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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 30370
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo Verbraucherschutz Team, habe ich mir eine Immobilie

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Verbraucherschutz Team,
JA: Ich verstehe. Bitte nennen Sie mir Ihr Bundesland.
Customer: im Mai habe ich mir eine Immobilie angesehen. Der Verkäufer ist nicht mit mir in Kontakt getreten; eine Marklerin hat mir das Haus 3x gezeigt, da ich mein Interesse bekundete. Allerdings hat der Verkäufer zu dem Haus (über Marklerin) keine Aussagen getroffen und konnte mir keine Unterlagen zum Haus zur Verfügung stellen. Daher zog ich mein Kaufinteresse zurück. Zwischenzeitlich bekam ich allerdings ein Vorvertragsentwurf eines Notars zugestellt. Dem schenkte ich keine weitere Beachtung. Nun bekomme ich Post einer Rechtanwaltskanzlei im Namen des Verkäufers um ca. 500 € für den Vorvertrag. Die Kanzlei behauptet, das ich in einer email die Marklerin dafür beauftragt hätte. Was soll ich tun? Mit freundlichen Grüßen, Gisela Engelmann
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Anwalt wissen sollte?
Customer: Ich habe mit Marklerin per Whats App Termine vereinbart. Den Chat gelöscht, da sie mir ihre private Adresse übermittelt hat. In meinen email "gesendet" finde ich keinen Schriftverkehr mit ihr. (hab den Kanal auchg nicht benutzt).

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind unter den mitgeteilten Umständen zu keinen Zahlungen verpflichtet!

Weisen Sie daher die gegen geltend gemachte Forderung über die 500 EUR zurück.

Behauptet die Gegenseite einen angeblichen Vertragsschluss mit der Maklerin, so ist die Gegenseite hierfür voll beweispflichtig.

Das bedeutet, dass man Ihnen den Abschluss des angeblichen Maklervertrages ganz konkret nachweisen muss.

Es ist also nicht so, dass Sie beweisen müssten, dass Sie keinen Vertrag mit der Maklerin geschlossen haben, sondern es verhält sich gerade umgekehrt: Die Gegenseite hat Ihnen nach den Regeln der Darlegungs- und Beweislast einen schriftlichen Vertragsnachweis in Kopie vorzulegen und Ihnen so den Vertrag unter Beweis zu stellen.

Die schlichte Übersendung einer Rechnung für den angeblichen Vorvertrag - wie hier - stellt keinen Vertragsnachweis dar!

Kann die Gegenseite diesen Nachweis aber nicht erbringen, müssen Sie auch nicht zahlen.

Diesen Nachweis wird die Gegenseite sodann auch nicht führen können, denn selbst wenn die Maklerin WhatsApp-Mitteilungen vorweisen könnte, so kann nicht bewiesen werden, dass diese von Ihnen stammen. Vielmehr kann diese Mitteilungen jeder geschrieben haben.

Bestreiten Sie daher nun schriftlich und nachweisbar (Einschreiben) ausdrücklich einen Vertragsschluss, und fordern Sie die Gegenseite auf, Ihnen das Gegenteil zu beweisen, indem man Ihnen einen Vertragsnachweis in schriftlicher Form übersendet.

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Nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit nachfragen!

Gern können wir Ihr Anliegen auch telefonisch erörtern, sofern Sie dies wünschen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.