverständlich steht dem Anwalt ein weiterer Anspruch ebenfalls nicht zu - er ist ja in keiner Weise tätig geworden für Sie. Nur dann könnte er Ihnen gegenüber auf der Grundlage des RVG abrechnen und von Ihnen eine Geschäftsgebühr über 250 Euro einfordern.

Eine Rechtsanwalt erhält nach 2300 VV RVG für die außergerichtliche Tätigkeit in Angelegenheiten, die nach dem Gegenstandswert berechnet werden, eine Gebühr zwischen 0,5 und 2,5 (Geschäftsgebühr). Hier ist aber doch Ihr Anwalt gar nicht tätig geworden, und nach den klaren Absprachen sollte er auch noch nicht tätig werden.

Daher hat der Anwalt nichts von Ihnen zu beanspruchen.

Gehen Sie vor wie empfohlen: Weisen Sie die Forderung unter Berufung auf die klare Rechtslage zurück. Kündigen Sie an, dass Sie sich an die Anwaltskammer als der Aufsichtsbehörde des Anwalts wenden und dieser die Rechnung vorlegen. Die Kammer würde sodann den Anwalt anhalten, die Rechnung nicht weiter zu verfolgen.



Geben Sie bitte eine positive Bewertung ab, wenn Sie keine Nachfragen haben, denn nur so erhalte ich die für die Rechtsberatung vorgesehene Vergütung.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
ra-huettemann und weitere Experten für Vertragsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.