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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 4609
Erfahrung:  Langjährige tätig im Verbraucherrecht.
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Ich habe von einen privatverkäufer einen Artikel gekauft ...da

Kundenfrage

Ich habe von einen privatverkäufer einen Artikel gekauft ...da der Verdacht nahe Lage das dieser geklaut ist habe ich sofort mein Geld zurückgefordert , welches der Verkäufer auch gemacht hat . Auf Grund von familieären Problemen habe ich vergessen das Gerät zurück zu senden. Nun habe ich Post von einen Anwalt bekommen das ich das Gerät sofort zurücksenden soll , welches ich auch getan habe. Nun kam wieder ein Brief und der Anwalt will seine Kosten von mir . Muss ich diesen Zahlen ? Der Verkäufer hätte doch eine Mahnung senden müssen oder darf dieser direkt einen Anwalt auf meine Kosten einschalten ?
Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Verbraucherrecht
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Wenn Sie mit der Rücksendung der Ware in Verzug waren, darf der Verkäufer die Rechtsverfolgungskosten als Verzugsschaden von Ihnen ersetzt verlangen.

Aber hier kann tatsächlich hinterfragt werden, ob Verzug vorliegt. Denn eine Verzug begründende Mahnung gibt es nach Ihrer Schilderung nicht. Es gibt aber auch Fälle, in denen eine Mahnung entbehrlich ist. In § 286 BGB heißt es hierzu in Absatz 2:

Der Mahnung bedarf es nicht, wenn

1. für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist,

2. der Leistung ein Ereignis vorauszugehen hat und eine angemessene Zeit für die Leistung in der Weise bestimmt ist, dass sie sich von dem Ereignis an nach dem Kalender berechnen lässt,

3. der Schuldner die Leistung ernsthaft und endgültig verweigert,

4. aus besonderen Gründen unter Abwägung der beiderseitigen Interessen der sofortige Eintritt des Verzugs gerechtfertigt ist.

Ich kann nicht beurteilen, ob hier so ein Ausnahmefall gegeben ist. Ihrer Schilderung kann ich jedenfalls nicht entnehmen, dass z.B. ein fester Zeitpunkt zur Rücksendung vereinbart worden ist oder sonst einer der Tatbestände zutrifft.

Der Anwalt sollte Ihnen erläutern, wieso er ohne eine vorherige Mahnung seitens seines Mandanten davon ausgeht, dass Sie mit der Rücksendung in Verzug waren.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 4 Monaten.

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Monaten.
im den fall wo ich geschildert habe war auch das Problem das die eigentumsverhältnisse nicht eindeutig waren ...die kommunikation lief erst scheinbar mit dem verkäufer und dann mit dem vermeintlichen sohn ...wem der Artikel wirklich gehörte war nicht sicher . Da der Verkäufer bei der Rücksendeadresse kein Vorname angegeben war fragte ich deswegen nach . Ich wollte ja nicht das der falsche das Paket bekommt ...ein Vorname wurde mir darauf hin nicht genannt und auf den hinweis das ich das panel nur den Rechtmässigen Eigentümer zurücksende wurde nicht eingegangen oder reagiert. Denke mein Handeln ist diesbezüglich nachvollziehbar .
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 4 Monaten.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Es kommt nicht darauf an, warum Sie den Kaufvertrag rückabgewickelt haben wollten. Der Verkäufer hat die Rückabwicklung akzeptiert. Vielmehr kommt es darauf an, ob Sie mit Ihrer Pflicht aus der Rückabwicklung, nämlich dem Zurücksenden der Ware, in Verzug waren.

Wenn Sie in Verzug waren, als der Verkäufer den Anwalt beauftragt hat, müssen Sie die Kosten des Rechtsanwaltes tragen als Verzugsschaden. Aber ich kann nicht abschließend beurteilen, ob Sie in Verzug waren. Eine Mahnung gibt es nicht und es gab auch keinen festen Zeitpunkt, zu dem Sie die Ware zurücksenden hätten müssen. Das deutet darauf hin, dass Sie nicht in Verzug waren und daher auch die Anwaltskosten nicht tragen müssten.

Aber wie bereits geschrieben, der Anwalt sollte Ihnen erläutern, wieso er ohne eine vorherige Mahnung seitens seines Mandanten davon ausgeht, dass Sie mit der Rücksendung in Verzug waren.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrte/r Fragesteller/in, ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.

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