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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 11836
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Eine Heizungsfirma hat im November 2018 eine Reparatur

Diese Antwort wurde bewertet:

Eine Heizungsfirma hat im November 2018 eine Reparatur durchgeführt. Es gab einen Kostenvoranschlag, der speziell für die Versicherung ausgerichtet war. Der Handwerker und Firmenchef hat explizit mitgeteilt, dass er diesen Kostenvoranschlag für die Versicherung hoch angesetzt hat. ( 2900€ ) Leider hat die Versicherung die Kostenübernahme abgelehnt. Ein anderer Kostenvoranschlag wurde nicht vorgelegt. Die Reparatur erfolgte regelrecht und ohne Beanstandung. Im August 2019 lädt der Handwerker die Kundin zu sich ein mit der "Bitte um Barbegleichung". Tatsächlich legt er ihr eine offizielle Rechnung in Höhe von 2200€ vor und verlangt ohne weiteres Schriftstück noch 1100€ in bar. Es liegen keine Dokumente über die geleisteten Arbeitsstunden vor. Wie ist die Rechtslage und was soll die Kundin tun?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.
Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.
Bitte erlauben Sie mir zur Vermeidung von Missverständnissen folgende Nachfrage:
Wurde der Handwerker beauftragt, durch wen und unter welchen Bedingungen?
Wünschen Sie vereinfachend eine telefonische Beratung, können Sie dies gern über den Premiumservice hinzubuchen. Ich vereinbare dann gerne einen Telefontermin mit Ihnen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ja, der Handwerker wurde durch die Kundin beauftragt, weil die Heizung mitten im Winter ausgefallen war

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Wenn die Kundin den Handwerker beauftragt hat, wurde zwischen diesen beiden ein Vertrag geschlossen (in der Regel Werkvertrag und/oder Dienstvertrag).

Ein Vertrag kommt durch Angebot und Annahme zustande, vgl. §§ 145 ff. BGB.

Aus diesem Vertrag war der Handwerker verpflichtet, die Leistung zu erbringen und die Kunden die Leistung zu bezahlen.

Wenn durch einen überhöhten Kostenvoranschlag die Versicherung betrogen werden sollte, müsste geprüft werden ob der Kostenvoranschlag so überhöht ist, dass das Geschäft einen Betrugstatbestand darstellen würde. Hiervon ist vermutlich nicht auszugehen.

Darüber hinaus liegt die vollumfängliche Beweislast bei der Kundin.

Aber:

Der Handwerker kann nur die in der Rechnung aufgeführten € 2.200 verlangen. Für den darüber hinausgehenden Barbetrag besteht kein Rechtsgrund. Bzw. diesen müsste der Handwerker beweisen, was ohne schriftlichen Vertrag nicht möglich sein dürfte.

Daher kann die Kundin die Zahlung von € 1.100 verweigern.

Zudem kann diese drohen das Verhalten der Handwerkskammer und dem FA anzuzeigen, da angeblich eine Steuerhinterziehung vollzogen werden soll (durch Vereinnahmung ohne Rechnung).

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

RA Traub und 3 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Im Nachgang habe ich erfahren, dass es einen mündlichen Kostenvoranschlag in Höhe von 1600€ gab. Mit den augenblicklichen Forderungen 2200€ + 1100€ (bar) = 3300€ wird dieser um mehr als 50% überschritten. Ändert das die Situation?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
nicht wenn dies von der Kundin bestritten wird.

Denn der Handwerker kann den Vertrag dann nicht beweisen.

An der Vereinahmung ohne Rechnung ändert dies ohnehin nichts (und der möglichen Steuerhinterziehung).
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-