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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Verkehrsrecht
Zufriedene Kunden: 6062
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Guten Tag, Am 31.08.2020 bin ich beim vorwärts Ausparken mit

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,Am 31.08.2020 bin ich beim vorwärts Ausparken mit einem Pkw KIA Sportage (Fahrzeug meiner Mutter) gegen einen anderen Pkw, Audi A4 gestoßen, welcher im absoluten Halteverbot stand (in einer Kreuzung). Nach Bemerken des Anstoßens bin ich ausgestiegen und habe mich vergewissert, dass kein Schaden entstanden ist, in dem ich 2 Bilder gemacht habe. Da ich keinen Schaden sehen konnte, habe ich meine Fahrt fortgesetzt.Am nächsten Tag sind zwei Polizisten auf das Grundstück meiner Mutter, haben geklingelt und sich dann das Fahrzeug angeschaut (ohne eine entsprechende Erlaubnis). Als meine Mutter die Tür öffnete, wurde sie zu dem Fall befragt, ohne darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass sie sowohl sich, als auch Angehörige nicht belasten muss. Meine Mutter erzählte den Polizisten, dass sie nicht gefahren sei und ihr Sohn (ich) das Auto zu dem Zeitpunkt hatte. Daraufhin haben die Polizisten eine Visitenkarte da gelassen, auf der die Informationen zu dem Geschädigten und dem Kennzeichen seines Fahrzeugs, sowie das Aktenzeichen standen und ich sollte mich dann bei ihnen melden.Am nächsten Tag haben meine Mutter und ich den Unfall bei ihrer Versicherung (auf der ich mitversichert bin) inklusive Bildern von dem KIA gemeldet.
Als ich am 02.09.2020 bei dem Polizisten anrufen wollte, war dieser nicht zu sprechen, da er erst wenige Tage später wieder im Dienst war. Als der Polizist, wie mir mitgeteilt wurde, ab 05.09.2020 wieder erreichbar war, habe ich ihn gegen 10Uhr morgens angerufen und beschloss mich auf mein Aussageverweigerungsrecht zu berufen und habe ihm mitgeteilt, dass ich zu der Sache keine Aussage machen werde.Am 05.10.2020 bekam meine Mutter einen an mich adressierten Brief, jedoch an ihre Adresse (ich lebe seit ca. 3 Jahren allein) und übergab ihn dann mir. Bei dem Brief handelte es sich um eine Vorladung. Ich habe nach Erhalt des Briefes versucht den Polizisten zu kontaktieren, welcher wieder nicht erreichbar war, somit bat ich um Rückruf. Am 10.10.2020 rufte mich der besagte Polizist zurück und ich habe mich erneut auf mein Aussageverweigerungsrecht berufen und keine Aussage zu der Sache gemacht. Dieser sagte mir, dass ich dann das nächste Mal vom Amtsgericht hören werde.Am 03.11.2020 wurde eine Anklageschrift vom Amtsgericht Nürnberg losgeschickt, welche mir am 05.11.2020 zugestellt wurde. In dem Schreiben wird mir vorgeworfen, dass ich am 31.08.2020 aus Unachtsamkeit beim rückwärts (!!!) Ausparken gegen den oben genannten Audi A4 Avant stieß und ein Fremdsachschaden i.H.v. 2.078,72€ netto entstand. Außerdem wird mir vorgeworfen, dass ich den Unfall bemerkte und damit gerechnet habe, dass ein nicht völlig unbedeutender Fremdsachschaden entstanden war (wovon ich ja nicht ausgegangen bin und Bilder gemacht habe) und trotzdem die Unfallstelle verließ.Am 11.11.2020 kontaktierte meine Mutter die Versicherung, diese erzählte ihr, dass sie bereits im September diesen Jahres Akteneinsicht beantragt hat, im Oktober nochmals daran erinnerte, jedoch bis heute noch immer nicht erhielt. Außerdem kontaktierte sie noch den zuständigen Polizisten, der bereits im September den KIA besichtigte und dieser versicherte ihr, dass an dem KIA kein Schaden entstanden ist und der Audi einfach „etwas weicher“ war. Daraufhin beantragte ich am 12.11.2020 Akteneinsicht und ich habe vor, einen vorläufigen Einspruch einzulegen, bis ich die angeforderte Akteneinsicht erhalten habe.In dem Strafbefehl sind folgende Beweismittel aufgelistet:- Der Polizist und ein Dritter, der den Tathergang gesehen haben soll, als Zeugen
- Eine Urkunde aus dem Bundeszentralregister
- Eine Urkunde aus dem Fahreignungsregister
- Schadensgutachten
- Augenscheinsobjekt (Lichtbilder)Des Weiteren habe ich zusätzlich zu dem Fremdsachschaden i.H.v. ca. 2000€ noch 30 Tagessätze i.H.v. 30€ für das Entfernen vom Unfallort und die Verfahrenskosten zu tragen. Außerdem wurde noch ein dreimonatiges Fahrverbot angesetzt.Meine Fragen wären jetzt, ob es sich lohnen würde, gegen den Strafbefehl einen Einspruch einzulegen, in Bezug auf die Verfahrenskosten. Außerdem würde ich gerne wissen, ob eine Aussage meinerseits zu diesem Zeitpunkt etwas bewirken würde (da der vorgeworfene Tathergang, vor allem die Tatsache, dass ich vorwärts ausgeparkt bin und im Strafbefehl steht, dass ich rückwärts ausgeparkt bin. Dies lässt sich ja mit dem vorgeworfenen Schaden normalerweise nicht vereinbaren) oder würde das dann trotzdem erst vor Gericht ausdiskutiert. Außerdem ist noch anzumerken, dass das Gutachten nur von dem Audi A4 Avant gemacht wurde und ansonsten der KIA nicht mehr begutachtet wurde. Des Weiteren hatte der Audi A4 Avant bereits einige Schäden an Stellen, an die ich auf jeden Fall nicht gestoßen sein konnte.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Sie können nicht darauf hoffen, dass der Richter Sie freispricht, nur weil im Strafbefehl falsch angegeben ist, Sie seien rückwärts ausgeparkt. Wenn Sie gegen die Strafbefehl Einspruch einlegen, wird es eine mündliche Verhandlung geben. Und in dieser Verhandlung wird der Sachverhalt richtiggestellt. Es macht auch in der Sache keinen Unterschied, ob Sie vorwärts oder rückwärts gesetzt sind, als Sie den Audi angefahren haben.

Nach der Beweislage, insbesondere durch den Zeugen, wird die Staatsanwaltschaft das Gericht voraussichtlich davon überzeugen können, dass Sie den Audi beim Ausparken berührt haben und danach den Unfallort verlassen haben. Als einziger Ansatzpunkt bliebe dann die Frage, ob überhaupt am Audi ein Schaden entstanden ist. Denn nur dann kann der Straftatbestand der Unfallflucht erfüllt sein.

Darüber wird es ein Gutachten geben. Und der Gutachter muss dabei auch Vorschäden am Audi berücksichtigen. Ob es notwendig ist, dass auch der KIA begutachtet wird, kann ich leider nicht beurteilen. Der Gutachter wird hierzu etwas sagen können.

Sie könnten es also auf eine mündliche Verhandlung beim Gericht ankommen lassen und bestreiten, dass die Schäden am Audi von Ihnen verursacht worden sind. In der mündlichen Verhandlung können Sie eine Aussage dazu machen. Dann wird der Richter sich den Gutachter dazu anhören und auch die Lichbilder auswerten und demnach sein Urteil fällen.

Idealerweise lesen Sie sich die Ermittlungsakte durch und prüfen die Beweismittel. Danach können Sie entscheiden, ob Sie es auf die Verhandlung ankommen lassen und mehr Kosten verusachen wollen, oder ob Sie den Einspruch zurücknehmen. Falls Sie noch keinen Einspruch eingelegt haben, sollten Sie das machen, um die Frist nicht zu versäumen. Zurücknehmen können Sie den Einspruch immer noch.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Sehr gerne gehe ich auf etwaige Rückfragen ein. Das ist mir aber erst später möglich. Ich bin jetzt offline.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Guten tag,
ich würde jetzt gerne vorläufig einspruch einlegen.
damit ich genügend zeit habe bis ich akteneinsicht bekomme
können sie mir sagen auf was ich achten muss bei diesem schreiben und was unbedingt mit drin stehen muss damit ich keine schwierigkeiten bekomme
Mfg
Jan gungl

Danke für Ihre Rückmeldung.

Sie müssen auf nichts besonderes achten. Wichtig ist nur, dass aus Ihrem Schreiben ersichtlich wird, dass Sie Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen wollen. Es ist noch nicht einmal eine Begründung notwendig. Sie könnten wie folgt formulieren:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Hiermit lege ich Einspruch gegen den Strafbefehl vom [Datum des Strafbefehls] zum Aktenzeichen [Aktenzeichen des Strafbefehls] ein. Eine Begründung folgt, sobald ich Akteneinsicht nehmen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

[Unterschrift]

Das ist nur Formulierungsvorschlag. Fühlen Sie sich frei, ihn nach Ihren eigenen Vorstellungen abzuändern.

Gerne stehe ich für etwaige Rückfragen zur Verfügung.

Ansonsten denken Sie bitte daran, über das Bewertungssystem eine positive Bewertung (=Klick auf 3-5 Sterne, ganz oben rechts) zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag für meine Vergütung freizugeben. Weitere Kosten für Sie werden dadurch nicht ausgelöst. Und Sie können selbstverständlich auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
ist es auch möglich dieses schreiben als email format abzuschicken ?

Nein. Das genügt nicht. Bei einer Email ist nicht sicher, wer der Absender ist. Und es fehlt Ihre Unterschrift. Schicken Sie es per Post.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Verkehrsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
okay vielen dank

Sehr gerne! Es freut mich, wenn ich helfen konnte.

Alles Gute!

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Sehr geehrte Damen und Herren,hiermit erhebe ich fristwahrend Einspruch gegen den Strafbefehl vom ... zum Aktenzeichen... ein. Ich Behalte mir vor denn Einspruch zurück zu nehmen sobald ich Akteneinsicht erhalten habe. Eine Begründung folgt Sobald ich Akteneinsicht nehmen konnte.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
geht es auch so ?

Ja. So geht das.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
super danke

Viel Erfolg!

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
guten Abend
ich habe morgen einen termin zur akteneinsicht.
Gibt es irgendwelche besonderen sachen auf die ich ihrer meinung achten sollte.Ich werde drauf achten ob es ein gutachten von dem schaden gibt und ob der Unfall hergang stimmt.

Sie sollten prüfen, ob sich aus dem Gutachten ergibt, dass die vorhandenen Schäden berücksichtigt sind. Und Sie sollten prüfen, was für Beweismittel es gibt, die belegen, dass Sie den Wagen angefahren haben. Mehr Tipps kann ich Ihnen leider nicht geben.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
vielen dank für die infos

Viel Erfolg!

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
wissen sie ob ich als auszubildender für die prozesskosten, prozesskostenhilfe beantragen kann ?

In einer Strafsache bekommen Sie keine Prozesskostenhilfe. Sie bekommen auch keinen Pflichtverteidiger, weil es kein Fall für eine notwendige Verteidigung ist.