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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 7764
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Eine Handwerkerrechnung weist Mehrarbeit von 78 Std. auf 113

Diese Antwort wurde bewertet:

Eine Handwerkerrechnung weist Mehrarbeit von 78 Std. auf 113 Std aus ohne dies mit unterschriebenen Rapporte zu belegen. Die Mehrarbeit habe ich nicht bezahlt. Daraufhin hat der Handwerker eine neue Re. gestellt mit weiteren Positionen,neue Arbeitszeit 230Std. Für die alte Re. erhielt ich eine Gutschrift. Wieder keine Raporte vorhanden.
Muß ich ohne Raporte die Mehrarbeitszeit anerkennen? Müssen die Rapporte unterschrieben sein?
Wieviel% Mehrarbeitszeit kann er zum Angebot ansetzen?
Wie ist der Passus im Angebot zu bewerten: Die endgültige Abrechnung erfolgt nach Zeit- und Matérialauwand? Mehrafwand,dann auchnach Rapport?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Können Sie mir den zu beurteilenden Sachverhalt etwas ausführlicher darstellen?

Sind Sie Privatperson? Um welche Art von Handwerkleistung handelt es sich? Wurde ein schriftlicher Werkvertrag geschlossen?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Privatperson ja-Sanitär und Fliesen- KeinVertrag, nur Angebot

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Erstellt ein Werkunternehmer einem Kunden ein Angebot, so wird im Regelfall davon auszugehen sein, dass es sich in dem Angebot um einen Kostenvoranschlag im Sinne des § 650 BGB handelt.

Lediglich wenn ein Festpreis vereinbart wurde, kann davon ausgegangen werden, dass der Unternehmer eine Garantie für den vereinbarten Preis übernimmt. In diesem Fall kann er grundsätzlich nur den Betrag aus dem Angebot fordern.

Handelt es sich lediglich um ein unverbindliches Angebot, wovon ich aufgrund Ihrer Schilderung des Sachverhalts derzeit ausgehe, so ist eine Überschreitung des veranschlagten Preises prinzipiell nicht ausgeschlossen.

Der Werkunternehmer hat aber dem Auftraggeber in diesem Fall nach § 650 Abs. 2 BGB unverzüglich Mitteilung zu machen, falls der ursprünglich vereinbarte Preis im Laufe der Arbeiten wesentlich zu überschritten werden droht. Hierdurch soll dem Kunde die Möglichkeit eingeräumt werden, den Werkvertrag zu kündigen.

Unterlässt der Werkunternehmer, wie in Ihrem Fall, diese Mitteilung und ist es im Laufe der Arbeiten auch nicht auf Veranlassung des Kunden zu einer wesentlichen Veränderung des Auftrags gekommen, so hat der Auftraggeber wegen dieser Pflichtverletzung einen Schadensersatzanspruch. Er ist dann so zu stellen, als hätte er den Werkvertrag aufgrund der Überschreitung rechtzeitig gekündigt.

Im Ergebnis hat der Kunde dann eine Vergütung in Höhe des Kostenvoranschlags zuzüglich dessen zulässiger Überschreitung zu bezahlen. Als zulässige Überschreitung wird ein Betrag von 20 Prozent des Kostenvoranschlags anzusetzen sein (OLG Düsseldorf, 29.01.1998, 5 U 78/97).

Hierauf können Sie sich stützen und einen wesentlichen Teil des eingeforderten Betrags verweigern.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.