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RA Traub
RA Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 11510
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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RA Traub ist jetzt online.

Hallo, es geht um einen Vollstreckungstitel aus dem Jahr

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,es geht um einen Vollstreckungstitel aus dem Jahr 1998, welcher mir erst jetzt bekannt geworden ist. Die Ursprungsforderung lag einmal bei 92,-- Euro. Inzwischen liegt der Betrag, welcher sich samt Zinsen, Kosten, usw. aus dem Titel ergibt bei fast 700,-- Euro.
Der Titel befindet sich inzwischen wieder beim vom Gläubiger beauftragtem Anwalt. Dieser macht bei mir nun aber nicht Kosten von 700,-- (also laut Titel, Zinsen und NK) geltend, sondern möchte insgesamt 1.700,-- Euro. Darunter allein fast 900 Euro Kontoführungskosten. Dieser Anwalt ist laut 100er Einträge im Internet sehr unseriös, um es harmlos auszudrücken. Im Moment steht er mit einigen Kollegen sogar in einem Mammut-Verfahren wegen Betrugs vor Gericht (Internet-Recherche).
Obwohl mir die Forderung von 1998 überhaupt nichts sagt, möchte ich den Titel bezahlen (also rund 700,-- Euro) , um keine Zwangsvollstreckungen, Kontopfändung, usw. befürchten zu müssen. Den Restbetrag lehne ich aber ab und würde einer Klage gegen mich gelassen entgegen sehen.
Mein Problem: Wenn ich den Titel überweise und gleichzeitig schriftlich mitteile, dass meine Überweisung für den Titel ist und ich die anderen Kosten nicht akzeptiere, bin ich dann auf der sicheren Seite? Wie komme ich an den entwerteten Titel, um auch meine Bonität wiederherzustellen? Oder kann der Anwalt meine Zahlung einfach auf seine anderen Forderungen buchen und mit dem Titel weiter die Zwangsvollstreckung betreiben?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts ist die Rechtslage wie folgt einzuschätzen:
Zunächst einmal sind die gesamten Kosten, welche geltend gemacht werden, zu prüfen.

U. a. sind Kontoführungsgebühren fraglich. Denn für was?

Weiter können die Zinsen verjährt sein, wenn nicht alle 3 Jahre vollstreckt wurde.

Dies alles ist zu prüfen.

Daher ist von einer Zahlung erst einmal abzuraten (bis zu einer Einigung bzw. einem Vergleich), da durch eine Zahlung eine Anerkennung angenommen werden kann.

Setzen Sie sich daher erst mit der Gegenseite in Kontakt und handeln Sie eine Vergleichszahlung aus, mit welcher alle offenen Beträge abgegolten sind.

Hier ist Ihr Verhandlungsgeschick gefragt.

Der Vergleich ist schriftlich zu fixieren. Erst dann sollten Sie eine Zahlung vornehmen.
Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung. Sofern der Wunsch nach einem Telefonat besteht, können Sie dies gern über den Telefon-Premium-Service anfordern.
Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Hallo,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Aber Sie trifft leider meine Frage nicht ganz. Ich hatte dem Anwalt bereits einen Vergleich über 801,-- Euro (= seine Forderung, ohne Kontoführungskosten) angeboten, was er ablehnt. Hinzu kommt, dass ich zur Zeit sehr viel im Ausland bin und dieser Anwalt nicht in der Lage (bzw. Willens) ist per Fax oder Email zu kommunizieren.
Meine Frage nochmal: Ich möchte den Titel definitiv bezahlen, um keine Zwangsvollstreckung mehr befürchten zu müssen. Den gesamten Rest lehne ich ab. Möchte der Anwalt diesbezüglich klagen, kann er das machen. (Wird er sowieso nicht. Er wird nur weitere Drohbriefe senden. Und selbst wenn, hätte ich hier keine Bedenken.)
Und deshalb nochmal meine Frage: Wie bezahle ich den Titel, erledige das also, ohne dass er meine Zahlung auf andere Posten bucht und weiter direkt die Zwangsvollstreckung betreiben kann? Wenn ich den Betrag zweckgebunden inkl. zusätzlichem Schreiben überweise, muss der Anwalt den Titel aushändigen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

dann bezahlen Sie den Betrag aus dem Titel und benennen im Verwendungszweck.

Zahlung auf Forderung Titel vom XY mit Nr. XX ohne die Anerkennung einer Rechtspflicht.

Bzgl. der weiteren Forderungen müsste sodann erst ggf. weiter Klage erhoben werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Super, diese Antwort hatte ich mir erhofft. Vielen Dank. Kleine Abschluss-Frage: Der Titel müsste mir dann ausgehändigt werden? Notfalls könnte ich das mit einem Anwalt geltend machen, wenn er den Titel nicht freiwillig herausgibt?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Ja, auch das ist korrekt. Der Titel ist dann zu entwerten und auszuhändigen.

Normalerweise Zug-um-Zug gegen Zahlung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

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