So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Vereinsrecht
Zufriedene Kunden: 45537
Erfahrung:  RA seit 21 Jahren mit den Fachgebieten Verbraucherrecht, Mietrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Vereinsrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich inszeniere in einem gemeinnützigen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren, ich inszeniere in einem gemeinnützigen Theaterverein seit 5 Jahren die Sommerproduktion. Ich bin Theaterprofi und erhalte eine (nach Profimassstäben kleine) Gage. Ich habe immer an Mitgliederversammlungen teilgenommen und auch Stimmrecht ausgeübt. In der letzten Mitgliederversammlung bin ich an der Stimmabgabe für die Wahl des neuen 1. Vorsitzenden seitens des Vorstandes gehindert worden. Ein Stimmzettel wurde mir nicht ausgehändigt. Mit meiner Stimme wäre die Wahl anders ausgegangen. Der Vorstand sagte, ich dürfe nicht abstimmen, weil ich eine Gage erhalte. Nach neuer Satzung darf der Vorstand aber sich selbst und anderen Personen (Mitglieder und Nichtmitglieder) angemessenes Entgelt für Arbeiten zahlen. Die Höhe darf nur nicht übertrieben viel sein. In der Satzung steht: Als Aktivmitglieder (mit Stimmrecht) sind solche Personen anzusehen, die bei der Vorbereitung der Veranstaltungen des Vereins tätig sind. (trifft natürlich zu) Dies bietet meiner Ansicht nach keinen Interpretationspielraum. War ich zur Stimmabgabe für die Wahl berechtigt?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme. Ich pflichte Ihnen bei: Nach der insoweit unmissverständlichen Regelung in der Satzung Ihres Vereins waren Sie als Aktivmitglied - das maßgeblich an den Vorbereitungen der Vereinsveranstaltungen beteiligt war/ist - auch berechtigt, von dem satzungsmäßig verbrieften Stimmrecht Gebrauch zu machen. Dem steht insbesondere nicht die gelieferte Begründung des Vorstandes entgegen, mit welcher man Ihnen die Ausübung des Stimmrechts verwehrt hat: Der Ausschluss eines solchen Stimmrechts ist nämlich nur unter den gesetzlich geregelten Voraussetzungen des § 34 BGB rechtlich zulässig und möglich: http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__34.html Keiner der dort geregelten Fälle liegt hier vor. Der Ausschluss des Stimmrechts ist ebenfalls möglich, sofern die Satzung hierzu klare und ausdrückliche Regelungen enthält. Hieran fehlt es ebenfalls mit der Folge, dass Sie zur Stimmabgabe berechtigt waren! Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.Vielen Dank!Mit freundlichen GrüßenKristian HüttemannRechtsanwalt
ra-huettemann und 2 weitere Experten für Vereinsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.