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RATraub
RATraub, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 14957
Erfahrung:  Rechtsanwalt
88853042
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RATraub ist jetzt online.

Ich habe am 08.06.2020 in einem privat geführten Möbelhaus

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe am 08.06.2020 in einem privat geführten Möbelhaus ein Bett gekauft. Kaufpreis 4.650 Euro. Wichtig war mir eine schnelle Lieferung, da ich nach dem Umzug kein Bett besaß. Das Bett sollte in ca. 8-10 Wochen geliefert werden. Ich hatte darum gebeten, alles dafür zu tun, um den Liefertermin vorzuziehen. Der Verkäufer sagte dies auch zu.
Am 17.06.2020 habe ich dann nachgefragt und der Verkäufer sagte "Die Lieferung ist für den 03.08.2020 im Computer erfaßt und vorgesehen."
Das war nun keine echte Beschleunigung, aber das habe ich akzeptiert.
Bereits am 19.06.2020 kommt dan neine Mail mit der Nachricht, dass sich die Lieferung aufgrun der Sonderlänge um ca. 6 Wochen. Dies sei aber auch nur eine ca.-Angabe und könne durch die Corona-Pandemie erneut beeinflußt werden.Dann habe ich am gleichen Tag den Inhaber persönlich angeschrieben, meine Situation geschildert und klar zum Ausdruck gebracht, dass ich diese neue Verzögerung nicht akzeptiere.
Bis heute - 24.06.2020 - keine Antwort, keine Reaktion.Direkt mit Abschluss des Kaufvertrages im Möbelhaus habe ich eine Anzahlung von 650 Euro gezahlt.Frage :
Kann ich vom Vertrag zurücktreten ?
Muss ich Fristen wahren ?
Werde ich die Anzahlung verlieren ?Danke

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne helfen wir Ihnen weiter.

Sie können sich darauf berufen, dass mit Vertragsschluss und Ihren benannten Äußerungen nebst Zusage ein sog. Fixgeschäft vorliegt.

D. h. die Ware ist bis zum spätest abgesprochenen Zeitpunkt zu liefern.

Dies ist inbesondere bei einem Bett anzunehmen, wenn Sie kein "Ersatzbett" besitzen.

Mehrere Wochen nachgelagert zum vereinbarten Liefertermin ohne Bett ist nicht vertragsvereinbarungskonform.

Sie können daher die Auflösung des Vertrags verlangen und nach § 323 Abs. 2 Nr. 3 BGB zurücktreten.

Eine gesonderte Fristsetzung ist nicht erforderlich, da die Termine dem Vertrag und der Korrespondenz zu entnehmen sind.

Die geleistete Zahlung ist zurückzugewähren, vgl. § 812 Abs. 1 BGB.
Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen. Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
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Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

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