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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 38427
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich bekomme seit ca. zwei Monaten Mahnbriefe von der

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich bekomme seit ca. zwei Monaten Mahnbriefe von der Firma "Wertgarantie", die behauptet, ich hätte zwei Verträge bei ihr abgeschlossen und sollte jetzt Beitragsrückstände aus gleichen + Mahngebühr bezahlen. Sie haben die Angelegenheit jetzt an ein Anwaltsbüro übergeben.
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Können Sie mir helfen? vielen Dank ***** ***** 0175 24 15 028
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Hessen , Offenbach

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind selbstverständlich zu keinen Zahlungen verpflichtet, wenn Sie die behaupteten Verträge überhaupt nicht geschlossen haben.

Weisen Sie daher die gegen geltend gemachten Forderungen zurück, und lassen Sie sich durch mögliche Folgeschreiben nicht unter Zahlungsdruck setzen und einschüchtern.

Behauptet die Gegenseite einen angeblichen Vertragsschluss, der Sie zur Zahlung verpflichten soll, so ist der Anbieter hierfür voll beweispflichtig.

Das bedeutet, dass man Ihnen den Abschluss des angeblichen Vertrages ganz konkret nachweisen muss.

Es ist also nicht so, dass Sie beweisen müssten, dass Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben, sondern es verhält sich gerade umgekehrt: Die Gegenseite hat Ihnen nach den Regeln der Darlegungs- und Beweislast einen Vertrag unter Beweis zu stellen.

Die schlichte Übersendung einer Rechnung oder Mahnung - wie hier - stellt keinen Vertragsnachweis dar!

Kann die Gegenseite diesen Nachweis aber nicht erbringen, müssen Sie selbstverständlich auch nicht zahlen.

Bestreiten Sie daher vorab per Mail und anschließend nachweisbar (Einschreiben) ausdrücklich einen Vertragsschluss, und fordern Sie die Gegenseite auf, Ihnen das Gegenteil zu beweisen, indem man Ihnen einen Vertragsnachweis übersendet.

Formulieren Sie Ihr Zurückweisungsschreiben wie folgt:

"Unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom... teile ich Ihnen mit, dass ich keinerlei Zahlungen leisten werde.

Den von Ihnen behaupteten Vertragsschluss bestreite ich hiermit ausdrücklich.

Sofern Sie gegenteiliger Ansicht sein sollten, obliegt allein Ihnen die volle Beweislast für einen vermeintlichen Vertragsschluss.

Sofern Sie mich weiterhin mich gänzlich unberechtigten Zahlungsaufforderungen überziehen sollten, behalte ich mir vor, Strafanzeige wegen versuchten Betruges zu erstatten.

Datum/Unterschrift"

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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