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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 8520
Erfahrung:  Viele Jahre Erfahrung
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ragrass ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, es geht um meine Brust

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
es geht um meine Brust Operation am 3. Juli 2019. Diese erfolgte durch Dr. Busse. Er die explantiere die Silikonkissen von Allergan, beidseits ersatzlos und en-bloc.
Hier erstmal meine gesundheitliche Geschichte:Die Silikonkissen (Inamed 110 (so steht es auf dem Implantatpass) je 265g) wurden mir am 1. August 2007 von Frau Dr. Poloczek in Stuttgart (damals Medical One) implantiert.2010 wurde eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert.2011 bildete sich ein Abszess an der rechten Brustdrüse lateral.
In einer 2. OP am 23. März 2011 richtete Frau Dr. Poloczek den Schaden.Die Silikonkissen wurden laut ihrer Aussage herausgenommen, gespült, überprüft und wieder eingesetzt.
Seit 2015 fingen dann alle möglichen körperlichen Gebrechen an:
tägliche starke Rücken- und Nackenschmerzen (MRT 2018 und 2019 BWS ohne Befund)
Gelenkschmerzen (besonders rechter Arm und rechtes Kniegelenk)
schmerzende Brustwarzen
Zahnwurzelentzündung (über ein Jahr)
Lebensmittelunverträglichkeiten
Unverträglichkeiten von Cremes
trockene Augen
Hautekzeme und Schwellungen Augenlider
extrem trockene Haut am ganzen Körper
Luftnot beim Spazieren (Röntgenbild Lunge ohne Befund)
Hautekzeme Finger
Wassereinlagerungen Beine
pelziges Gefühl Mund & Zunge
ständiges Gefühl durstig zu sein
Januar 2017 Diagnose Hashimoto
2018 Kapselfibrose beidseits (Bestätigung durch Plastischen Chirugen Mai 2019)
Mai 2019 Gürtelrose unter rechter Brust.
Die Implantate waren leider texturierte Implantate, für die nun offiziell kommuniziert wurde, daß diese Krebs (BIA-ALCL) auslösen können.
Aufgrund meines Antrages an die DAK mit der Bitte um Kostenübernahme, beigefügt ein Schreiben des Dr. Busse, dass ich eine Kapselfibose Baker 4 beidseits habe sowie eine Wahrscheinlichkeit besteht, dass das rechte Implantat defekt ist, erhielt ich erstmal eine Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse.
Eventuell muss ich mich später an den entstandenen Kosten der Explantation beteiligen. In welchem Ausmaß wird noch entschieden.
Bei der OP stellte sich heraus, dass das rechte Implantat wirklich aufgeplatzt in der sehr harten Kapsel lag und auch Silikon in diese Kapsel ausgelaufen war.
Das linke Implantat ist zwar intakt, trotzdem kann man auf den Fotos der aufgeschnittenen Kapsel deutlich einen Film ekelhafter (Silikon) Flüssigkeit erkennen.
Fotos sind zahlreich vorhanden, sowie die schriftliche Dokumentation des Dr. Busse.
Ein CD30 ALK Test ist glücklicherweise negativ ausgefallen.
Leider habe ich bis vor wenigen Wochen überhaupt nicht in Erwägung gezogen, dass meine ganzen gesundheitlichen Beschwerden durch die Implantate ausgelöst sein können.
Ich finde es traurig, dass auch sämtliche in den letzten Jahren wegen meiner diversen Beschwerden konsultierten Ärzten nie einen Zusammenhang zu den Implantaten gesehen haben.
Wenn man mir vor 12 Jahren kommuniziert hätte, dass ich so mit meiner Gesundheit spiele, wenn ich mir die Brüste vergrößern lasse, hätte ich das nie und nimmer getan.
Nun meine Frage, besteht die Möglichkeit Allergan auf Schadenersatz zu verklagen?
Falls ja, wie erfolgreich schätzen Sie dies ein?
Vielen Dank ***** *****
Mit freundlichen Grüßen
Bianca van Koningsbruggen

Sehr geehrte Fragesteller,

 

wann genau ist denn die OP erfolgt ? Und wann hat man erkannt, dass die Implantate mangelhaft sind ?

 

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Hallo, die Implantation erfolgte im August 2007. Per Ultraschall entdeckte Dr. Busse im Mai 2019, dass sie ein Implantat defekt ist. Es wurde jedes Jahr ein Kontrollultraschall von meinem Frauenarzt durchgeführt. Dieser hat aber nie etwas entdeckt. Im Juli 2019 erfolgte die Explantation

Sehr geehrter Fragestellerin,

danke, dass Sie Justanswer genutzt haben und vielen Dank für die Nachtrag.

Grundsätzlich haben Sie unter den geschilderten Umständen natürlich einen Anspruch. Es wurde ein mangelhaftes Profukt geliefert und Sie haben einen Schaden erlitten.

 

Das Problem ist in Ihrem Fall eher die Frage, ob soich slche Ansprüche noch durchsetzen lassen. Die regelmäßige Verjährungsfrist ist gem. § 195 BGB 3 Jahre. Diese sind noch nicht abgelaufen, da erst in 2019 sich herausgestellt hat, dass das Produkt mangelhaft gewesen ist.

Gehen Sie wie folgt vor: Entweder Sie schalten sofort einen RA ein oder Sie schreiben der Firma zunächst selber per Einwurfeinschreiben und fordern die Anerkennung der Ansprüche zunächst dem Grunde nach.

Ich hoffe, Ihre Frage ist beantwortet. Falls noch Unklarheiten bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Anderenfalls bitte ich Sie um Bewertung der Antwort.

 

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrte Fragestellerin,

haben Sie noch Fragen ? Wenn nicht nehmen Sie bitte nun eine Bewertung vor. Vielen Dank !

 

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Danke für die Antwort. Allergan hat wohl eine Garantie von 10 Jahre auf die Implantate gegeben. Diese ist ja leider schon abgelaufen. Meine Implantate gehören übrigens zu denen, die dieses Jahr weltweit zurückgerufen wurden. Welchen Betrag kann ich Ihrer Meinung nach verlangen? Habe für die Explantation 6000 Euro bezahlt. Außerdem konnte ich 5 Wochen danach nicht arbeiten, was mich auch 1000 Euro gekostet hat.

Sehr geehrte Fragestellerin,

es ist schwer hinsichtlich der Höhe eine Einschätzung zu geben. Bei Ihnen liegen sowohl materielle Schäden vor, also die OP- und Nachsorgegebühren, aber auch immaterielle Schäden, die zu einem Schmerzensgeld führen. Hierzu müsste ein Anwalt die genauen Folgen kennen,die duch das Implantat erfolgt sind. Grob geschätzt würde ich denken, dass 10.000 EUR angemessen sein sollten, ggf. aber auch mehr.

 

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Können Sie mir einen Anwalt in Trier und Umgebung empfehlen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

 

nein in Trier kenne ich leider niemanden. Wenn Sie hier selber recherchieren achten Sie darauf, dass es sich um einen Fachanwalt/in für Medizinrecht handelt.

 

Eine ausgezeichnete Anwältin für Patientenrechte ist allerdings Frau Dr. Michaela Bürgle, Hochstrasse 17, 60313 Frankfurt am Main. M.E. ist durchaus auch ein überregional tätiger Anwalt einschaltbar.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute !