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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 7428
Erfahrung:  Viele Jahre Erfahrung
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ragrass ist jetzt online.

Ich habe Probleme mit der Firma "schneller

Diese Antwort wurde bewertet:

ich habe Probleme mit der Firma "schneller credit".Dummerweise hatte ich das vor ca. 2 Monaten angeclickt, als ich mich in einer vorübergehenden finanziellen Zwangslage befand. Hatte allerdings keinen Kredit beantragt, sondern nur eine Kreditkarte (Mastercard).Als ich aber in der Bestätigungsmail las, dass ein sog. "Starterpaket" gegen Nachnahme in Höhe von EU 99,90 kommen würde, habe ich das sofort widerrufen. Damit war der Fall für´s erste für mich erledigt.Trotzdem hatte ich eine Mitteilung über eine Nachnahmesendung im Briefkasten, die ich jedoch nicht abholte. Nun bekomme ich ständig Mahnungen, die von Mal zu Mal bedrohlicher und massiver werden.Ich habe mittlerweile meinen Widerruf mehrfach via E-Mail und Einschreibebriefen wiederholt. Im letzten Einschreiben vom 16.5.2018 habe ich auch eine Anfechtung ausgesprochen mit dazugehörigen Paragraphen. Habe das gleiche Schreiben schon am Abend vorher per E-Mail verschickt, aber das wird einfach ignoriert. Stur und unverdrossen schicken die ihre Mahn-und Drohmails. Sie wollen mich sogar wegen "Eingehensbetrug", § 263, StBG anzeigen, was meines Wissens nur auf dem zivilen Rechtsweg möglich ist und einen Vorsatz voraussetzt. Was kann und soll ich tun, um die vom Hals zu bekommen?

Sehr geehrter Fragesteller,

darf ich fragen, wie Sie den Widerruf verschickt haben ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Guten Morgen. Den Widerruf habe ich mit Einschreiben gegen Rückschein verschickt.Das war am 8. Mai . Ich habe bis jetzt den Rückschein noch nicht wieder bekommen. Und das zweite Einschreiben mit Anfechtung und wiederholtem Widerspruch verschickte ich am 16. Mai 2018 per Einwurfeinschreiben.

Sehr geehrter Fragesteller,

wann genau hatte denn der "Vertragsabschluss" stattgefunden ? Sind Sie denn damals über das Widerrufsrecht belehrt worden ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Das zweite habe ich per E-Mail am Abend zuvor vorausgesendet. Egal, was ich schreibe oder maile- es wird alles ignoriert. Diese Firma geht auch auf nichts ein , sondern verfolgt stur ihr Ziel, ihr Geld zu bekommen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Ich weiß das genaue Datum leider nicht mehr, weil sich das im Internet nicht zurückverfolgen lässt. Ausdrücklich belehrt wurde ich nicht, sondern das Widerrufsrecht war zwischen anderen Passagen in den AGB zu finden. Der Zeitpunkt müsste ungefähr 6 Wochen zurückliegen inzwischen. Sollte ich nicht einfach lieber bezahlen, um dem Ganzen ein Ende zu setzen und mir noch mehr Kosten entstehen, zumal der Ausgang ja sehr ungewiss zu sein scheint. Ich dachte, gem.§§ff.119 BGB und § 142 sei das Ganze erledigt, aber dem scheint ja leider nicht so zu sein.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Nebenbei gesagt- deren Dachfirma nennt sich Alphabet Online Service, und vor deren anderen Zweigfirma namens Blitz Credit wird von einer Verbraucherzentrale eindringlich gewarnt.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Aber den ersten Widerruf hatte ich am 3. April gesendet. Also muss es so Anfang April gewesen sein.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben und den Nachtrag.

Auch wenn Sie es nicht mehr genau wissen, erscheint die Situation dennoch fürSie vorteilhaft. Zum einen muss die Gegenseite beweisen, dass Sie ordnungsgemäß über das Widerspruchsrecht belehrt wurden. Dieser Nachweis sollte schon fast unmöglich sein. Zum anderen haben sie ja widersprochen, sodass ein vermeintlicher Vertrag damit unwirksam wird.

Leider ist die von Ihnen genannte Firma für ihr unseriöses Verhalten bekannt. lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Da Sie alles derzeit rechtlich mögliche getan haben, können Sie weitere Schreiben ignorieren. Lediglich für den höchst unwahrscheinlichen Fall, dass gerichtliche Schritte gegen Sie eingeleitet werden sollten, müssten Sie wieder aktiv werden.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und darf Sie um Bewertung der Antwort bitten. Falls noch Fragen bestehen, teilen Sie dies bitte mit.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Fragen ? Falls nicht bitte ich erneut höflich um Bewertung der Ihnen erteilten Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und 2 weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Vielen Dank für Ihre Auskunft. Trotzdem hätte ich dann noch die Frage, wie es mit der angedrohten Anzeige wegen "Eingehungsbetruges" aussieht. Mir ist bekannt, dass eine solche Sache mit Vorsatz gemacht worden sein muss und nur auf dem Weg der Zivilklage verhandelt werden kann .Erstens trifft das in meinem Fall in keinem Punkt zu, und zweitens wollen die das "bei der Polizei" anzeigen. Weiterhin wollen sie veranlassen, dass genau recherchiert wird, von welchem Computer aus dieser "Vertrag" abgeschlossen wurde, usw.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Könnte es sein, dass das alles nur Drohgebärden sind, um mich einzuschüchtern?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Monaten.
Sehr geehrte Frau RA Grass, wäre es bitte möglich, mir meine letzte Frage noch zu beantworten? Trotz Ihrer beruhigenden Aussage erscheint mir das Szenario noch immer sehr bedrohlich, und ich glaube auch, dass diese Firma es darauf ankommen lässt, einen Rechtsstreit anzuzetteln, den ich mir finanziell aber nicht leisten kann. Wie sieht es denn mit der Anfechtung aus? Kann die den Vertrag nicht vernichten- auch rückwirkend?

Sehr geehrter Fragesteller,

ein Betrug liegt vor, wenn jemand eine Verbindlichkeit eingeht, also einen Vertrag schließt, den man nie vor hatte zu erfüllen. Wenn ich aber, wie es der Gesetzer jeden Verbraucher gestattet, von meinem Widerrufsrecht Gebrauch mache, dann kann NIEMALS ein Betrug vorliegen. Dies ist hier ein Versuch, Sie unter Druck zu setzen und zur Zahlung zu bewegen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Anfechtung verichtet einen Vertrag rückwirkend auch (§ 142 BGB), allerdings muss ein grund - Täuschung, Drohung, Irrtum - vorliegen. Ggf. könnte man hilfweise den Vertrag auch nochmals anfechten. Sie sollten dies wieder per Einwurfeinschreiben tun.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass