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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Verbraucherrecht
Zufriedene Kunden: 26127
Erfahrung:  Zahlreiche Mandate im Bereich Verbraucherrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, am 1.2. habe ich einen Flug

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 1.2. habe ich einen Flug über Flüge.de Stuttgart-Berlin für den 06.03. für 4 Personen gebucht.
Bei der Kreditkartenabrechnung habe ich dann festgestellt, dass am 01.2. 292,72€ (Dies war auch der im Portal angegebene Flugpreis) von Easyjet abgebucht wurde. Zusätzlich hat fluege.de am 01.02. 119,92€ von meinem Kreditkartenkonto abgebucht. Diese Gebühr war bei der Online-Buchung nirgendwo sichtbar. Es wurde auch in keiner Weise darauf aufmerksam gemacht. Das erste Mal habe ich diesen Betrag wirklich erst bei der Kreditkartenabrechnung gesehen. Auch habe ich bis dahin keine Rechnung dazu erhalten. Auf meine Nachfrage bei fluege.de habe ich die Info erhalten, dass diese Gebühren für Recherchen und Gebühren erhoben werden. Die Rechnung wurde dann nachgereicht.
Ich habe den Betrag über die Kreditkartenfirma zurückgeholt und die Kreditkarte sperren lassen. Nun habe ich am 4.4.2018 eine Mahnung erhalten über 133,92€ für Rechnungsbetrag und Mahngebühr. Dieser ist bis zum 11.4.2018 zu überweisen.
Muss ich diese Gebühr wirklich bezahlen, wie soll ich mich verhalten?
Vielen Dank ***** ***** Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Constanze Zinselmeyer

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

um Missverständnisse auszuschließen, muss ich zunächst nachfragen: Sie geben an:

"Auf meine Nachfrage bei fluege.de habe ich die Info erhalten, dass diese Gebühren für Recherchen und Gebühren erhoben werden"

Hat der Anbieter diese Angaben später noch spezifiziert? Für welche "Recherche" sind Ihnen Kosten in Rechnung gestellt worden?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Auch ohne weitere Informationen kann ich zu Ihrer Anfrage Stellung nehmen wie folgt:

Anwaltlich ist Ihnen anzuraten, keine Zahlung zu leisten!

Sofern Sie im Rahmen des Buchungsprozesses nämlich nicht ausdrücklich durch einen optisch hervorgehobenen und unmissverständlichen Hinweis auf bestimmte weitere Kostenpositionen aufmerksam gemacht worden sind, kann der Anbieter diese von Ihnen auch nicht einfordern und geltend machen, denn insoweit mangelt es hinsichtlich dieser Kosten schon an einer vertraglichen Einigung.

Zudem ist äußerst fraglich, für welchen konkreten Verwaltungsaufwand die Ihnen in Rechnung gestellte Gebühr überhaupt angefallen sein soll.

Mit seiner "service fee" ist dieser Anbieter vor Gericht jedenfalls bereits gescheitert:

http://www.ra-ke.de/ich-bin-ein-blogeintrag/

Weisen Sie die Kostenforderung daher schriftlich (Einschreiben) unter ausdrücklicher Berufung auf die hier dargestellte Rechtslage zurück, und fordern Sie den Anbieter auf, Ihnen unter Beweis zu stellen, dass Sie im Zuge der Buchung ausdrücklich auf die Gebühren hingewiesen worden sind.

Klicken Sie für die in Anspruch genommene anwaltliche Beratung bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
auf meine Anfrage woraus die Kosten resultieren, habe ich diese Antwort erhalten:
Wir erheben für einen Teil des Flugvermittlungsangebots Gebühren für die Vermittlungstätigkeit (ServiceFee) und die damit im Zusammenhang stehenden Serviceleistungen, auf welche im Buchungsvorgang gesondert hingewiesen wird. Die Höhe der Vermittlungsgebühr ist dabei variabel und hängt unter anderem von der Zahl der Reisenden, der gebuchten Flugstrecke und dem gewählten Zahlungsmittel ab. Im Buchungsprozess wird Ihnen bei Auswahl der Zahlart die Gebühr vor Buchungsabschluss angezeigt. In unseren AGB weisen wir auf die Erhebung dieser Gebühr ebenfalls hin.Nachfolgend ein Auszug aus Abschnitt C, Unterabschnitt II. unserer AGB. Diese müssen von der jeweiligen buchenden Person zur Kenntnis genommen und durch Setzen eines Häkchens bestätigt werden.Gebühren und Einzug des Reisepreises:Für unsere Vermittlungstätigkeit sowie nachgelagerte Dienstleistungen des Servicecenters können Gebühren anfallen, welche im Rahmen der jeweiligen Buchung gesondert ausgewiesen werden. Beachten Sie hierzu bitte auch die besonderen Regelungen zu Flug- und Hotelbuchungen (Abschnitte IV und V). Etwaig anfallende Servicegebühren können mittels der dafür vorgesehenen Gutscheine beglichen werden. Bedingungen und Einschränkungen für die Einlösung der Gutscheine entnehmen Sie bitte den entsprechenden Gutscheinbedingungen.Unterabschnitt IV. Ziffer 1 lautet:Wir erheben für einen Teil des Flugvermittlungsangebots Gebühren für die Vermittlungstätigkeit und die damit im Zusammenhang stehenden Serviceleistungen, auf welche im Buchungsvorgang gesondert hingewiesen wird. Die Höhe der Servicegebühr ist dabei variabel und hängt unter anderem von der Fluggesellschaft, dem Flugtarif, der Zahl der Reisenden und der gebuchten Flugstrecke ab. Sie wird bei Stornierung der Flüge (einschließlich Stornierungen wegen Flugzeitenänderungen und/ oder Flugstreichungen) nicht erstattet, es sei denn die Stornierung beruht auf einem Verschulden unsererseits.In den meisten Fällen wird die Gebühr getrennt vom Flugpreis der Kreditkarte bzw. des Bankkontos belastet, d.h. auf der Kreditkartenabrechnung bzw. Kontoauszug finden Sie zwei Positionen, die Belastung der Gebühr durch unseren Fullfillmentpartner AERUNI und die Belastung des Flugpreises durch die gebuchte Fluggesellschaft. In einigen Fällen wird die Gebühr zusammen mit dem Flugpreis belastet, sodass Sie nur eine Position auf Ihrer Kreditkarte bzw. Kontoauszug finden. Welche der beiden Varianten angewandt wird, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Auf unserer Rechnung können Sie dies aber genau nachvollziehen.
Außerdem wurde im Buchungsprozess niemals auf zusätzliche Kosten hingewiesen. Soweit mir bekannt ist, ist die Erhebung solcher kosten seit Anfang 2018 nicht mehr gestattet. Können Sie das bestätigen?
Vielen Dank ***** ***** Grüße
Constanze Zinselmeyer

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Ja, das kann ich bestätigen: Wie Sie der verlinkten Rechtsprechung entnehmen können, ist die Erhebung einer solchen service fee unwirksam!

Weisen Sie die Forderung daher unter Berufung auf die zitierte Rechtsprechung zurück!

Klicken Sie dann bitte abschließend oben auf die Bewertungsterne (=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfrage haben ("Dem Experten antworten"), denn nur dann wird meine Vergütung für die erbrachte Rechtsberatung an mich ausgezahlt.

Sie können nach Ihrer jetzigen Bewertung jederzeit und beliebig oft nachfragen!

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Verbraucherrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Monaten.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
nun habe ich erneut eine Antwort von Fluege.de erhalten:Sehr geehrte Frau Zinselmeyer,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Bedauerlicherweise können Ihre Ausführungen diesseitig nicht nachvollzogen werden, da nach den hiesigen Buchungsprotokollen dokumentiert ist, dass während der Buchungsanfrage unsere Servicegebühr ausgewiesen worden ist.
Bei der ServiceFee handelt es sich um Kosten, die – da unvermeidbar – bereits zu Beginn des Buchungsvorgangs im Endpreis einzurechnen sind.
Dieser Pflicht kommen wir bereits nach, indem der in der Trefferliste angegebene Preis stets im Zusammenhang mit dem Zahlungsmittel dargestellt wird. Die angezeigten Endpreise in der Trefferliste enthalten für die Zahlungsmittel Visa und Lastschrift daher bereits sowohl das Zahlungsmittelentgelt als auch die ServiceFee und stellen damit Endpreise dar.
Zudem verweisen wir auf eine rechtskräftige Entscheidung des OLG Dresden vom 26.05.2015, Az. 14 U 441/15 ( I. Instanz LG Leipzig, Az. 05 O 301/15) Nach alledem sehen wir uns nicht veranlasst auf unsere berechtigten Forderungen zu verzichten.
Wir bitten Sie daher den Betrag zeitnah auszugleichen.
Mit freundlichen Grüßen
Team Buchhaltung
Invia Flights Germany GmbHWie soll ich nun darauf reagieren? Sie selbst schreiben ja, mit dieser "service fee" ist dieser Anbieter vor Gericht jedenfalls bereits gescheitert. Fluege.de verweist auf eine rechtskräftige Entscheidung des OLG Dresden vom 26.05.2015, Az. 14 U 441/15 . Ich bin nun etwas verunsichert und sehe Ihrer Antwort mit Interesse entgegen.Mit freundlichen Grüßen
Constanze Zinselmeyer

Anwaltlich ist anzuraten, dass Sie weiterhin keine Zahlung leisten - es gilt nach diesseitiger Einschätzung nach wie vor die oben dargestellte Rechtslage. Weitere Rechtsprechungsnachweise finden Sie hier:

https://anwaltauskunft.de/magazin/wirtschaft/dienstleistung/flugbuchung-sind-kreditkartengebuehren-rechtens

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Monaten.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
muss ich denn auf jede Mahnung von Fluege.de antworten? oder soll ich die Sache einfach laufen lassen.
Was wäre die nächste Konsequenz? Ein Mahnbescheid?
Vielen Dank ***** ***** Grüße
Constanze Zinselmeyer

Sie müssen auf weitere Zahlungsaufforderungen nicht reagieren.

Sollte die Gegenseite einen gerichtlichen Mahnbescheid erwirken - was äußerst unwahrscheinlich ist -, so legen Sie gegen diesen umgehend Widerspruch ein.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt