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rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 692
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitsrecht
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rafozouni ist jetzt online.

Unser Sohn hat bei ebay ein Ticket vom BVB verkauft

Diese Antwort wurde bewertet:

Unser Sohn hat bei ebay ein Ticket vom BVB verkauft (sogenannte "weiche Personalisierung), weil er an dem Tag keine Zeit hatte. Nun hat er eine Abmahnung erhalten, er soll knappt 600 Euro zahlen und eine Unterlassungsschreibung erhalten. In einem Telefonat ist die Kanzlei bereit, die Strafe auf 200 Euro zu senken.Macht es Sinn, sich zu wehren? Ich habe gesehen, dass derartige AGBs von Vereinen zumindest zweifelhaft sind.

Sehr geehrter Kunde,

mit dem Weiterverkauf des Tickets hat Ihr Sohn tatsächlich gegen Ziffer 8.2 a der AGB des BVB (https://www.bvb.de/Tickets/Infos-AGBs/AGB#scroll-page-3) verstoßen.

Nach Ziffer 8.4 d der AGB ist der BVB im Falle einer unzulässigen Weitergabe von Tickets gemäß Ziffer 8.2 a) und/oder 8.2 b) berechtigt, von dem jeweiligen Kunden die Auszahlung des erzielten Mehrerlöses bzw. Gewinns nach Maßgabe von Ziffer 14 zu verlangen. Darüber hinaus kann nach Ziffer 11 der AGB eine Vertragsstrafe bis zu 2.500,- € verlangt werden.

Ob letztere Klausel wirksam ist, ist durchaus zweifelhaft, doch da in Ziffer 11 Abs.2 die Höhe der Vertragsstrafe von der Intensität des Verstoßes abhängig gemacht wird, spricht vieles dafür, dass die Klausel unter Berücksichtigung der BGH-Rechtsprechung (siehe hierzu https://www.ra-himburg-berlin.de/wettbewerbsrecht/urteile/1248-bgh-pauschale-vertragsstrafe-in-b2b-agb-unwirksam.html) wirksam ist.

Ich würde Ihnen daher anraten, es hier nicht auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen, sondern die 200,- € zu akzeptieren.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Einschätzung geholfen zu haben und wäre für eine positive Bewertung (3-5 Sterne anklicken) dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen Dank!

Sehr gern!

Bitte denken Sie an die erbetene Bewertung (3-5 Sterne anklicken), da ich andernfalls für die erfolgte Beratung nicht bezahlt werde. Ich gehe davon aus, dass auch Sie nur ungern umsonst arbeiten! :-)

rafozouni und 3 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank!