So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 38341
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Verbraucherrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Vermieter fordert von unserem Verein (e.V.) zu hohe Miete

Diese Antwort wurde bewertet:

Vermieter fordert von unserem Verein (e.V.) zu hohe Miete (150 Euro für 6 m² im Gang eines Einkaufszentrums) für den Betrieb eines Corona-Testzentrums.
Fachassistent(in): Gibt es eine Kopie des Vertrages?
Fragesteller(in): Es gab 2 Verträge. Der erste für Mai-Juni 2021. Damals gab es viel Betrieb und wir haben eine Fläche von ca. 40 m² im Flür eingenommen. Danach für Juli-Augus wegen der mangendeln Nachfrage haben wir Arbeitszeiten verkürzt und eine viel kleinere Fläche (6m²) genommen. Ab September im Rahmen einer neuen Vereinbarung möchte der Vermieter wieder 150 Euro, obwohl im Vergleich zu August hat sich nichts verändert. Somit gibt es nur einen Vertrag vom Sommer
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Wir können in unseren eigenen Räumlichkeiten (im gleichen EKZ) dieses Zentrum betreiben, aber in unserem Vertrag steht "nur für kulturelle Zwecke" und aufgrund dessen fordert der Vermieter den Betrieb stillzulegen, oder 150 Euro bezahlen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen: Welche konkrete Frage haben Sie an uns?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

.

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Sehr geehrter Herr Schiessl,
die Frage lautet. Ob so eine hohe Miete rechtmessig ist?
Danke ***** *****Mit freundlichen Grüßen,
Angelina Burdyk

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank.

Im Gewerberaummietrecht gilt als Grenze (anders als im Wohnraummietrecht) allein die Sittenwidrigkeit. Das bedeutet, gegen die Miete können Sie dann vorgehen, wenn diese 100% oder mehr über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. In diesem Falle wäre ein Mietvertrag nach § 138 BGB sittenwidrig und damit nichtig. Ist diese Grenze aber nicht überschritten worden, dann wäre die Miete leider so rechtmäßig.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

.

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Danke! Gerade habe ich nachgeschaut, in unserem Region Miete für Gewerbefläche in der Fußgängerzone betrifft
Läden – zentrale Lage | Fußgängerzone | 1a-Geschäftslage 64 - 416 m2 1,50 - 15,00
In unserem Fall ist die Fläche viel kleiner. Spiel es eine Rolle?
Und ohnehin ist die Miete in dem Fall zu hoch. Wie sollen wir dagegen vorgehen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ausgehend davon ist die Sittenwidrigkeit (15 EUR /m²) noch nicht erreicht. In diesem Falle können Sie nur über dem Verhandlungswege eine Reduzierung der Miete zu erreichen versuchen. Ansonsten haben Sie keine Möglichkeit eine geringere Miete durchzusetzen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

-

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Für die Fläche von 6 m² bei Wiedrichkeitsgrenze von 15 Euro wäre höchstmögliche Miete 90 Euro. Somit ist die Grenze überschritten.
Die Verhandlungen haben wir schon ausprobiert. Der Vermieter besteht auf seinem Recht.

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Sittenwidrihkeit ist dann gegeben wenn die ortsübliche Miete um 100 oder mehr Prozent überschritten ist. Wenn man 15 EUR als ortsübliche Miete zugrundelegt, dann wäre die Sittenwidrigkeit bei 30 EUR erreicht. Es kommt also darauf an, was ortsüblich ist.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Noch ein Detail. Die Genutzte Fläche von 6 m² befindet sich unmittelbar vor unserer Eingangstür. Kann das eine Bedeutung haben?

Sehr geehrter Ratsuchender,

rechtlich gesehen leider nein. Mir ist natürlich bewusst, dass der Vermieter mit dem Argument der zulässigen Nutzung extra Kapital aus der Notlage schlagen will. Rechtlich gesehen ist dies aber nicht zu beanstanden.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Herzlichen Dank für die Beratung. Ich werde Sie gerne positiv bewerten.
Mit freundlichen Grüßen,
Angelina Burdyk