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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 34711
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo?

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

wie kann ich Ihnen weiterhelfen? Welche Frage haben Sie?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Ich habe im September 2018 eine Kreditanfrage bei Credi.de gestellt. Ca. 1 Woche später kam ein angeblicher Kreditvermittler zu mir nach Hause. Er sagte mir, dass ich einen Vertrag (so eine Art Bausparvertrag) unterschreiben müsste, damit der Kredit genehmigt wird. So blöd wie ich war habe ich es unterschrieben. Ein Kredit kam natürlich nie zu Stande und seitdem zahle ich jeden Monat 40€ von meinem Lohn.
Ich möchte aus diesem Vertrag raus und möchte auch gern das bezahlte Geld wieder haben. Aber ich weiß nicht wie ich? Und habe ich überhaupt die Möglichkeit, dadurch das es fast 2 Jahre her ist, da wieder heraus zu kommen?

Vielen Dank.

Ich werde Ihnen hier in einigen Minuten eine Antwort einstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Das müssen Sie natürlich nicht hinnehmen, denn Sie sind arglsitig getäuscht worden, da man Ihnen vorgeschwindelt hat, Sie müssten die Unterschrift leisten, um den Kredit zu erhalten, während dieser tatsächlich zu keinem Zeitpunkt an Sie ausgezahlt wurde.

Sie können daher Ihre Vertragserklärung(=Unterschrift) gemäß § 123 BGB erfolgreich anfechten.

Die Folge ist, dass der Vertrag als von Anfang an nichtig gilt (§ 142 BGB).

Sie können daher nach erfolgter Anfechtung sämtliche von Ihnen seither geleisteten Zahlungen zurückverlangen, und diesen Rückzahlungsanspruch können Sie notfalls auch gerichtlich durchsetzen.

Erklären Sie daher nun schriftlich (=Einschreiben) unter ausdrücklicher Berufung auf die hier dargestellte Rechtslage die Anfechtung, und verlangen Sie die umgehende Rückzahlung der von Ihnen geleisteten Zahlungen!

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus oben rechts die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Gern können wir Ihr Anliegen im Rahmen des Premium Service auch im persönlichen Gespräch ausführlich telefonisch erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Da der Vertrag schon 2 Jahre läuft, habe ich dann überhaupt die Chance daraus zu kommen oder bin ich mit dem anfechten zu spät?

Grundsätzlich beträgt die Anfechtungsfrist ein Jahr, wobei die Frist erst dann zu laufen beginnt, wenn Sie von den Umständen, die die arglistige Täuschung begründen, Kenntnis erlangen, hier also, als Ihnen klar war, dass kein Kredit ausgezahlt wird.

Abgeshehen von der Anfechtung, können Sie aber auch deshalb Rückzahlung verlangen, weil das Gesetz in § 655 c BGB ausdrücklich anordnet, dass eine Vermittlungsgebühr nur verlangt werden darf, wenn der Kredit auch tatsächlich ausgezahlt wird:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__655c.html

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Ok vielen Dank. Leider habe ich das mit dem Kredit an dem gleichen Tag erfahren, daher befürchte ich nun, leider keine Chance mehr zu haben, da raus zu kommen. Kann man die monatlichen Beiträge die ich zahle, als Vermittlungsgebühr ansehen?

Ja, selbstverständlich. In diesem Fall gilt die eindeutige Regelung aus § 655 c BGB. Sie haben keine Zahlungen geschuldet, und Sie können daher sämtliche Zahlungen nach § 812 BGB zurückverlangen, da Sie diese Zahlungen ohne rechtlichen Grund erbracht haben.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,
Nach unserem netten Telefonat habe ich mir das Schriftstück von der WohnSachWerte e.G nochmal herausgesucht... Als Überschrift steht: „Annahme-/Beitrittserklärung zum genossenschaftlichen VL sparen“ ...
Heißt also, es ist ein „eigenständiger“ Vertrag und hat mit der Kreditanfrage nichts zu tun, oder? Mir wurde es aber jedoch, wie bereits telefonisch mitgeteilt, so „verkauft“ als wäre es für die Kreditgenehmigung notwendig. Entschuldigung, dass ich manches vielleicht nun doppelt frage

Vielen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung!

Gut, dass Sie sich die Unterlagen noch einmal vorgenommen haben. Dann ist es so, wie ich bereits vermutet habe, und der Vertreter hat Ihnen unter Vorspiegelung völlig falscher Tatsachen eine Unterschrift abgeschwindelt.

Das erfüllt den Straftatbestand des Betruges nach § 263 StGB.

Sie sollten daher - wie besprochen - nun zunächst Strafanzeige gegen die Person erstatten.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Sie können das Schreiben wie folgt formulieren:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erkläre ich die Anfechtung des am...geschlossenen Vertrages mit Ihnen wegen arglistiger Täuschung gemäß § 123 BGB.

Ihr Mitarbeiter hat mir seinerzeit wahrheitswidrig vorgeschwindelt, dass ich einen Antrag auf Bewilligung eines Kredits unterzeichne, während er mir tatsächlich einen Vertrag über vermögenswirksame Leistungen untergeschoben hat.

Das Vorgehen Ihres Mitarbeiters erfüllt den Straftatbestand des Betruges gemäß § 263 StGB.

Wie Sie der diesem Schreiben beigefügten Kopie entnehmen können, ist gegen Ihren Mitarbeiter daher Strafanzeige erstattet worden.

Das betrügerische Agieren Ihres Mitarbieters haben Sie sich rechtlich zurechnen zu lassen.

Mit erfolgter Anfechtung gilt der Vertrag als von Anfang nichtig mit der Folge, dass Sie mir sämtliche seit Vertragsschluss vereinnahmten Beitragszahlungen unverzüglich zurückzuerstatten haben.

Hierzu setze ich Ihnen eine Frist von 14 Tagen ab Briefdatum.

Nach Ablauf dieser Frist werde ich ohne weitere Ankündigung einen Rechtsanwalt mandatieren, dessen Kosten Ihnen als Verzugsschaden zur Last fielen.

Zur Meidung dieser rechtlichen Weiterungen sehe ich daher einer fristgerechten Zahlung entgegen.

Datum/Unterschrift"

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.

Vielen lieben Dank für ihre Mühe ! :) Heute werde ich die Anzeige bei der Polizei einleiten. Mit freundlichen Grüßen, *****

Gern geschehen!