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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi,
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 1257
Erfahrung:  Juristischer Mitarbeiter at ProfDrPannenRAe
106185746
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Hallo liebe Verbraucherzentrale-Beratung, ich habe mit

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo liebe Verbraucherzentrale-Beratung, ich habe mit meiner Freundin vom 2.5. - 10.5.2020 über Tui eine Reise nach Griechenland/Kos gebucht. Wir haben vor 2 Tagen versucht die Reise zu stornieren. Man informierte uns darüber, dass wir in diesem Fall 40% der Reisekosten zahlen müssen. Wir könnten natürlich auch abwarten ob das Reiseverbot verlängert wird (wenn wir warten können wir uns aber nicht an die vorgegebenen Zeitrahmen der möglichen Stornierung halten) Falls dann das Reiseverbot nicht mehr gilt, müssten wir 100% zahlen. Ich sehe es im Moment so, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass das Reiseverbot ab 2. Mai für Griechenland nicht mehr gilt. Wir möchten auf keinen Fall reisen, aber natürlich auch nicht 40 % zahlen. Was raten Sie uns? Vielen herzlichen Dank für eine Info hierzu und viele Grüsse, Anette Maiburg
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Nein

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

haben Sie vielen Dank für Ihre Rechtsfrage. Gerne helfe ich Ihnen.

Bitte teilen Sie mir ergänzend mit. Handelt es sich bei der Reise um eine Pauschalreise? Oder haben Sie nur eine oder mehrere Einzelleistungen (z.B. Hotel, Flug, Mietwagen) separat gebucht?

Sofern Sie wünschen, stehe ich Ihnen der Einfachheit halber auch gern für ein telefonisches Beratungsgespräch zur Verfügung. Buchen Sie dieses einfach als Premium-Service hinzu.

Mit freundlichen Grüßen

Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)

- Rechtsanwalt -

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Es ist eine Pauschalreise über Tui.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
...bitte schriftlich antworten. Ohne Telefonat. Danke!

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Laut Gesetz kann der Reiseveranstalter grundsätzlich eine Entschädigung im Falle der vorzeitigen Stornierung der Reise von Ihnen fordern.

Dies gilt nur dann nicht, wenn entweder der Reiseveranstalter den Reisevertrag selbst kündigt oder wenn Ihnen der Antritt der Reise unzumutbar ist.

Der Reiseveranstalter wird den Reisevertrag mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kündigen, wenn sich abzeichnet, dass die Reisewarnung für den Reisezeitraum fortbestehen wird. Insofern können Sie durchaus abwarten und sehen, wie sich die Lage entwickelt. Sie wären hier auf der sicheren Seite: Entweder Sie können die Reise antreten oder sie wird seitens des Reiseveranstalters abgesagt und Sie bekämen Ihr Geld vollständig erstattet.

Sie können jedoch auch den Reisevertrag selbst kündigen. Sie schulden dann grundsätzlich die Entschädigung. Ausnahmsweise schulden Sie diese jedoch nicht, wenn der Reiseantritt unzumutbar ist. Jedenfalls wenn sich später herausstellt, dass die Reisewarnung für den Reisezeitraum fortbesteht, so wäre der Reiseantritt unzumutbar und Sie müssten keine Entschädigung zahlen. Wenn allerdings die Reisewarnung nicht fortbestehen sollte, so wäre die Reise unwiderruflich abgesagt und Sie müssten die Entschädigung zahlen.

Meine persönliche Empfehlung wäre daher, abzuwarten und den Verlauf der Dinge zu beobachten. Wenn sich das Fortbestehen der Reisewarnung abzeichnet und Sie die Reise auf keinen Fall antreten können bzw. möchten, so sollten Sie stornieren. Andernfalls können Sie sich entscheiden, ob Sie die Reise wahrnehmen oder absagen und die Stornierungsgebühr in Kauf nehmen.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?

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Kianusch Ayazi und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Bitte beachten Sie abschließend noch, dass es sich bei dem oben Gesagten um eine rechtliche Einschätzung unter Einbeziehung der derzeitigen Rechtslage handelt. Insbesondere aufgrund der Dynamik der aktuellen Geschehnisse und mangels höchstrichterlicher Rechtsprechung zum Reiserecht im Lichte der Coronakrise lässt sich der zukünftige Spruchpraxis der Gerichte nicht vorhersagen. Ich empfehle Ihnen jedoch, wie beschrieben vorzugehen, da es sich dabei mit Blick auf die geltende Gesetzeslage um die sicherste Vorgehensweise handelt.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und alles Gute!