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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 25817
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo! Ich habe mich gestern Nacht gegen 23:30 Uhr in meiner

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo!
Ich habe mich gestern Nacht gegen 23:30 Uhr in meiner Wohnung der Fort-Skelly-Straße 21 in Regensburg ausgesperrt und kontaktierte einen Schlüsseldienst. Dieser kam dann gegen 0:40 und öffnete mir die Wohnungstür. Allerdings verlangte er dafür etwa 480€. Es erschien mir deutlich zu viel aber trotzdem unterschrieb ich die Rechnung, da ich unbedingt in die Wohnung musste. Meine Frage wäre, ob der Schlüsseldienst in diesem Fall einen deutlich zu hohen Preis angelegt hat.
Ich Danke ***** ***** für die Antwort
Mit freundlichen Grüßen
Moritz Schmid

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Unter den migeteilten Umständen ist der Vertrag gemäß § 138 BGB sittenwidrig und damit nichtig, da die geforderte Vergütung die markt- und branchenübliche Vergütung für die hier geschuldete Dienstleistung um mindestens 100% übersteigen dürfte, Sie also das Doppelte gezahlt haben, was üblichweise für diese Dienstleistung angefallen wäre.

Die Folge der Nichtigkeit des Vertrages ist, dass Sie lediglich die marktübliche Vergütung schulden - die exakte Höhe der in Ihrem Fall zu fordernden Vergütung solten Sie bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer oder aber bei der örtlichen Handwerkskammer erfragen.

Auch unter Hinzurechnung des Nachtzuschlages dürfte hier aber eine Vergütung von maximal 200 Euro angemessen sein - der Ihnen in Rechnung gestellte Betrag ist völlig überzogen!

Die über die marktübliche Vergütung hinausgehende Bezahlung können Sie von dem Betrieb nach § 812 BGB zurückverlangen, denn der Handwerker ist um diesen Differenzbetrag ungerechtfertigt bereichert - diesen Anspruch können Sie notfalls auch gerichtlich durchsetzen.

Fordern Sie den Betrieb daher zur Rückzahlung der zuviel bezahlten Vergütung auf, nachdem Sie den an Ihrem Ort geltenden Tarif erfragt haben.

Ich rate an, dass Sie den gesamten Vorgang zur weiteren Veranlassung zudem der zuständigen Aufsichtsbehörde - das ist die örtliche Gewerbeaufsichtsbehörde - zur Kenntnis bringen, damit diese geeignete Ordnungsmaßnahmen gegen den Handwerker/Betrieb einleiten kann.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Monaten.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
Ich habe mich bei der Handeslkammer und bei der Handwerkskammer erkundigt aber keine von beiden kann mir die gängigen Tarife nennen , da diese nicht in ihrem Verzeichnis geführt werden. Außerdem lässt sich auch nicht ermitteln wer genau die Türöffnung vollzogen hat, da dies über mehrere Stellen geleitet wird. Hätten Sie noch Tipps für den weiteren Vorgang?Mit freundlichen Grüßen
Moritz Schmid

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, unter diesen Umständen sollten Sie sich unmittelbar an das Gewerbeaufsichtsamt Ihrer Stadt wenden. Dieses kennt die Tarife und führt die Aufsicht über die Schlüsseldienste. Sie können dort sogleich die überhöhte Preisforderung beanstanden.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt