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rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 479
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitsrecht
60461484
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rafozouni ist jetzt online.

Hallo, ich habe mich mündlich mit einem Lieferanten auf eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo , ich habe mich mündlich mit einem Lieferanten auf eine Ratenzahlung geeinigt , die Dame die das bewilligt hat hat wohl vom Chef eins auf den Deckel bekommen , behauptet es wäre nicht so . Jetzt läuft das beim Amtsgericht und der gegnerische Anwalt hat behauptet wir hätten Mahnungen bekommen, auf die Frage unsererseits nach dem zustellnachweis kam nichts außer Folgendes Schreiben : sieht Foto .
Es geht einmal wohl um die Zinsen in Höhe von 17 Euro um mahnkosten Inkasso ( trotz mündlicher Ratenzahlung ) 281,30 Inkasso , 6,55 auskunftskosten und 19,50 vorgerichtlucje Mahnkosten.
Bisher vertrete ich mich selber , das eigentlich auch ganz gut glaube ich , was bedeutet sein Schreiben , was kann ich darauf antworten?

Sehr geehrter Kunde,

die genauen Hintergründe des Falles sind mir nicht bekannt, doch gehe ich anhand Ihrer Angaben und dem Schreiben der Gegenseite von folgendem Sachverhalt aus:

Sie haben als Unternehmer bzw. nicht als Verbraucher beim Gegner wohl drei Bestellungen getätigt . Wegen der Bezahlung aller Bestellungen wurde dann - was allerdings streitig ist - eine Ratenzahlung vereinbart. (Haben Sie darauf hin auf eine oder mehrere Raten gezahlt?)

Die Gegenseite hat dann ein Inkassounternehmen beauftragt und dann haben Sie die volle Summe ausgeglichen.

Ist dies im Groben so richtig?

MfG

RA Fozouni

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Genau ich habe monatlich nachweislich raten bezahlt und es war nach 5 raten alles beglichen
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Ich habe eine Zahnarztpraxis

Okay,

Dreh- und Angelpunkt in Ihrem Fall ist dann tatsächlich die Frage, ob eine Ratenzahlung vereinbart wurde. Hierzu müssten Sie möglichst konkret vortragen, wie z.B.:

"Soweit behauptet wird, dass keine Ratenzahlung vereinbart worden ist, so ist dies nicht zutreffend und wird bestritten. Ich habe am ...... bei der Klägerin angerufen und mit Frau Krack-Gneist gesprochen. Sie erklärte sich damit einverstanden, dass ich monatliche Raten i.H.v. .....€ zahle.

Beweis: Zeugnis der Frau Krack-Gneist, von der Klägerin bereits benannt.

Aufgrund der Ratenzahlungsvereinbarung befand ich mich also nicht in Verzug"

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben und wäre für eine positive Bewertung (3-5 Punkte) dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Ja das haben wir ich habe eine MA angegeben nun war das letzte Schreiben das von der Gegenseite im Anhang - wozu ich Stellung nehmen soll . Davor habe ich schon geschrieben dass ich die Mahnunhen nicht erhalten hab und das wir um zustellungsnachweis bitten
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Was soll ich hierzu nun antworten ;)

Wenn Sie das schon so oder so ähnlich geschrieben und die Zeugin benannt haben, besteht an sich keine Veranlassung (mehr), auf das letzte Schreiben der Gegenseite zu reagieren bzw. zu antworten, da dann alles für die Frage des Verzugs Entscheidende vorgetragen wurde.

Sind Sie vom Gericht überhaupt zu einer Stellungnahme aufgefordert worden?

Auf die Mahnungen bzw. die Frage, ob Sie diese erhalten haben, kommt es (leider) nicht an, da hier (wenn die Ratenzahlung nicht getroffen wurde oder sich nicht beweisen lässt) schon nach dem Gesetz Verzug eingetreten ist. Der § 286 BGB, der hier von der Gegenseite herangezogen wird, wäre dann einschlägig.

Bestehen noch Rückfragen?

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen und wäre für eine positive Bewertung (3-5 Sterne) dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

Vielleicht noch zur Ergänzung:

In dem Schritsatz der Gegenseite werden konkrete Daten genannt, wann Sie die jeweiligen Leistungen erhalten haben sollen. Nämlich am

07.06.2019

19.06.2019 und

22.07.2019.

Zahlungsverzug wegen der 2. Lieferung am 19.06.2019 wäre dann aber nicht wie vom Gegner vorgetragen am 20.06.2019, sondern erst am 19.07.2019 eingetreten.

Stimmen die Daten der jeweiligen Lieferungen? Falls nicht, können Sie diese bestreiten, müssten aber dann auch konkret vortragen, wann der jeweilige Eingang tasächlich war.

rafozouni und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Ok vielen Dank

Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Dankeschön für den Nachtrag
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Meine MA kann bezeugen dass telefonisch mit dere MA das genehmigt wurde ... wie sieht d***** *****cen mäßig aus ? Meine Ratenzahlung ist ja auch monatlich . Und wie gesagt Mahnungen habe ich nie erhalten die haben ja auch keinen Nachweis darüber

Es kommt dann letztlich auf die Würdigung der Zeugenaussagen durch das Gericht an. Wenn es in der Sache aber nur noch um die von Ihnen genannten Beträge geht, hat das Gericht vielleicht schon das vereinfachte Verfahren verfügt, in welchem nur auf Antrag einer Partei mündlich verhandelt werden würde. Es muss also gar nicht zwingend zu einer Beweisaufnahme bzw. Zeugenvernehmung kommen. Möglich ist auch, dass das Gericht vorschlägt, sich im schriftlichen Verfahren zu einigen. Denkbar wäre insoweit, dass das Gericht vorschlägt, dass Sie 2/3 der Forderung zahlen. Das ist sozusagen die übliche Quote bei einem Vergleich für die beweisbelastete Partei und die Beweislast für die Ratenzahlungsvereinbarung liegt bei Ihnen.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Dankeschön

Sehr gern! Viel Erfolg!