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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26495
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Haben vor 8 Jahren ein Architektenhaus bauen lassen, wobei

Diese Antwort wurde bewertet:

Haben vor 8 Jahren ein Architektenhaus bauen lassen, wobei der Architekt auch die Bauaufsicht übernommen hat. Bereits nach der Übergabe des Hauses gab es im Wohnkeller Wasserstellen an der Decke unter der Terasse, die von den Handwerkern und vom Architekten als Kondenswasser abgetan wurden. Nun kam es zu einem weiteren Wasserfleck, der auch größer wird, an der Decke. Laut begutachtenden Firmen (6 Firmen) handelt es sich um offensichtlich verdeckte Baumängel (das Wasser befindet sich unter der gesamten Terasse (ist unterhalb der Gummimatte unter dem Regol hör-und spürbar).
Keiner weiß, woher das Wasser wirklich kommt. Auch der Balkon im 1. Stock ist undicht, das Wasser rinnt in die darunterliegende Fassade und hat bereits deutliche Spuren hinterlassen. Der Schwarzdecker und Spengler ist seit 2016 in Konkurs und jetzt auch in Pension. Der Architekt meint, dass ihn keine Schuld trifft. Macht es Sinn in diesem Fall zu klagen und wen könnte man belangen? Der geschätzte Schaden macht über 30 000€ aus, da man die komplette Terasse aufmachen muß und die Terasse auch. Danach müsste noch die nasse Fassade unter dem Balkon saniert werden.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Es würde durchaus Sinn machen, Schadensersatzansprüche geltend zu machen, und zwar gegen den Architekten!

Das Argument des Sachverständigen, wonach der Architekt nicht 24 h auf der Baustelle sein müsse, ist insoweit rechtlich unerheblich: Einen Architekten trifft nämlich eine so genannte Überwachungspflicht gegenüber den eingeschaltenen Handwerkern/Baudienstleistern.

Das bedeutet, dass der Architekt regelmäßig und gewissenhaft zu überprüfen und zu kontrollieren hat, ob die Bauarbeiten ordnunsgemäß ausgeführt werden.

Dies erscheint aber in Anbetracht der geschilderten massiven Wasserschäden mehr als fraglich.

Der Architekt könnte Ihnen daher in der Tat aus der Verletzung der ihm obliegenden Überwachungspflicht schadensersatzpflichtig sein.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Müssen wir dafür einen Sachverständigen von Gericht beantragen oder wie sieht die Vorgangsweise für uns jetzt aus? Die Informationen, dass solche Schäden nach 8 Jahren nicht auftreten dürfen haben wir nur von den Firmen, die sich den Schaden zwecks Sanierung angesehen haben. 5 davon wollten die Sache nicht übernehmen, da es ihnen zu heiß war, weil man ja nicht weiß, woher das Wasser eigentlich kommt. In die Terasse sind auch 2 Gulis eingebaut.

Anwaltlich ist Ihnen unbedingt folgendes Vorgehen anzuraten: Fordern Sie von dem Archittekten die gesamte Baudokumentation an (sofern Sie diese Unterlagen nicht selbst besitzen). Vereinbaren Sie sodann einen Gesprächstermin mit einem RA, der auf Bau- und Architektenrecht spezialisiert ist.

Dieser wird die gesamten Unterlagen - gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines Sachverständigen - sichten, um zu prüfen, ob ein rechtliches Vorgehen gegen den Architekten aussichtsreich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Kann der Architekt für die Baudokumentation Geld verlangen? Wenn eine andere Spenglerfirma den Schaden saniert und fotodokumentiert, ist das ausreichend für die Beweislage? Der Chef der Spenglerfirma ist ebenfalls gerichtlich geeideter Sachverständiger.

Nein, das kann er nicht, da er in Ihrem Auftrag gehandelt hat und diese Unterlagen aufzubewahren sind.

Ja, eine Beweisdokumentation durch eine andere Spenglerfirma kann erfolgen, aber dies wird Ihnen zunächst nicht weiterhelfen: Wenn es nämlich zu einem Prozess kommen sollte, so wird das Gericht seinerseits einen Sachverständigen beauftragen.

Ob dieses aber Sinn macht, sollten Sie zunächst durch einen RA prüfen lassen - wie empfohlen -, da Baurechtsprozesse regelmäßig sehr kostenträchtig sind.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt