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ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 41073
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe eine Mahnung von Pro COLLECT AG

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe eine Mahnung von Pro COLLECT AG bekommen, wo ich wegen einer telefonischen Anmeldung zum Dienstleistungsvertrag Euro ONLINE/EUROJACKPOT 6-49 EURO 272,46 bezahlen soll. Ich kann mich nicht erinnern an solch ein Geschäft. Was soll ich jetzt machen? Vg
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): In Berlin
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Das Schreiben soll die "Letzte Außergerichtliche Mahnung" sein!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind unter den mitgeteilten Umständen zu keinen Zahlungen verpflichtet, denn ein Vertrag ist offensichtlich überhaupt nicht begründet worden!

Weisen Sie daher die gegen Sie geltend gemacht Forderung zurück, und lassen Sie sich durch mögliche Folgeschreiben nicht unter Zahlungsdruck setzen und einschüchtern.

Behauptet die Gegenseite einen angeblichen Vertragsschluss, der Sie zur Zahlung verpflichten soll, so ist der Anbieter hierfür voll beweispflichtig.

Das bedeutet, dass man Ihnen den Abschluss des angeblichen Vertrages ganz konkret nachweisen muss.

Es ist also nicht so, dass Sie beweisen müssten, dass Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben, sondern es verhält sich gerade umgekehrt: Die Gegenseite hat Ihnen nach den Regeln der Darlegungs- und Beweislast einen Vertrag unter Beweis zu stellen.

Die schlichte Übersendung einer Mahnung stellt keinen Vertragsnachweis dar!

Kann die Gegenseite diesen ihr obliegenden Nachweis aber nicht erbringen, müssen Sie selbstverständlich auch nicht zahlen.

Da Sie tatsächlich zu keinem Zeitpunkt einen Vertrag geschlossen haben, wird der Gegenseite dieser Vertragsnachweis auch nicht gelingen.

Bestreiten Sie daher nun ausdrücklich einen Vertragsschluss, und fordern Sie die Gegenseite auf, Ihnen das Gegenteil zu beweisen, indem man Ihnen einen Vertragsnachweis übersendet.

Formulieren Sie Ihr Zurückweisungsschreiben wie folgt:

"Unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom... teile ich Ihnen mit, dass ich keinerlei Zahlungen leisten werde.

Den von Ihnen behaupteten Vertragsschluss bestreite ich hiermit ausdrücklich.

Sofern Sie gegenteiliger Ansicht sein sollten, obliegt allein Ihnen die volle Beweislast für einen vermeintlichen Vertragsschluss.

Sofern Sie mich weiterhin mich gänzlich unberechtigten Zahlungsaufforderungen überziehen sollten, behalte ich mir zudem vor, Strafanzeige wegen versuchten Betruges zu erstatten.

Datum/Unterschrift"

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Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

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