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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 30659
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich habe 2019, von [email protected] PayPal.de, eine

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe im September 2019, von [email protected] PayPal.de, eine Zahlungsaufforderung von 1499 € erhalten. wegen einer Bestellung bei urban:trends GmbH. Bestellt oder erhalten habe ich nichts.
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Jetzt wurde von Infoscore Forderungsmanagement GMBH ein Inkassoverfahren eingeleitet. Zahlungsfristablauf 3.12.2019
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Wie soll ich mich verhalten?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

 

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

 

Sie sind unter den mitgeteilten Umständen zu keinen Zahlungen verpflichtet, denn ein Vertrag ist überhaupt nicht begründet worden, da Sie keine Bestellung aufgegeben habn!

 

Weisen Sie daher die gegen geltend gemachten Forderung zurück, und lassen Sie sich durch mögliche Folgeschreiben nicht unter Zahlungsdruck setzen und einschüchtern.

 

Behauptet die Gegenseite einen angeblichen Vertragsschluss, der Sie zur Zahlung verpflichten soll, so ist der Anbieter hierfür voll beweispflichtig.

 

Das bedeutet, dass man Ihnen den Abschluss des angeblichen Vertrages ganz konkret nachweisen muss.

 

Es ist also nicht so, dass Sie beweisen müssten, dass Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben, sondern es verhält sich gerade umgekehrt: Die Gegenseite hat Ihnen nach den Regeln der Darlegungs- und Beweislast einen schriftlichen Vertragsnachweis in Kopie zu übersenden und Ihnen so den Vertrag unter Beweis zu stellen.

 

Die schlichte Übersendung einer Rechnung oder Mahnung - wie hier - stellt keinen Vertragsnachweis dar!

 

Kann die Gegenseite diesen Nachweis aber nicht erbringen, müssen Sie selbstverständlich auch nicht zahlen.

 

Da Sie tatsächlich zu keinem Zeitpunkt etwas bestellt, also einen Vertrag geschlossen haben, wird der Gegenseite dieser Vertragsnachweis auch nicht gelingen.

 

Bestreiten Sie daher nun nachweisbar (Einschreiben) ausdrücklich einen Vertragsschluss, und fordern Sie die Gegenseite auf, Ihnen das Gegenteil zu beweisen, indem man Ihnen einen Vertragsnachweis in schriftlicher Form übersendet.

 

Formulieren Sie Ihr Zurückweisungsschreiben wie folgt:

 

"Unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom... teile ich Ihnen mit, dass ich keinerlei Zahlungen leisten werde.

 

Den von Ihnen behaupteten Vertragsschluss bestreite ich hiermit ausdrücklich.

 

Sofern Sie gegenteiliger Ansicht sein sollten, obliegt allein Ihnen die volle Beweislast für einen vermeintlichen Vertragsschluss.

 

Sofern Sie mich weiterhin mich gänzlich unberechtigten Zahlungsaufforderungen überziehen sollten, behalte ich mir zudem vor, Strafanzeige wegen versuchten Betruges zu erstatten.

 

Datum/Unterschrift"

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Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch im persönlichen Gespräch ausführlich erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt


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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank.