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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 42106
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Grüß Gott Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben

Diese Antwort wurde bewertet:

Grüß Gott
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Eine Frage zum Onlinekauf. Die gekaufte Ware wurde vom Verkäufer per GLS verschickt. Ich habe GLS eine Abstellerlaubnis (an der Wohnungstüre im Treppenhaus) erteilt. GLS hat gemeldet die Ware wäre abgestellt worden. Das ist aber nicht der Fall. Der Verkäufer steht nun auf dem Standpunkt, dass ich durch die Abstellerlaubnis das Risiko des Nichterhalts der Ware trage. So soll es in den GLS AGBs stehen. Ist dieser Risikoübertrag möglich und rechtens?
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Per mail habe ich sowohl GLS als auch den Verkäufer Böttcher AG (Bürobedarf) kontaktiert. Drei Nachbarn im Haus haben mir bestätigt, das sie nach dem angeblichen Zustellungszeitpunkt kein Paket vor unserer Wohnungstüre gesehen haben. Ausserdem war meine Frau zum Zustellungszeitpunkt zu Hause

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, das ist nicht rechtens.

Nach der Verbraucherschutzbestimmung des § 475 Absatz 2 BGB trägt allein die versendende Firma das Risiko des Verlustes, zufälligen Untergangs oder der Beschädigung der Ware.

Diese gesetzliche Regelung kann auch nicht durch die AGB eines Transportdienstes und eine erteilte Abstellerlaubnis ausgehebelt werden.

Sie haben daher - da die Ware Sie nicht erreicht hat - einen fortbestehenden Anspruch auf Erfüllung des Kaufvertrages (Neuauslieferung).

Klicken Sie bitte oben die Bewertungssterne (=3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von Justanswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Grüß Gott Herr Hüttemann
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Erich Grünwald aus München

Sehr gern!!

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Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Gibt es denn (technische) Probleme bei der Bewertung?

ra-huettemann und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Sehr geehrter Herr HuettemannDiese Antwort habe ich von der Böttcher AG erhalten."--> Lieber Herr Grünwald,
nach Rücksprache mit unserer Rechtsabteilung teilen wir mit:
Die Abstellerlaubnis stellt eine individuelle Vereinbarung zwischen dem Empfänger und einem Paketdienstleister dar, die diesen ermächtigt, das Paket auch bei Abwesenheit des Kunden an einem vorher bestimmten Ort abzustellen (sog. Abstellgenehmigung).
Mit der Erteilung einer Abstellgenehmigung durch den Kunden soll das Ablegen der Sache am vereinbarten Ort als ordnungsgemäße Zustellung gelten. Dies führt wiederum dazu, dass mit der Ausführung dieses Vorgangs die Transportgefahr auf den Käufer übergeht.
Wird das Paket beispielsweise aus der Garage gestohlen, muss der Verkäufer dafür nicht einstehen.
Auf das Frachtgeschäft, gleich ob Kaufmann oder nicht, sind §§ 407 ff. HGB anzuwenden.
Sie als Empfänger sind nach § 421 Abs. 1 S. 2 HGB berechtigt, einen etwaigen Schadenersatzanspruch selbst und im eigenen Namen, ohne jegliche Mitwirkung des Verkäufers, gegenüber dem Zustelldienst geltend zu machen.Mit freundlichen GrüßenBeatrice Fiedler
Reklamationsabteilung
Böttcher AG<--"Der Wert der "nicht" gelieferten Ware beträgt ca 100 €
Ich nehme an, dass ich den Wert als "Lernkosten" abschreiben kann?
Was passiert, wenn ich den Abbuchnungbetrag über meine Kreditkartenabrechnung zurückfordere?
Mit freundlichen Grüßen
Erich Grünwald

Eine solche Risikoübertragung auf der Basis von AGB ist - wie bereits ausgeführt - nicht rechtens und verstößt gegen § 307 BGB.

Allerdings können Sie in der Tat den Ersatzanspruch aus § 421 HGB gegen den Transportdienst geltend machen. Dieser müsst dann anhand konkreter Beweismittel in Nachweis bringen, dass die Ware tatsächlich angestellt worden ist.

Da Ihre Nachbarn bestätigen werden, dass dies nicht der Fall war, können Sie GLS auf Schadensersatz in Anspruch nehmen.