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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 20042
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel, 20 Jahre Anwaltserfahrung, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Hallo, Ein Makler hat mir für einen nicht abgesagten

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,Ein Makler hat mir für einen nicht abgesagten Besichtigungstermin eine Mail eine Rechnung gestellt. Die Text lautet: "da Sie unserem Besichtigungstermin ohne abzusagen ferngeblieben sind und auf meine Anruf und E-Mail nicht reagiert haben, stelle ich Makler-Gebührenordnung §14 den Ausfall in Rechnung."Zeitaufwand für An-und Abfahrt und Wartezeit
2 std a 120
+ MwstWir hatten als erstes ein kurzes Telefonat in dem ich mich informiert habe und wir über mögliche Besichtigungstermine gesprochen haben. Im Anschluss habe ich ihm über Immobilienscout meine Kontaktdaten geschickt.Er hat mir dann erst das Expose und dann eine Terminbestätigung per Email geschickt. Diese habe ich nicht gesehen.
Ich habe auf keine Email geantwortet und nichts schriftlich oder telefonisch bestätigt.Wie verhalte ich mich am besten?beste Grüße,
sven Pätzold
Sehr geehrter Ratsuchender,Vielen Dank ***** ***** freundliche Anfrageder Makler darf Ihnen eineAufwandsentschädigung in Rechnung stellen. Diese ist aber auf rein tatsächliche Kosten beschränkt. Das ist nicht der ZeitaufwandDas sindReisekosten
Telefongebühren
Kosten für Exposé-Erstellung und Versand (Porto)
Kosten für Anfertigung von Kopien, wie Planunterlagen
Kosten für Anzeigenschaltung und Inserierung
WerbetafelnZeitaufwand ist nicht zu ersetzen , da das keine Unkosten sind .Der Aufwendungsersatz muss ausdrücklich vereinbart sein (§ 652 Abs. 2 BGB).Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo Frau Schiessl,ihre Antwort verunsichert mich. Diese steht in Widerspruch zu einem ähnlichen Fall und der Aussage des Kollegen Hüttemann.https://my-secure.justanswer.de/question/guest/51968d64bf6f4a628ecb76aa8608baa3Er sagt, dass es sich um eine "vorvertragliche" Regelung handelt und daher §311 BGB Anwendung findet.Handelt es sich also, durch meine Zustimmung zur Widerrufsbelehrung sowie das anschließende Versenden des Expose durch den Makler bereits um einen Maklervertrag?Hätte er explizit auf die Kosten hinweisen müssen (beispielsweisen in den AGBs) oder kann er wie Hr. Hüttemann ausführt auch ohne AGBs, oder anderer ausdrücklicher Vereinbarung nach §652 Abs2 BGB, mir Kosten nach §311 in Rechnung stellen?Beste Grüße,
Sven Pätzold
Sehr geehrter Ratsuchende, das sind ganz verschiedene Sachverhalte. 311 regelt, dass nur ein Vertrag der notariell beurkundet ist wenn es um Grundstücke geht gültig ist.
Bei Ihnen geht es darum ob der Makler sich eine Art Provision erschleichen kann , auch wenn kein Auftrag zustande gekommen ist
Eine Provision setzt nämlich voraus, dass der Grundstücks Kaufvertrag geschlossen ist. Aus diesem Grund haben Makler wenn der Vertrag nicht zu Stande gekommen ist immer wieder versucht noch an ihre Provision zu gelangen.Das einzige was hier zulässig ist ist ein Aufwendungsersatz.Es kommt nicht darauf an ob ein Makler Vertrag zu Stande gekommen ist oder nicht sondern was er verlangen kann, wenn der Grundstückskauf nicht zustande gekommen ist.
Also: der Maklervertrag ist zu Stande gekommen. Es fehlt aber der entscheidende Schritt für die Provision, nämlich der Grundstückskaufvertrag.
Fehlt der kann er nur Aufwendungsersatz verlangen. Das sind wirklich nur die Aufwendungen. Bitte nicht so viel im Internet lesen, sie kommen sonst völlig durcheinander
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke. Und diese mögliche Aufwendungsersatz hätte explizit in den AGBs (oder sonst wo) erwähnt werden müssen? Ohne Hinweis auf möglichen Aufwendungsersatz hat er keinen Anspruch (nach BGB). Sehe ich das richtig?
Ganz genauUnd es ist nicht der Zeitaufwand sondern immer nur tatsächliche Kosten
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
d.h. ich kann dir Forderung als ungerechtfertigt, weil nicht ausdrücklich vereinbart zurückweisen.
Richtig
Zudem müssten Sie
wenn er es als Schadensersatz Anspruch sieht am der Versäumnis ein Verschulden haben.
Sie sind nicht verpflichtet, ihre Mails jeden Tag durchzulesenWenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
sorry, aber ich muss nochmal nachfragen. Sie beziehen sich mit Ihrer Rückmeldung zu Paragraf 311 nicht auf 311, sondern auf 311b. Der von mir eingefügte Link ist zu einem Kollegen von Ihnen in ebenfalls aus diesem Portal. Leider erscheint mir die Argumentation des Kollegen schlüssig. Seine Argumentation beruht auf: §§280 I, 311 II Nr.1, 241 II BGB.
Diese müssten doch (leider) auch bei abgeschlossenem Vertrag ohne AGBs gelten, oder?
Sehr geehrter Ratsuchende, wie ich Ihnen gerade erklärt habe setzt 280 BGB ein Verschulden voraus. Ich habe Ihnen eben so erklärt, dass sie nicht verpflichtet sind, ihre Mails jeden Tag zu lesen. Bitte lesen Sie doch was ich Ihnen oben geschrieben habe
Richtig Zudem müssten Sie wenn er es als Schadensersatz Anspruch sieht an der Versäumnis ein Verschulden haben.
18:36Sie sind nicht verpflichtet, ihre Mails jeden Tag durchzulesen Wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Achso, ich muss mich also auch darauf berufen die Email nicht gelesen zu haben um ein Verschulden auszuschließen. Danke für die Klarstellung. Aber gilt dies nach vorherigem Telefonat nicht als Verschulden. Ich hatte 4 Tage Zeit die Mails zu lesen und er sagte er würde ein Mail schicken (kann er natürlich nicht beweisen)
Sehr geehrter Ratsuchender, er kann es nicht beweisen , es kann im Spam landen. Sie sind nicht verpflichtet , jeden Tag nachzusehenZudem müsste dieser pauschalierte Schaden ebenso irgendwo vereinbart sein.
Wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
nochmal final zusammengefasst:er kann sich nicht auf § 652 Abs. 2 BGB berufen. Dies müsste ausdrücklich vereinbart sein.er kann sich allerdings auf § 280 berufen:allerdings müssen hier tatsächliche Kosten konkret nachgewiesen und detailliert aufgeführt sein.
Arbeitszeit selbst, auch wenn nachweislich „verloren“ kann nicht mit üblichen Stubensätzen geltend gemacht werden. Also vermutlich in meinem Fall nur Fahrtkosten.Versäumnis müsste für 280 gegeben sein
Ich habe meine email Adresse explizit bei Immobilienscout als Kommunikationsmöglichkeit angegeben. Kann er daraus nicht ein Versäumnis (wenn Mail nicht gelesen/Spam Ordner) ableiten?
Sehr geehrter Ratsuchende, genau so ist es. Sie sind noch einmal nicht verpflichtet, ihre E-Mails in regelmäßigen Abständen zu lesen oder auch den Spam Ordner durch zu sehen.
Sehr geehrter Ratsuchender,Bitte teilen Sie mir mit, was einer positiven Bewertung entgegenstehtVielen Dank

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben sich nunmehr meine Antwort erneut angesehen, aber nicht bewertet.

Ich bitte diesbezüglich um Rückmeldung

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Bin unterwegs. Antworte heute im laufe des Tages

Gerne ziehe ich mich zurück, wenn Sie nicht zufrieden sind

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