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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 3567
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Ich bin Kunde bei der Consors Bank und habe erstmals Aktien

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich bin Kunde bei der Consors Bank und habe erstmals Aktien in Hongkong gekauft. Consors nimmt dafür einen exorbitant hohen Preis, nämlich 0,15 HKD pro Hongkong Dollar und summiert sich bei 50.000€ auf 829€. Ich wurde mir dessen erst bewusst, als die Order bereits abgewickelt war. Andere Broker berechnen dafür 2 in Worten zwei €. Auf meine Nachfrage verweist Consors auf die transparente Darstellung auf der Homepage und einen Kostenausweis der sich unter einem Button während der Ordererteilung verbirgt. Habe ich irgendeine Chance dieses Vorgehen z.B. wegen Wucher anzufechten?
Fachassistent(in): Beantragen Sie zum ersten Mal eine staatliche Rente?
Fragesteller(in): Viele Grüße
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Hallo, ist meine Frage angekommen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte teilen Sie mir ergänzend mit: Sie sprechen von Wucher. Ein solcher läge vor, wenn der berechnete Preis deutlich übersetzt wäre. Ist dies der Fall? Was wäre der marktübliche Preis für eine solche Leistung der Consorsbank?
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Ich kenne den marktüblichen Preis nicht. ich kenne aktuell nur eine Alternative und die ist Faktor 400 günstiger. Da müsste ich mich noch schlau machen und verschiedene Broker anfragen.

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wenn der Preis ausgewiesen ist, so müssen Sie diesen grundsätzlich zahlen. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Preisvereinbarung wegen Wucher nichtig ist. § 138 Abs. 2 BGB sieht vor:

"Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen."

Vorausgesetzt wird ein auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung. Hiervon wird ausgegangen, wenn der berechnete Preis mindestens 100% höher liegt als der marktübliche Preis. Wenn dies der Fall ist und man in diesem Falle einen Mangel an Erfahrenheit des Kunden ausgenutzt hat, so kann der Preis gemäß § 812 BGB zurückgefordert werden. Der Consorsbank stünde dann nur ein Wertersatz in Höhe des objektiven Verkehrswerts der Leistung zu oder das Geschäft muss insgesamt rückabgewickelt werden.

Ob der Preis in einem solchen Maße über dem verkehrsüblichen Wert liegt, ist keine Rechtsfrage, sondern eine solche, die mit Blick auf die übliche Preisgestaltung der Banken, die solche Leistungen anbieten, zu ermitteln ist.

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